Hereinspaziert! – Der Eingangsbereich im Kleinhaus

stauraum-unter-treppeIm vorhergehenden Artikel hatten wir bereits ein paar Punkte aufgelistet, die den Eingangsbereich eines kleinen Hauses barrierefrei machen. Klar im Vorteil sind Bauherren, die von Grund auf neu planen und sowohl Barrierefreiheit, als auch Bewegungsfreiheit und Stauraum im Eingangsbereich mit einplanen können. Beim Altbestand kann es gerade bei kleinen Häusern im Eingangsbereich recht eng zugehen. Natürlich sollen reine Verkehrsflächen soweit wie möglich vermieden werden, der Eingangsbereich entscheidet jedoch über den ersten Eindruck, den Besucher vom Inneren des Hauses bekommen. Daher ist es ratsam, diesen möglichst licht und aufgeräumt zu gestalten.

Stauraum schaffen im Flur

Gut geplant kann sich der Eingangsbereich von Kleinhäusern als Stauraum eignen. So lassen sich, wenn im Flur eine Treppe ins Obergeschoss führt, darunter Apothekerschränke oder Schubladen einbauen. Diese tragen zu einem “cleanen” Einruck bei: glatte Flächen ohne Schnickschnack, kein Krimskrams, der herumliegt. Schlüssel für Haus und Auto, die man gerne mal im Flur auf eine Ablage wirft, lassen sich auch sehr gut in Schlüsselkästen aus Aluminium verstauen. Die verhindern nicht nur das ständige Suchen nach dem Schlüssel und passen zu beinahe jedem Einrichtungsstil, Schlüsselkästen innerhalb der eigenen Wohnung können Hausbesitzer auch vor unschönen Überraschungen bei einem Einbruch schützen. Finden Einbrecher nämlich den nachlässig abgelegten Hausschlüssel, so muss die Hausratversicherung nicht für einen entstandenen Schaden aufkommen.

Ein Stauraum unter der Treppe kann sich auch zum Verstauen der Winterkleidung eignen und selbst die Garderobe kann in einem breiten Auszug untergebracht werden. Wer sich keine maßgefertigten Einbaumöbel leisten will, kann in einer vorhandenen Nische z. B. mit Küchenoberschränken einen geschlossenen Stauraum über der Garderobe schaffen. In den Boden integrierte Downlights ergeben einen modernen Look, der gut mit dem Design des Schlüsselkastens harmonieren kann.

Farbe für den Eingangsbereich

Der Flur eines Kleinhauses lässt sich nicht nur durch den richtigen Ausbau optisch vergrößern. Ebenso wirkungsvoll ist der Einsatz von Farben: Bei der Auswahl der Wandfarbe sollten Sie auf helle Farben, also auf Pastell- oder Weißtöne setzen. Diese machen kleine Räume freundlicher und weiten die betroffenen Bereiche optisch. Wer nicht auf kräftige Farben verzichten möchte, der kann hier den Fokus auf die Stirnseite des betreffenden Raumes legen. Alternativ lassen sich auch Farbakzente durch einzelne farbige Einrichtungselemente setzen.

Der Eingangsbereich als Aushängeschild

Ein Einrichtungsstil, der eine durchgängige Linie erkennen lässt, wirkt in aller Regel ansprechender als ein unmotiviertes Durcheinander. Der Eingangsbereich sollte deshalb bereits den Einrichtungsstil des Hauses aufgreifen. Anders verhält es sich natürlich, wenn Sie bewusst in einem Stilmix einrichten möchten oder gar jeder Raum in einem anderen Stil eingerichtet werden soll. Dann können Sie sich natürlich auch im Flur gestalterisch austoben. Bei einem Stilmix ist wichtig, dass sich auffällige Kontraste ergeben, die Stilrichtungen also nicht zu nah bei einander liegen. Nur dann ist die Intention klar erkennbar und eine entsprechende Wirkung garantiert.
Achten Sie also bei der Gestaltung des Eingangsbereiches genau drauf, welche Wirkung Sie auf Ihre Besucher erzielen möchten. Ob Sie z. B. Minimalismus als Lebenshaltung vermitteln möchten oder eher gelebte, überbordende Kreativität …

Bildquelle: dornob.com (Bild 1), Ute Günther INNENARCHITEKTUR & DESIGN via Houzz.de (Bild 2)