Gesundes Licht: Was ist das und wo kommt es her?

gluehbirne

Selbst das kleinste Haus kommt nicht ohne Licht aus. Doch welche Technik sollte es sein? Glühbirnen werden nach und nach aus den Läden verbannt, LEDs und Halogenleuchten dominieren den Markt. Allerdings wird dabei nur selten die Frage nach „gesundem Licht“ gestellt. Was das ist und welche Leuchte dazu am besten geeignet ist, dazu im Folgenden mehr:

Glühbirnen – besser als ihr Ruf

Die meisten unserer Leser wird es nicht überraschen: Die klassische, inzwischen verbotene Glühlampe emittiert das gesündeste Licht. Das heißt nicht, dass LEDs und Halogen per se „ungesund“ sind – die Glühbirne strahlt jedoch das natürlichere Licht aus. Aber wie wird gesundes Licht überhaupt definiert? Ganz einfach: Je ähnlicher das künstliche Licht dem Sonnenlicht ist, desto besser. Vor allem abends ist eine Lichtquelle, mit einem möglichst natürlichen Rotanteil im Spektrum (Glühbirne oder auch Kerzenlicht) anderen Quellen mit starkem Blauanteil (Computermonitor und TV) vorzuziehen, denn ein hoher Blauanteil bremst die Melatoninausschüttung, die wir für einen gesunden Schlaf benötigen. Bei der Wahl des Leuchtmittels, dessen Farbspektrum für gewöhnlich zwischen den genannten Extremen liegt, lohnt es sich also auf alle Fälle auf ein möglichst natürliches Spektrum zu achten. Im Shop von Lampenwelt.de können Sie sich inspirieren lassen, mit welchen Leuchtmitteln und Leuchten sich Ihr Zuhause ausstatten lässt.

Gesundes Licht auch ohne Glühbirne

Die gute alte Glühbirne hat also auch ihre Vorteile. Auch wenn es unbestritten ist (und bleibt), dass ihre Energieeffizienz um einiges schlechter ist, als die moderner Leuchtmittel, ist gesundes Licht lebenswichtig, denn die Qualität des Lichts beeinflusst unser Wohlbefinden in hohem Maße. Dazu gab es inzwischen genügend Studien mit klarem Ergebnis: Sowohl in Arbeitsstätten als auch in Privathaushalten trägt gesundes Licht zu Produktivität und Lebensqualität bei. Zur Qualität des Lichts in Wohnräumen lässt sich bei Hausbau und Einrichtung zum einen durch die Wahl von Fenstern beitragen, die trotz Wärmeschutzverglasung noch einen hohen Lichtanteil hindurchlassen, und zum anderen durch gezielt ausgewählte Leuchtmittel.

farbspektrum

Glühbirnen sind nur noch sehr eingeschränkt erhältlich; nämlich in Shops, die sich einen großen Vorrat gesichert haben und aus diesem noch verkaufen. Ist das Lager leer, wird es keinen Nachschub mehr geben. Danach lässt sich bis auf Weiteres noch auf „stoßfeste“, für Handwerker gedachte Glühbirnen ausweichen. Diese haben allerdings einen noch schlechteren Wirkungsgrad als herkömmliche Glühlampen (Effizienzklasse E-G). Ansonsten gilt es, mit dem Vorhandenen vorlieb zu nehmen.

Halogen oder LED?

LEDs haben den Markt erobert, da sie ein breites Lichtspektrum abdecken und ein Maximum an Effizienz bieten. Allerdings: Geht es um die Gesundheit, ist Halogen besser. Halogenlampen sind genau wie Glühbirnen glühende Körper, auch Temperaturstrahler genannt; die Frequenz, mit der sie ihr Licht abstrahlen, wird vom Menschen als besonders angenehm wahrgenommen, da es sich hierbei um ein sonnenlichtähnliches kontinuierliches Vollspektrumlicht handelt. Außerdem haben Halogenlampen einene sehr gute Farbwiedergabe. Ihr Nachteil liegt in einer im Vergleich zur Glühbirne nur unwesentlich höheren Lichtausbeute pro Watt. LEDs basieren dagegen auf einem völlig anderen technischen Prinzip, da sie Elektrolumineszenz ausstrahlen. Sie fallen daher auch nicht in die Kategorie der glühenden Körper bzw. Temperaturstrahler, sondern sind Kleinelektrogeräte die u.a. aus Vorschaltgerät, Sockel, Transformator, Kondensator und LED-Modul bestehen. Durch ihre Funktionsweise entstehen relativ hohe elektrische und magnetische Wechselfelder und hochfrequente Wellen. Auch kommt ihr Farbspektrum – selbst das warmweißer LEDs – nicht an das natürliche Spektrum des Sonnenlichts heran.
Übrigens: Die Verwendung von Kompaktleuchtstofflampen, welche gemeinhin als „Energiesparlampen“ bezeichnet werden, ist aufgrund ihrer vielen Nachteile – lange Reaktionszeit, schlechte Rotwiedergabe, Ausdünstungen, Flackern, starke elektromagnetische Felder und Quecksilbergehalt – nicht empfehlenswert.

Fazit: Der Mix aus LED, Halogen und Glühbirne macht es. Wer sein Kleinhaus also möglichst gesund gestalten möchte, sollte in der Leseecke und am Esstisch so lange wie möglich auf Glühbirnen und ansonsten auf Halogen setzen. In Kombination mit LEDs für eine indirekte Beleuchtung unter Schränken, in Regalen oder entlang der Treppe ergibt sich letztendlich die beste Optik.

Bildquellen: © Digital Vision/Photodisc/thinkstock (Bild 1), www.led-sparrechner.de (Bild 2)

Ein Kommentar
  1. Pingback: Anonymous

Hinterlassen Sie einen Kommentar