Architektenhütten – für Entwicklungsländer

Die Idee ist nicht neu, immer wieder entwerfen Architekten, Designer und Bauunternehmen günstige und einfach zu errichtende Behausungen, die als Notunterkünfte nach Katastrophen oder als Dauerlösungen in Entwicklungsländern dienen können, wie z.B. AbleNook, HabiHut, das Cardboard House und einige andere.

Eine schicke Lösung, wie könnte es anders sein, kommt von BSB Design, einem US-amerikanischen Architekturbüro. Doug Sharp und seine Kollegen entwickelten Abod Shelters, parabelförmige Welldachhütten, die sich sehen lassen können:

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BSB Design Abod Exterior 1.jpgEigentlich befasst sich der Architekt Doug Sharp mit völlig anderen Bauvorhaben: Entwürfe für Hotels und öffentliche Gebäude, luxuriöse Villen mit Pool, aber auch mit Spielhäusern für Sprösslinge, die sonst schon alles haben. Als Sharp in Afrika einen Slum besuchte und sah, in welchen Umständen die Menschen dort leben, entstand die Idee ein Zuhause für die Slumbewohner zu entwerfen; stabil, aus leichten Materialien, aufstellbar von einer Familie in einem Tag, und natürlich günstig.

Das Ergebnis dieser Idee sind die Abod Shelters, die trotz ihrer schlanken Form jeweils eine ganze Familie beherbergen können. Die Hülle besteht aus gewelltem, lichtdurchlässigem Plastik, sodass es auch tagsüber im Inneren der Hütte hell ist. Mit ihren 16 qm, auf denen Sharp zur Schlafempore noch Stockwerkbetten oder eine Couch, eine Kochstelle, einen Tisch, Dusche und Toilette eingeplant hat, sind sie ein wahres Raumwunder, ähnlich den rollenden Tiny Houses in den USA.

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Innovation Design from Abod Shelters.

Mit bis zu 6.000 Dollar inklusive Transport ist die Hütte insbesondere für Slumbewohner nicht erschwinglich, kann aber im Rahmen von Hilfsprojekten gespendet werden. Und halten soll sie immerhin 30 Jahre.