baufeuchte

Als Materialien für Mini- und Kleinhäuser kommen alle herkömmlichen Baumaterialien in Frage. Auch der Massivbau mit Ton- oder Lehmziegeln ist in diesem Bereich üblich und möglich. Durch den hohen Wassereintrag im Bauverlauf muss hier beim Einzug auf ein trockenes Klima geachtet werden. Unterstützt werden kann dies durch eine Bauwerkstrocknung.

Bautrocknung – die Technologie

Hohe Restfeuchtigkeit im Bauwerk verzögert nicht nur den Einzug, sondern kann bereits im Bauablauf störend wirken und die Weiterarbeit verhindern. Wirksame Bautrocknungsgeräte schaffen hier Abhilfe. Die Feuchtigkeit aus der Luft wird entweder über Kondenstrockner aufgenommen, sozusagen aufgesaugt. Alternativ kann die Trocknung durch Warmluft, die über einen speziellen Schlauch, einen sogenannten Spiralschlauch, eingeblasen wird, realisiert werden. Betrieben werden können die Trocknungsgeräte mit elektrischem Strom, Erdgas oder Erdöl. Am ökologischsten ist natürlich der Betrieb mit Solarstrom aus einer bereits monierten PV-Anlage.

Zum Einsatz kommen Trockner auch nach einem Wasserschaden oder um nach einer Mauerwerkstrocknung die Restfeuchte aus den Wohn- und Kellerräumen zu entziehen.

Wie Bauwerksfeuchte entsteht

Bei der Errichtung eines Hauses in Massivbauweise werden große Mengen an Wasser verarbeitet. Wie sich das auf die Baufeuchte auswirkt, hängt insbesondere mit der Witterung und dem Bauzeitpunkt zusammen. Besonders dann, wenn das Gebäude im Herbst fertiggestellt ist, bleibt durch die kühlen Temperaturen und die hohen Anforderungen an die Dichtigkeit eines Gebäudes nur wenig Zeit, um die Restfeuchte auf natürlichem Wege austrocknen zu lassen. Keinerlei Probleme dieser Art ergeben sich, wenn das Tiny House als Massivholzbau errichtet wird. Ein Wassereintrag entsteht dann in der Regel nur beim Bau der Bodenplatte.

Die natürliche Bauwerkstrocknung

Trocknet ein Bauwerk auf natürlichem Wege aus, dann geschieht dies durch einen permanenten Luftzug, der zum Beispiel durch regelmäßige Stoß- und Querlüftungen erzeugt werden kann. Allerdings funktioniert dieses Prinzip meist nur schlecht in verwinkelten Bereichen, unter geschlossenen Treppen oder an Übergangsstellen zum Trockenputz. Hier muss besonders gründlich geprüft werden, ob im Laufe der Zeit eine angemessene Trocknung erfolgt. Ist dies nicht der Fall, sollte unbedingt mit einer technischen Bautrocknung nachgeholfen werden.

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