Maßnehmen und Platzsparen: Minihäuser einrichten

Wer sich dazu entschließt, den Mittelpunkt des eigenen Lebens in ein Minihaus zu verlagern, für den wird eine passende Einrichtung von essentieller Bedeutung sein. Letztlich ist sie der Schlüssel dafür, dass man als Bewohner auch in diesem stark begrenzten Wohnraum angenehm leben kann. In diesem Artikel wollen wir einen Blick auf all die wichtigen Punkte werfen, die bei der Innenausstattung eine Rolle spielen …

Höhe, Länge, Breite: den Raum intelligent nutzen

Gerade bei den kleinsten Modellen werden Minimalhäuser meist mit Innenausstattung angeboten, denn passende Einbaumöbel helfen sehr effektiv dabei, Platz zu sparen. Wenn Sie ein Minihaus ohne Innenausstattung kaufen, ist es besonders wichtig, der Planung die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken. Hier wird die nötige Vorarbeit geleistet, um das Maximale aus der begrenzten Wohnfläche herauszuholen.
Bei einem Modulhaus, das Sie beim Hersteller bestellen, haben Sie während der Produktionsphase Zeit dafür, bei bezugsbereiten gebrauchten Minihäusern mag dies eine Geduldsprobe sein:  Sollte der Wunsch nach einem baldigen Einzug auch noch so stark sein, ein detailliertes Durchdenken aller Schritte und die zielgerichtete Planung sind von größter Bedeutung.

Ein Aspekt, bei dem dies besonders deutlich wird, sind Schranksysteme: Stauraum ist rar im Minihaus, deshalb sollte in die Höhe gedacht werden und Einbauschränken die bis unter die Decke reichen, den Vorzug gegeben werden. Bei Modulhäusern mit Pultdach geht die Zimmerdecke zum First hin meist über die üblichen 2,35 m hinaus.

 
Gerade moderne Modulhäuser leben von pfiffigen Einrichtungsideen. Wenn Ihnen ein „Thinking out of the Box“ leichtfällt, sie also mühelos auf kreative Lösungen kommen, kann die Inneneinrichtung eines Minihauses ein schönes Spielfeld für Sie sein. Die meisten BauherrInnen dürften allerdings dankbar für Inspiration sein. Diese gibt es endlos auf Houzz.de oder Pinterest.

Ein Weg, der mit zusätzlichen Kosten verbunden ist, sich jedoch letzten Endes auszahlt, ist es eine Innenarchitektin oder einen Innenarchitekten zu engagieren, der/die die Inneneinrichtung an Ihren Bedürfnissen angepasst entwirft und alle nötigen Arbeiten organisiert und überwacht.

Robuste Möbel – der Gastronomie entliehen

Parallel zu einer sorgfältigen Planung sollte nicht vergessen werden, wie wichtig eine gewisse Qualität als Basis für ein angenehmes Wohngefühl im Minihaus ist. Auch wer sich für das minimalistische Wohnen entscheidet, der möchte hochwertige Möbel um sich haben.

Möbel, die einerseits robust sind, gut zu einem Industrial-Design passen und keine Schadstoffe abgeben, sind Möbel aus Metall aus dem gewerblichen Bereich. Edelstahl-Arbeitsflächen für die Kochzeile und Gastronomie-Möbel für die Essecke oder die Terrasse sehen cool aus und zeichnen sich durch eine besonders lange Lebensdauer aus. Passende Angebote sind im Internet zu finden.

Im Minihaus ist es besonders wichtig, in stilistischer Hinsicht auf eine gewisse Homogenität zu achten. Dies gelingt, in dem von Beginn an eine klare Stilrichtung aufgenommen wird, an der sich in der Folge alle weiteren Einrichtungsgegenstände zu orientieren haben. Auf diese Weise können auch nachträgliche Käufe besser in die vorhandene Struktur eingeordnet werden. Unter dem Strich entsteht damit eine sehr angenehme ästhetische Ruhe im Raum.

Ein eklektischer Wohnstil hat zwar eine ganz eigene Faszination, bewirkt aber in einem Minihaus leicht dass die Räume überfrachtet wirken.

Stufen oder Sprossen: Treppen richtig einsetzen

Ist im Minihaus ein Schlafloft oder gar ein Obergeschoss vorhanden, wird die dorthin führende Treppe in der Regel als der größte Platzkiller wahrgenommen. Deshalb ist es wichtig, sie wirksam in das Gesamtkonzept zu integrieren: Die Lösung kann darin bestehen, ein Treppenregal mit Schubladen und Schrankfächern als Treppe einzusetzen. Eine andere Möglichkeit ist es, den Raum darunter als Leseecke, als Besenkammer oder für ein Cloffice zu nutzen.

 
In den kleinsten Minihäusern, den Tiny Houses „on Wheels“ können kletterfreudige Bewohner ganz einfach auf die Treppe verzichten und stattdessen eine Leiter verwenden. Mit dieser lässt sich auf minimaler Grundfläche zwischen den beiden Ebenen zu wechseln. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, die Leiter direkt auf Rollen zu setzen oder sie klappbar zu montieren. Damit ist der Raumverbrauch, der mit diesem Element in Verbindung steht, maximal minimiert worden.

Bildquellen: cyano66 / iSock (Bild 1), houzz.de (Bild 2+4), poco_bw / iStock (Bild 3)

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