Inhalt
Das Wichtigste in Kürze
- Lass dich von gebauten Häusern für dein eigenes Projekt inspirieren.
- Eine detaillierte Planung ist der Schlüssel zum Erfolg deines Bauprojektes.
- Der Bau mit den eigenen Händen schafft eine besondere Verbindung zum Haus.
- Nach der anstrengenden Bauphase gestaltest du dein Haus nach deinen Wünschen.
- Genieße das Gefühl, in deinem selbstgebauten Zuhause eingezogen zu sein.
Einleitung
Vielleicht träumst du ja davon, in einem Tiny House zu wohnen – sei es permanent oder im Urlaub. Vielleicht hast du bereits ein Bild von deinem idealen Haus im Kopf oder du bist inspiriert von einem Haus, in dem du deine Ferien verbracht hast. Wenn dein Traum sich verwirklichen soll, stellt sich die Frage, wie du am besten an ein solches Bauvorhaben herangehst: Willst du den Bau selbst in die Hand nehmen oder doch lieber einen Profi engagieren? Welche Materialien und Werkzeuge benötigst du ggf. beim Bau eines Tiny Houses? In unserem heutigen Beitrag erfahren Sie, in welchen Schritten der Bau eines Tiny Houses am besten erfolgt. Ein Tipp vorweg: Machen Sie sich nicht an den Bau ohne zu wissen, wo Sie Ihr Tiny House später hinstellen und nutzen können!
Die Vorbereitung
Das Brainstorming und eine detaillierte Planung sind als Vorbereitung für den Bau deines kleinen Hauses äußerst wichtig. Es gibt viele verschiedene und wichtige Aspekte beim Bau eines Tiny Houses, aber eine gute Planung ist das, was für das Gelingen oder Scheitern des Projektes entscheidend sein kann. Mit einem fundierten Bauplan – der nicht zuletzt Materialeigenschaften bezüglich Dämmwerten und Statik berücksichtigt – schaffst du die besten Voraussetzungen für ein Gelingen. Erkundigen Sie sich am besten bei Experten, nehmen Sie an einem Bau-Workshop teil! Die Informationssuche im Internet kann sehr zeitaufwendig sein, man hört viel Gegenteiliges und kann sich dann immer noch nicht sicher sein, inwieweit sich die betreffenden Ausführungen bewährt haben – und ob diese auch baurechtskonform sind. Wenn du sichergehen willst, dass dein Tiny House lange hält, arbeite mit Profis, die dich bei jedem Planungsschritt beraten können. Ein paar weitere Punkte, die Ihnen bei der Vorbereitung auf die Planungen helfen können sind folgende:
Stellen Sie fest, welche Vorstellungen und tatsächlichen Bedürfnisse Sie bezüglich eines Lebens in einem kleinen Haus haben.
Sehen Sie sich im Netz oder in Büchern verschiedene Baupläne und Grundrisse an. Sammle das, was dich anspricht, zusammen.
Wenn dir das liegt: Entwirf eigene Grundrisse nach deinen Vorstellungen.
Tauschen Sie sich auch mit Menschen aus, die in einem Tiny House leben oder ein solches gebaut haben und passen Sie Ihre Planungen gegebenenfalls an. Manche oftmals als Nachteil empfundenen Aspekte lassen sich bei guter Planung mildern oder vermeiden.
Die Bauphase
Viele Menschen, die ihr Tiny House selbst gebaut haben, schwören darauf: Ein Tiny House muss man selbst bauen. Man fühlt sich mit einem Haus, das man selbst gebaut hat, mehr verbunden, man lernt eine Menge dabei und es ist natürlich sehr cool, sagen zu können, dass man sein Haus selbst gebaut hat.
Ein eigenes Tiny House zu bauen ist zwar billiger, als eins bauen zu lassen – schließlich zahlt man auch mit seiner eigenen Arbeitskraft und Zeit –, das Risiko für Bauschäden ist aber hoch (und es gibt keinen Hersteller, der dann eine Nachbesserungspflicht hat). Außerdem wird die Bauphase um einiges länger sein, als bei der Beauftragung von Profis. Zum einen wirst du vermutlich nicht in der Lage sein, all deine Zeit ausschließlich in den Bau zu stecken. Zum anderen werden dir viele Arbeiten langsamer von der Hand gehen als einem erfahrenen Handwerker. Du wirst aller Erfahrung nach auch auf einige Hindernisse stoßen und Fehler machen, die behoben werden müssen.
Bedenkenswert ist auch, dass für den Bau eines Tiny Houses ein gut ausgestatteter, überdachter Bauplatz vonnöten ist, mitsamt der für den Holzbau nötigen Maschinen und Transportmittel. Einige Dinge, an die Sie denken sollten, sind:
- ein Anhänger zum Transport von Baustoffen wie das Konstruktionsvollholz, Dämmstoffe, Bodenbeläge etc.
- Werkzeuge und Maschinen
- Arbeitsmaterialien von Holzlasuren bis Spenglerschrauben
- und nicht zuletzt Freunde und Familie, die Sie mit Rat und Tat beim Bau unterstützen können.

Die kreative und Genuss-Phase
Die letzte Phase ist die einfachste Phase, besonders nach all der harten Arbeit, die du geleistet hast: In dieser Phase ziehst du in dein selbst gebautes kleines Haus ein und gestaltest es ganz nach deinen Wünschen. Reinige dein Tiny House einmal gründlich, bevor du einziehst! Machen Sie es sich gemütlich und richten Sie Ihr Tiny Haus ganz nach Ihren Wünschen ein. Laden Sie, wenn Sie fertig sind, Freunde und Familie zu einer „Tiny-Housewarming-Party“ ein und freuen Sie sich an den bewundernden „Ahhhs“ und „Ohhhs“. Genießen Sie einfach das Ergebnis – nach all den bisherigen Mühen und Anstrengungen, die das Projekt vermutlich mit sich gebracht hat!
Bildquellen: Down2Earth – Agentur für Neues Bauen, Lernen und Leben (Bild 1), ElasticComputeFarm / Pixabay (Bild 2), Yello (Video), Sidney Pearce / Unsplash (Bild 3), Andrea Davis / Unsplash (Bild 4).