Der Umwelt zuliebe: Holzgartenmöbel mit FSC-Zertifikat

Heutzutage muss bekanntlich alles ökologisch wertvoll, grün und möglichst natürlich sein – und das gilt ganz besonders auch in Bezug auf den eigenen Garten. Der Verzicht auf chemische Reinigungsmittel und Pestizide versteht sich für die meisten nachhaltig denkenden Gartenbesitzer dementsprechend von selbst. Trotzdem sind in vielen grünen Oasen noch immer Gartenmöbel aus Plastik zu finden. Dabei gibt es mittlerweile zahlreiche natürliche Alternativen, zum Beispiel nachhaltig hergestellte Tische, Stühle und Liegen aus Akazienholz, Rattan oder auch Teak. Ja, Sie haben richtig gelesen: Auch Tropenholz kann nachhaltig sein. Allerdings sollte man dabei vor allem auf ein Detail ganz besonders achten: Die sogenannte FSC-Zertifizierung.

Dabei handelt es sich um ein Label des Verbandes “Forest Stewardship Council”, auf das wir später noch etwas genauer eingehen werden. Vorab sei gesagt, dass es zwar noch diverse andere Gütesiegel gibt, die angeblich beweisen sollen, dass die damit ausgestatteten Gartenmöbel im Einklang mit der Natur hergestellt wurden, doch außer dem FSC wird bislang keines dieser Siegel von den nationalen und internationalen Umweltorganisationen offiziell anerkannt und akzeptiert. Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, gehen wir in diesem Artikel näher auf das Thema “Holzgartenmöbel” ein und zeigen, welches Holz sich am besten eignet, auf welche Dinge man bei dem Kauf des Gartenmobiliars definitiv achten sollte und warum das FSC-Siegel tatsächlich vertrauenswürdig ist …

 

Gartenmöbel aus Holz – worauf sollte man achten?  

Ob Douglasie, Buche, Robinie oder Gartenmöbel aus Akazie – wer sich und seinem Garten etwas Besonderes gönnen möchte, steht vor der Qual der Wahl. Doch neben der Auswahl der passenden Holzart gibt es noch einige weitere Dinge, auf die es zu achten gilt:

Zum einen sollte das Mobiliar natürlich möglichst lange halten und dementsprechend wetterbeständig sein. Die meisten Holzgartenmöbel sind zwar bereits lasiert, doch ohne die richtige Pflege nutzt sich dieser Schutz schnell ab. Daher muss sich der geneigte Gartenfreund darüber im Klaren sein, dass Gartenmöbel aus Holz mindestens zwei Mal pro Jahr gereinigt und mit einem passenden und natürlich chemiefreien Schutzöl behandelt werden müssen.

Zum anderen sollte die Möglichkeit bestehen, die Gartenmöbel aus Holz über die kalten und nassen Wintermonate einlagern zu können – im Optimalfall an einem windgeschützten Ort wie der Garage oder dem Keller. Wer diese Möglichkeit nicht hat, kann das Mobiliar alternativ dazu auch mit einer wetterfesten Plane abdecken. Allerdings sollten die Tische und Stühle davor und danach ausgiebig gewachst werden, um sie vor Nässe und sonstigen Umwelteinflüssen zu schützten. Und laut den Garten-Experten des Bayerischen Rundfunks sollte man dazu am besten nur nachhaltige Pflegeprodukte, warmes Wasser und eine Wurzelbürste beziehungsweise ein sauberes Baumwoll- oder Leinentuch verwenden.

 

Welche Holzart ist ökologisch gesehen am sinnvollsten? 

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich tatsächlich die meisten Holzarten für die Herstellung von Gartenmöbeln eignen. Nicht zuletzt in Bezug auf die ökologischen Gesichtspunkte empfiehlt es sich jedoch auf heimische Hölzer, wie zum Beispiel Ahorn, Birke oder Esche zurückzugreifen. Wichtiger als die Holzart selbst ist allerdings der Nachweis, dass das Material für die Herstellung der Gartenmöbel auch tatsächlich aus einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stammt. Der Verband Forest Stewardship Council (kurz FSC), bei dem es sich übrigens um eine sogenannte Nicht-Regierungs-Organisation handelt, verfolgt in der Hauptsache genau dieses Ziel: Eine umweltverträgliche und sozial verantwortliche Bewirtschaftung des Waldes zu garantieren. Aus diesem Grund sollte man auch darauf achten, dass die Gartenliegen, Terrassentische, Stühle und Sitzbänke über ein FSC-Zertifikat verfügen.

Aber was macht dieses Warenzeichen eigentlich derart vertrauenswürdig? Um das Gütesiegel des Verbandes zu erhalten, müssen die Forstbetriebe, bei denen die Hersteller das Holz für die Gartenmöbel einkaufen, zahlreiche Auflagen erfüllen und strenge Regeln befolgen. Dazu gehört unter anderem der Verzicht auf genmanipulierte Baumarten und jede Art von Pestiziden, sowie die Bedingung, dass die Artenvielfalt in der Region geschützt werden und erhalten bleiben muss. Abschließend sei gesagt, dass allein in Deutschland rund zwölf Prozent (was in etwa 1,3 Millionen Hektar entspricht) der Waldfläche FSC-zertifiziert ist – weshalb man sich auch keine Sorgen darüber machen muss, dass man das FSC-Siegel nur bei überteuerten Nischenprodukten finden kann.

Bildquellen: Unsplash (Bild 1), houzz.de (Bild 2+3)

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