Mt. Hood Tiny House Village, Portland / Oregon (©Tumbleweed Tiny House Company)

 

Stand-, Stellplatz- und Grundstück-Börse für Tiny Houses & Modulhäuser

Träumen Sie noch oder suchen Sie schon? Wer sich daran macht, den Traum vom eigenen Häuschen wahr werden zu lassen, wird möglicherweise als Erstes feststellen, dass er einen wichtigen Punkt bisher unterschätzt hat: die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Gerade wenn man klein und kostensparend bauen möchte, gestaltet sich die Suche nach dem passenden Baugrund oder Standplatz nämlich gar nicht so einfach. Zum einen benötigen Minihäuser wenig Platz, Baugrundstücke sind naturgemäß aber zum Bau von größeren Häusern bemessen, und: Selbst für kleine Grundstücke in Neubaugebieten sieht der Bebauungsplan meist die Bebauung mit Doppelhaushälften vor.
Zum anderen sollen die Kosten für den Baugrund oder Standplatz im richtigen Verhältnis zu den Herstellungskosten des Hauses (und natürlich zum eigenen Budget) stehen. Also konzentriert sich die Suche auf kleine, günstige Grundstücke. Für viele Bauherren muss es noch nicht einmal ein Grundstück zum Kaufen sein, denn: Miet- oder Pachtgrundstücke kommen der Idee von Flexibilität und Kostenersparnis natürlich am nächsten.

Kauf, Pacht oder Miete?

Wer das nötige “Kleingeld” hat und nicht unbedingt gemeinschaftlich wohnen möchte, wird sich nach einem Baugrundstück zum Kauf umsehen. Mit Grundeigentum geht man als Bauherr oder Bauherrin zwar die meisten Verpflichtungen ein, hat aber in der Regel auch den größten individuellen Gestaltungsfreiraum.
Baugrund zur Pacht wird z.B. von Grundstückseigentümern angeboten, die Bauland besitzen, dies in absehbarer Zeit nicht selbst bebauen wollen, jedoch an einer Zwischennutzung interessiert sind. Die Zwischennutzung kann durch Gartenbau, aber auch durch die Bebauung mit transportablen Wohneinheiten erfolgen, wobei die Verpachtung zu Wohnzwecken den größeren Gewinn verspricht. Die Pacht eines Grundstücks unterscheidet von der Miete durch die sog. mögliche Fruchtziehung. Der Begriff “Fruchtziehung” kann wörtlich genommen werden – man darf also z.B. Obst von auf dem Grundstück befindlichen Obstbäumen selbst ernten oder Fische aus dem Teich angeln – aber auch im übertragenen Sinn: Der Pächter darf das Grundstück und ggf. mitgepachtete Räumlichkeiten zur Erzielung von Einnahmen nutzen.
Grundstücke zur Miete dürfen lediglich für den Aufenthalt (ggf. also zum Wohnen) genutzt werden. Für Standplätze auf Campingplätzen werden daher in der Regel Mietverträge geschlossen, für Parzellen in Siedlungsprojekten können es auch Pachtverträge sein.

Was die Erschließungskosten betrifft, so trägt diese in der Regel der Grundstückseigentümer. Vermietet oder verpachtet er sein Grundstück wird er – um diese Ausgaben wieder reinzuholen – die Kosten auf die Miete oder den Pachtzins umlegen. Denkbar sind aber auch Verträge, mit denen sich der Mieter oder Pächter bereit erklärt, diese Kosten zu übernehmen, um im Gegenzug eine sehr geringe Miete bzw. Pacht zahlen zu müssen. Solche Vereinbarungen lohnen sich für Bauherren aber natürlich nur bei sehr langfristigen Verträgen.

Stellplatz oder Standplatz?

In unserer Beratungsarbeit unterscheiden wir zwischen Stand- und Stellplatz. Diese Unterscheidung ergibt sich aus dem Baurecht (und auch aus der Ausweisung von Plätzen in Campingparks). Genaugenommen dienen Stellplätze nur zum Abstellen von Fahrzeugen: Auf Privatgrundstücken wird darauf z.B. ein Pkw geparkt, es kann hier aber auch ein Wohnmobil oder ein Tiny House (ohne Nutzung) abgestellt werden – die “gebäudegleiche Wirkung” darf in diesem Fall (insbesondere nahe der Grundstückgrenze) dennoch nicht außer Acht gelassen werden. Ein Tiny House, das zu Wohnzwecken genutzt wird, darf dagegen nicht auf einem Stellplatz stehen.
Umgangssprachlich werden die Begriffe häufig vermischt: Besonders im Zusammenhang mit dem Platzieren von Tiny Houses auf Campingplätzen wird gerne von “Stellplätzen” gesprochen. Streng genommen müssten abgetrennte Parzellen für (nicht nur Dauer-)Campinggäste als Standplätze bezeichnet werden – diesen kann ein separater Stellplatz für einen Pkw zugeordnet sein. Für Wohnmobile auf der Durchreise gibt es (Übernachtungs-)Stellplätze.
Standplätze zur Miete oder Pacht werden in der Regel mit Infrastruktur angeboten. Bei kompletten Grundstücken kann man sich als Mieter oder Pächter selber um die Anschlüsse, die Gründung des Standplatzes (Verfestigung, Punktfundamente etc.) und die Zuwegung kümmern müssen.

Die Nadel im Heuhaufen

“Klein und günstig” muss – von der Attraktivität der Lage einmal ganz abgesehen – nicht zwangsläufig schon die Lösung beinhalten: Sieht der Bebauungsplan vielleicht eine Mindestgröße für die Bebauung vor oder die Ortsgestaltungssatzung ein bestimmtes Verhältnis zwischen Giebel- und Traufseite des Hauses? Dann kann das kleine kubische Modulhaus, das man sich ausgeguckt hat, an diesem Ort u.U. nicht aufgestellt werden … Aus solchen und vielen anderen Gründen kann sich die Suche nach einem für ein Tiny House oder Minihaus infrage kommenden Grundstück oftmals schwierig gestalten.
Unsere Standplatz- und Grundstück-Börse soll bei der Suche helfen. Wir stellen Ihnen auf der folgenden Seite je nach Verfügbarkeit Standplätze oder Bauplätze für Tiny Houses und Minihäuser vor, die aktuell zu mieten oder zu pachten sind, oder zum Verkauf stehen.
 

Vorschau: Grundstück-Angebote für Tiny Houses und Minihäuser

Hinweis: Es handelt sich hier um Grundstück-ANGEBOTE. Aus Kapazitätsgründen nehmen wir keine Grundstück-GESUCHE in unsere Kartei auf.

Aus der vorstehenden Übersichtsarte können Sie entnehmen, für welche Regionen wir derzeit Angebote in unserer Kartei haben (die Übersichtskarte wird ständig aktualisiert). Angaben zu den einzelnen Grundstückangebote finden Sie in unserer

   Liste der Grundstück-Angebote für Tiny Houses und Minihäuser   [Premium-Content]

 
Wenn Sie selber Grundstückseigentümer oder Gemeindevertreter sind und ein entsprechendes Grundstück – ggf. auch mit mehreren Bau- oder Stellplätzen – anbieten können, freuen wir uns, wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen.