Ratgeber Bauen-
der Akkuschrauber

Wie wir hier bereits erläutert hatten, sind Akkugeräte wichtige Tools innerhalb des Werkzeugkastens eines jeden Handwerkers. Ganz besonders ein Akkuschrauber ist unerlässlich: Ob lediglich Schrauben in Dübel gedreht, massive Holzteile miteinander verschraubt und dazu auch vorgebohrt werden soll, Schrauben von Hand einzudrehen, kann eine ermüdende Angelegenheit sein. Der Akkuschrauber ist hier eine große Erleichterung für die Arbeit und bei Baumaßnahmen im Außenbereich ohne Stromanschluss ohnehin unerlässlich. Wir listen Ihnen hier vier Merkmale auf, die den Ausschlag bei der Kaufentscheidung geben können …

Augen auf vor dem Werkzeugkauf!

Neben einer Beratung durch Fachverkäufer werden Sie sicher, wie die meisten Verbraucher vor dem Kauf eines Produktes auch online Informationen einholen, um damit einen möglichst neutralen Eindruck zu erhalten: Kundenbewertungen, Produkttests von Stiftung Warentest etwa oder vergleichende Tabellen auf speziellen Websites können helfen, sich ein umfassendes Bild von dem betreffenden Produkt zu machen. Auf verschiedenen Vergleichsseiten werden auch explizit Werkzeuge unter die Lupe genommen. Seiten wie www.werkzeug-abc.de haben es sich zum Ziel gesetzt, die günstigsten Akkuschrauber aufzuzeigen, die gleichzeitig eine hohe Leistung bringen. Geräte für den Heimwerker gibt es schon für unter 30 Euro. Im empfehlenswerteren Profi-Sortiment der verschiedenen Hersteller sind entsprechend robuste Werkzeuge für um die 100 Euro erhältlich. Durch die kabellose Anwendung erleichtern akkubetriebene Werkzeuge die handwerklichen Tätigkeiten enorm und rechtfertigen damit eine Anschaffung. Die Leistung und die Verarbeitung des Gerätes sind Kriterien, die den Kaufpreis bestimmen, aber auch die Ladegeschwindigkeit des Ladegerätes spielt hier mit.

Tipp #1: Beim Kauf auf Akku und Leistung achten

Beim Kauf eines Akkuschraubers ist zu empfehlen, dass man auf jeden Fall auf die Akkukapazität und die Leistung im Allgemeinen achtet. Es gibt viele unterschiedliche Preiskategorien auf dem Markt. Je länger der Akku hält, desto länger kann der Handwerker arbeiten. Eine Stunde sollte das mindestens sein. Es gibt aber auch Akkus, die halten zwei Stunden oder mehr. Wenn ein zweiter Akku im Lieferumfang integriert ist, ist das ein großer Vorteil für den Heim- oder Handwerker. So gibt es keine Zwangspausen und der nächste Akku liegt schon bereit. Die Leistung des Gerätes entscheidet, ob man auch härtere Materialien schrauben oder beim Kombi-Gerät bohren kann. Das Drehmoment von 40 Nm ist hierbei auf jeden Fall zu empfehlen.

Tipp #2: Mit integriertem Elektromotor leichtere Schraubarbeiten

Der integrierte Elektromotor erleichtert alle Schraubarbeiten und der Handwerker kommt definitiv weniger zum Schwitzen. Auch bei Überkopfarbeiten, wenn sehr viele Schrauben angezogen werden müssen, ist dieses Gerät eine absolute Erleichterung. Eine integrierte Bohrfunktion hilft, dieses Werkzeug zum echten Multitalent zu machen. Der Akku-Bohrschrauber ermöglicht Bohren und Schrauben an Wänden und auf Holz. Zwei Werkzeuge in einem, das ist die beliebteste Variante.

Tipp #3: Integrierte LED Lampe

Mit einer integrierten LED Lampe, die die Wand oder das Holz anleuchtet, wird die Arbeit enorm erleichtert. Der 3,6 Volt Akku ist die Regel und ein Bitaufsatz, der einen Rechts-Links-Lauf aufweist ist ebenfalls ein Muss für einen guten Schrauber. Bei allen Schraubarbeiten unterstützt das LED-Licht die Arbeit positiv. Meist sind im Set viele Bits enthalten und der Hersteller liefert die wichtigsten Utensilien mit. Wenn die Bits magnetisch sind, wird das Aufstecken erleichtert. Weitere Kriterien, die den Preis und die Qualität bestimmen, sind die Akkukapazität, der maximale Drehmoment, das Schlagwerk und das Gewicht des Schraubers.

Tipp #4: Markentreue oder „Cordless Aliance System“

Anders als bei Batterien gibt es bei Geräteakkus bedauerlicherweise keine übergreifende Norm bezüglich der . So bietet jeder Hersteller eigene Akkus an. Diese passen nicht für Geräte anderer Marken, sehr wohl aber für die unterschiedlichten Geräte derselben Marke – egal, ob Rasentrimmer, Kettensäge oder Baustellenradio. Das derzeit größte Akku-System bietet Makita an: Mit dem selben 18V Li-Ion Akku können über 270 verschiedene Werkzeuge und Gartengeräte betrieben werden. BeiBosch sind es 70+ Profigeräte und bei Ryobi sind es immerhin 35 Werkzeuge und Gartengeräte. Neben der Anzahl der Geräte ist auch die Kompatibilität zwischen den Akku-Generationen von Belang und ob die Akku-Geräte, die Sie bereits in Ihrem Werkzeugkoffer haben, mit 12V oder 18V betrieben werden.

Eine begrüßenswerte Alternative zu dem Akkusystem-Zwang gibt es seit 2018: Die Unternehmen Metabo, Rothenberger, Mafell, Eisenblätter, Collomix, Haaga, Starmix, Eibenstock und Steinel haben sich zur Marke „CAS“ zusammengeschlossen – inzwischen haben sich noch Rokamat, Edding, Fischer und Birchmeier angeschlossen. Sie nutzen für ihre Geräte das herstellerübergreifende Cordless Aliance System, das auf dem 18V-Akku-System von Metabo basiert, welches seit 2009 gerenationenübergreifend kompatibel ist.

Aus den vorgenannten Punkten können Sie schließen, dass sich einiges an Geld sparen lässt, wenn Sie sich für ein bestimmtes Akku-System entscheiden. Für alle Akku-Werkzeuge (und gegebenenfalls Akku-Gartengeräte benötigen Sie in diesem Fall nur eine Ladestation und zwei Akkus – einen für den sofortigen Betrieb und einen zum Wechseln.

Fazit

Ein Akkubohrer ist ein Muss in jedem Werkzeugkasten des Hobby- oder Profi-Handwerkers. Er erleichtert alle Schraubarbeiten enorm. Wer sich für ein Kombi-Gerät entscheidet, kann zudem Bohren und Schrauben gleichzeitig. Beim Kauf eines Schraubers sollte man auf die Akkukapazität und die Leistung des Gerätes achten. Sogar Überkopfarbeiten und Arbeiten an harten Gegenständen werden so enorm erleichtert.

Bildquellen: Michael Schwarzenberger / Pixabay (Bild 1), Myriams-Fotos / Pixabay (Bild 2), naetoo / Pixabay (Bild 3)

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