schubkarreDie Eisheiligen sind vorbei, das heißt man kann nun getrost auch frostempfindliche Kübelpflanzen wie Datura oder Jasmin – die man als TinyHouse-Bewohner mangels Platz über die kalte Jahreszeit bei netten Menschen eingelagert hat – ins Freie tun. Damit, und mit den alten, vom Moos befreiten Gartenmöbeln, sieht die Terrasse gleich schon etwas einladender aus.
Neben Unkrautzupfen und dem Rückschnitt von allzu üppig wuchernden Pflanzen können sich ambitionierte und an zumindest teilweiser Selbstversorgung interessierte Gärtner auch dem Gemüseanbau widmen.

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Tipps für „Urban Gardening“

Ein empfehlenswertes Buch, das als Anleitung zum „Urban Gardening“ dienen kann, also zum Gärtnern auf kleinstem Raum auch in der Stadt, ist übrigens „Der kleine Selbstversorger“ von Deanna Caswell und Daisy Siskin: Neben einer Erläuterung der Gründe für und wider das einfache Leben gibt es darin eine Anleitung zum Bau eines Hochbeets und Empfehlungen für unempfindliche Pflanzen, die auch Anfängern eine gute Ernte versprechen, sowie Kapitel über Hühner- und Miniziegenhaltung und Imkerei.

Wer um sein Häuschen herum keinen Platz für ein Gemüsebeet hat, findet unter Umständen ganz in der Nähe einen Bauern, der ihm für die Saison einen sogenannten Bifang – einen schmalen Ackerstreifen – verpachtet. Im Münchner Umland ist hierfür auch das UNSER LAND-Netzwerk eine gute Anlaufstelle. Dieses organisiert die Vergabe von Sonnenäckern an Hobbygärtner. Die Anmeldung findet allerdings immer vor der Aussaat- und Pflanzzeit im März/April statt und ist somit für dieses Jahr schon abgeschlossen. Wer sich gedanklich schon auf die Pacht eines Ackerstreifens im kommenden Jahr vorbereiten will oder aber noch ein Plätzchen zum Bepflanzen im eigenen Garten hat, der findet auf der Seite des Netzwerks gute Tipps für den Gemüseanbau und die optimale Kombination verschiedener Pflanzen, um einem Schädlingsbefall auf natürliche Weise vorzubeugen und Erträge durch robuste Pflanzen zu steigern. Hier daraus ein paar Tipps für den aktuellen Zeitraum:
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Ab Mitte Mai können Freilandtomaten und -paprika, Sellerie, Zucchini, Artichoken und Fenchel ausgepflanzt werden. Außerdem findet jetzt die Aussaat von Salat- und Essiggurken, Kürbis, Mais, Busch- und Stangenbohnen, sowie Roter Beete statt. Fenchel fühlt sich dabei neben Gurken und Salbei sehr wohl, und Tomaten kommen u.a. neben Buschbohnen gut.

Der Garten als Wellness-Oase

Nun soll es ja auch Kleinhaus-Besitzer geben, denen die Selbstversorgung weniger wichtig ist und die den Garten als eine Oase der puren Entspannung erleben und anlegen möchten. Auch für diese haben wir natürlich Tipps zum Saisonstart: Wer die Vorfreude auf sommerliche Temperaturen steigern will und den entsprechenden Tatendrang hat, kann die Anlage eines kleinen Schwimmteiches in Angriff nehmen, ansonsten könnte auch eine Solardusche für den Garten (wie z.B. links im Bild, gesehen bei www.jago24.de) für wohltemperierte Abkühlung sorgen. „Wohltemperiert“ deshalb, weil das in der Duschsäule integrierte Solarmodul das Wasser auf bis zu 60 Grad erwärmen kann. Ohne Stromanschluss, nur mit Gartenschlauch, und dennoch genau das Richtige für – pardon – „Warmduscher“.

Bildquellen: Lupo / pixelio.de (Bild 1),  sergign / fotolia.com (Bild 2), jago24.de (Bild 3)

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