1×1 der Selbstversorgung: Lebensmittel haltbar machen (1)


Verschiedene Lebensmittel können für den späteren Verzehr mit unterschiedlichen Methoden haltbar gemacht werden. Dieser Prozess kostet viel Mühe und Zeit. Umso ärgerlicher ist es, wenn die Speisen anschließend von Schädlingen befallen werden. Gegen Lebensmittelmotten sollten Sie daher rechtzeitig vorgehen und sich über deren Bekämpfung informieren.

Lebensmittel richtig verarbeiten

Wer selbst geerntetes Obst oder Gemüse beispielsweise für den Winter haltbar machen möchte, der kann je nach verwendeten Produkten und eigenen Geschmack vorgehen. Zum Verlängern der Haltbarkeit von Lebensmitteln eigenen sich unterschiedliche Methoden:

  1. Trocknen / Dörren
  2. Einkochen
  3. Gären / Fermentieren
  4. Einlegen
  5. Einmachen
  6. Sterilisieren

 
Das Trocknen gelingt am besten in einem Dörrautomaten oder im Backofen. Kräuter, Früchte, bestimmte Gemüsesorten und auch Fleisch eigenen sich zum Dörren. Den Lebensmitteln wird dabei Wasser entzogen. Vor der Lagerung sollte unbedingt beachtet werden, dass die Zutaten ausreichend lange getrocknet wurden. Ist noch zu viel Wasser enthalten, können die Speisen später schimmeln und damit verderben.

Eine schnelle und unkomplizierte Alternative zum Trocknen ist es, die Nahrungsmittel einzufrieren. Hierfür eignen sich besonders Beeren, Soßen, Fleisch, Fisch, verschiedene Pürees und Kohlsorten. Einmal aufgetaute Lebensmittel sollten jedoch nicht wieder eingefroren werden. Beeren und Früchte aller Art eignen sich außerdem für die Herstellung von Marmelade. Durch das Einkochen werden Keime abgetötet und der hohe Zuckergehalt wirkt konservierend. Wichtig ist hierbei, die Gläser vor der Verwendung abzukochen, um keine Verunreinigungen in die Marmelade zu bringen.

Getrocknete Lebensmittel richtig lagern

Wie lange die Speisen genießbar sind, hängt auch von der richtigen Lagerung ab. Besonders getrocknete Lebensmittel sollten sorgfältig aufbewahrt werden. Dies schützt vor Verderb oder Insekten, wie Lebensmittelmotten. Wer seine Lebensmittel einkocht oder einfriert, muss keinen Befall von Schädlingen befürchten. Getrocknete Früchte oder Getreide sind jedoch keinesfalls vor Schädlingen sicher. Ein häufig in Haushalten anzutreffender Vertreter ist die Dörrobstmotte. Sie legt ihre Eier bevorzugt in trockenen Kräutern, Getreideprodukten oder gedörrten Früchten ab. Das ist nicht nur unappetitlich, sondern auch gesundheitlich bedenklich. Frisch geschlüpfte Larven ernähren sich von den Lebensmitteln. Dabei hinterlassen sie Stoffwechselprodukte, die dem Menschen bei Verzehr schaden können. Abgesonderte Ausscheidungsprodukte sind darüber hinaus ein Nährboden für Schimmel. Die Speisen werden dadurch ungenießbar und müssen entsorgt werden.

Es reicht nicht, allein die ausgewachsenen Dörrobstmotten zu entfernen und Nahrungsmittel zu entsorgen. Ein erneuter Befall kann dadurch nicht vollständig verhindert werden. Die effektivste Möglichkeit ist es, die Eier zu beseitigen. Dabei helfen die natürlichen Fressfeinde von Lebensmittelmotten: Schlupfwespen sind für den Menschen ungefährlich und ihr Einsatz ist unkompliziert. Erhältlich sind junge Kolonien mit einem Kärtchen aus Pappe. Dieses wird zwischen die Speisen gelegt. Die Schlupfwespen fressen anschließend zuverlässig die Eier der Dörrobstmotten. Diese Art der natürlichen Schädlingsbekämpfung erfordert keine giftigen Chemikalien und löst das Problem schnell. Weitere hilfreiche Informationen zur Bekämpfung von Dörrobstmotten erhalten Sie in diesem Ratgeber.

Fazit: Wenn Sie getrocknete Lebensmittel so lange wie möglich genießbar lagern möchten, sollten Sie von Beginn an einen Schädlingsbefall unterbinden. Einmal eingenistet, können Lebensmittelmotten Ihre Vorräte in großen Umfang verderben. Bereits befallene Speisen sind ungenießbar und müssen entsorgt werden. Um sicherzugehen, können Schlupfwespen eine gute Möglichkeit sein, um unter anderem Dörrobstmotten nachhaltig und natürlich zu bekämpfen.

Bildquellen: marijana1 / Pixabay (Bild 1), Holmes2303 / Pixabay (Bild 2), Lichtbild-Tom / Pixabay (Bild 3).

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