So werden Minihäuser und Wohnmodule zur Wellnessoase

Wer vom Leben in einem Minihaus träumt, erhofft sich neben einem kostengünstigen eigenen Dach über dem Kopf in der Regel auch mehr Lebensqualität. Dass diese Erwartung meist erfüllt wird, hängt damit zusammen, dass die Mehrheit der Menschen, die sich räumlich verkleinern, zuvor einen weniger minimalistischen Lebensstil verfolgt haben. Die durch den Umzug nötige „Reduzierung auf das Wesentliche“ mit der Entledigung allen angesammelten Ballastes bringt also zumeist – so berichten es nicht nur Tiny-House-Bewohner, sondern die meisten Menschen, die sich zum Ausmisten und Entrümpeln entschlossen haben – ein Wohlgefühl mit sich.

Auch anders herum kann aber „ein Schuh daraus werden“: Mehr Lebensqualität durch ein Minihaus versprechen sich ebenso Menschen, die durch ein Mikrohaus zusätzlich zum bereits vorhandenen Wohnhaus weiteren Raum schaffen wollen – zum ungestörten Arbeiten, als Therapieraum oder als kleiner Wellnesstempel. Wer – nicht nur aus finanzieller Sicht, sondern auch unter baurechtlichen Aspekten betrachtet – das Glück hat, sich zu diesen Zwecken ein Wohnmodul in den Garten stellen zu können, der wird möglicherweise feststellen, dass sich die Wohnsituation durch eine solche Ausgliederung entspannt.
Büromodule und Gartenstudios hatten wir schon in verschiedenen früheren Artikeln vorgestellt. Abgesehen von unserem Bericht über Saunamodule für den Garten ist das Thema „Wellness“ jedoch definitiv zu kurz gekommen. Das mag darin begründet sein, dass Minihäuser thematisch auch mit der Suffizienzdebatte verknüpft sind: Was braucht es für ein gutes Leben? Was genügt? Ist ein Mini-Spa im eigenen Garten überflüssiger Luxus oder kann es zu einem „guten Leben“ beitragen? Entscheiden Sie selbst! Wir stellen Ihnen hier verschiedene Beispiele für die Schaffung einer privaten Wellnessoase vor:

Eine Gartenlounge mit elegantem, fast schwerelosem Design

Keine Frage, praktisch jedes Wohnmodul lässt sich zu einem kleinen Spa ausbauen: Sauna, Dusche Ruheraum – und ein Tauchbecken vor der Türe. Mehr braucht es im Grunde nicht. Da zu „Wellness“ aber auch die Optik passen muss und auf Schadstofffreiheit besonders geachtet werden sollte, empfehlen wir einem der speziell für diese Nutzung entwickelten Modelle den Vorzug zu geben.
Das baden-würrtembergische Holzbauunternehmen Ettwein z.B. hat ein optisch sehr ansprechendes hochwertiges Modul entwickelt, die Ettwein Gartenlounge, in der sich – auch dank verspiegelten Fensterfronten – wunderbar relaxen lässt.

Glamping in Warwickshire

Wer ein Faible für Tiny Houses hat und gerne in Bildergalerien im Netz stöbert, wird sicher schon auf das Bild eines Tiny Houses mit Außen-Whirlpool gestoßen sein. Wer Lust auf so ein Urlaubsdomizil hat, wird bei Tinywood Homes in Warwickshire/England fündig.

„Tiny House mit Whirlpool??? Recht dekadent!“ mag man meinen. „Speziell im Falle eines Ferienhauses, wie dem von TinyWoodHomes, ein schönes Feature“, meinen wir.
Zum einen um Platz zu sparen, zum anderen aus ökologischen Gründen (Stichwort „Wasserverbrauch“) werden in Minihäusern vornehmlich lediglich Duschen eingeplant, keine Badewannen. Ein Außen-Whirlpool, wie er z.B. bei der Firma Viva Aqua GmbH zu finden ist, kann eine gute Lösung sein, den „Badebereich“ nach draußen zu verlagern.

Tiny Houses mit Spa(ss)-Faktor

Neu auf dem Markt – mit den Modellen TINY LOFT One, One Wellness und TINY LOFT Two – ist das Architekturbüro Hartfiel & Co. mit der Marke Tiny Loft. Das One- und das Wellness-Modell dieses Anbieters bezaubert durch den typischen Tiny-House-Look und ist mit einem kleinen Wohnbereich mit Sitz- und Kochmöglichkeit sowie einem relativ großzügigen Badbereich mit Badewanne (!) und einem Schlafloft ausgestattet. Anders als die eher kubischen Modelle der meisten Modulhaus-Anbieter bringt dieses „Spa House“ etwas romantisches Flair in den Garten. Und durch die Ausstattung mit Schlafloft lassen sich hier auf kleinstem Raum ganze Tage und Nächte verbringen.

Bildquellen: Okan Caliskan / Pixabay (Bild 1), Werner Ettwein GmbH (Bild 2), Tinywood Homes (Bild 3), TINY LOFTS (Bild 4)

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