Ressourcen ökologisch nutzen: das Wasser

Ob nun in der großen Villa oder dem Tiny House, Ressourcen sollten geschont werden. Besonders in Zeiten enormer Verschwendung und maßlosem Konsum ist es wichtig, ein Zeichen zu setzen und sich mit Nachhaltigkeit auseinanderzusetzen. Wasser sichert das Überleben auf der Erde. Wird es knapp, ist auch das Leben in Gefahr. So weit ist es in den gemäßigten Breiten in der Regel zwar nicht – selbst nach einem rekordverdächtigen Sommer wie in diesem Jahr ist die Wasserversorgung nicht in Gefahr – dennoch kann man schon heute einiges tun, um Wasser nicht nur ökologisch zu verwenden, sondern auch nachhaltig zu bewahren.

Die tägliche Wasserverschmutzung

Auch wenn wir kein Öl in Gewässer schütten oder Müll in Seen deponieren, an der Wasserverschmutzung haben wir alle unseren Anteil. Übermäßiger Medikamentenkonsum, Duschcremes mit Mikroplastik und das Waschen tragen zur Wasserverunreinigung bei. Die Kläranlagen filtern zwar den Großteil des Unrats und der Rückstände wieder heraus, doch das ist mit immensen Kosten verbunden und Mikroplastik und Medikamentenrückstände bleiben meist dennoch im Wasser. Dem kann man vorbeugen, angefangen bei der Waschmaschine. Hier kann man mit angepassten Dosierungen arbeiten und auch nur bei vollen Trommeln die Maschine laufen lassen.  Gute Feinwaschmittel mit Öko-Siegel können darüber hinaus helfen, die Gewässer zu schonen.

Weg vom Grundwasser

Eigentlich sollte man sich schlecht fühlen, gutes Grundwasser für Dinge wie das Waschen, die Toilette oder das Duschen zu nutzen. Dieses Wasser aus den tiefsten Gesteinsschichten ist Trinkwasser. Da muss es doch Alternativen geben. Und ja, die gibt es, nämlich das Himmelswasser. Regen ist wie das Grundwasser saubereres Wasser. Ja sogar mehr, es ist nämlich auch mineralfrei. Zum Trinken eignet es sich in reiner Form eher nicht, durch Schwefelrückstände und ähnliche Rückstände bedingt. Aber zum Waschen, für die Toilettenspülung und zum Duschen ist das Wasser perfekt geeignet. Der große Vorteil: Leitungen verkalken nicht und das Wasser kostet auch nichts.



Bei der Waschmaschine ist das ein großes Plus, denn die ist eine der größten Wasserverschwender im Haushalt. Durch das Regenwasser werden natürliche Wasservorkommen geschont und dadurch, dass das Regenwasser kalkfrei ist, muss auch weniger Waschmittel verwendet werden. Die Wäsche wird dadurch auch mit geringen Dosierungen sauber und weich. Die Installation eines Regenwassertanks ist dabei nicht kostenintensiv und ziemlich einfach. In der Regel kann die Schräge des Daches genutzt werden, um das Wasser aufzufangen. Auf verschiedenen Seiten im Internet kann man ausrechnen, welche Tankgröße ausreicht, um den Bedarf zu decken. Bei einem kleinen Dach, mit normalen Regenmengen und Nutzung für WC und Waschmaschine kommt man auf etwa 2.100 Liter Fassungsvermögen. Diese Berechnung kann auch für Tiny Houses und Minihäuser angenommen werden.

Interner Wasserzyklus

Seit einiger Zeit werden auch interne Wasserzyklen immer beliebter. Das bedeutet, dass Wasser nicht direkt in den Abfluss gelangt, sondern zunächst im hausinternen Kreislauf (oder im Fall der Showerloop sogar im Duschkreislauf) verbleibt und auch im Haus gefiltert wird. Wie ein nachhaltiges System bei kleinen Wohnobjekten aussehen kann, illustriert das Autarkie-Konzept von Wohnwagon: Duschwasser, Wasser vom Waschbecken, Waschmaschinenwasser und kaum verschmutztes Wasser können auf diese Weise mehrfach für denselben Zweck verwendet werden. Im Grunde gibt es dann zwei Wasserwege: das Trinkwasser und das Gebrauchtwasser. Auch auf diese Weise können natürliche Wasservorkommen geschont werden und das Wasser wird optimal ausgenutzt. Diese Filtersysteme sind nicht immer groß und können daher auch in kleinen Häusern und Tiny Houses untergebracht werden.

Bildquelle: Arcaion (Bild 1), jarmoluk (Bild 2), beide via pixabay.com.