Stromerzeugung im Notfall

Die aktuelle Krisensituation rund um Covid-19 zeigt, wie rasch sich der Alltag ändern kann und das öffentliche Leben beinahe zum Erliegen kommt. Ganz plötzlich ist die persönliche Bewegungsfreiheit eingeschränkt und das tägliche Leben auf den Kopf gestellt. Nicht nur “Prepper” legen sich daher Vorräte an Getränken und Nahrung für mehrere Wochen zu. Darüber hinaus gibt es jedoch noch eine Menge mehr zu bedenken, um sich für einen Krisenfall zu rüsten. Zahlreiche Seiten im Netz bieten Ratgeber und Listen für unterschiedliche Notfallszenarien. Doch was passiert, wenn beispielsweise für längere Zeit der Strom ausfällt? Wie bereitet man sich vor, wenn das Licht ausgeht, die Heizung nicht mehr funktioniert oder der Herd kalt bleibt? Über die Versorgung mit Wasser, Wärme und Strom denken wir oft erst nach, wenn sie nicht mehr gegeben ist. Natürlich geht es auch mal ein paar Tage ohne Strom. Doch seien wir einmal ehrlich: Wer möchte schon gerne länger auf die modernen Bequemlichkeiten von Licht, Warmwasser, Laptop und Co. verzichten? Notstromaggregate und mobile Stromerzeuger sind gute Lösungen, mit denen man sich auf plötzliche Stromausfälle vorbereiten kann.

 

Mehr Autarkie mit einem Stromerzeuger für Notfälle

Wer sich für einen möglichen “Blackout” rüsten möchte oder einfach Strom an einem Ort braucht, wo er nicht so einfach zur Verfügung steht, benötigt die entsprechende Technologie. Es bieten sich verschiedene Möglichkeiten an, um sich selbst mit Energie zu versorgen:

  • Balkonsolaranlagen/Solar-Generatoren
  • Kleinwindkraftanlagen
  • mobile (Diesel- oder Benzin-)Generatoren
  • Inverter-Aggregate
  • Brennstoffzellen

 
Während PV- und Windkraftanlagen naturgemäß nur bei entsprechenden Witterungsbedingungen Strom erzeugen, können passende Stromerzeuger für Notfälle unabhängig davon betrieben werden: Die in der Regel mit Diesel oder Benzin betriebenen Generatoren wandeln mechanische Energie in Strom um. Unabhängig vom Stromnetz können Sie so Ihre eigene elektrische Energie erzeugen. Derlei Stromaggregate gibt es in kleinen kompakten Ausführungen, die sich überall hin mitnehmen lassen, bis hin zu großen, fix verbauten Notstromaggregaten, die ganze Häuser versorgen.

Unterschiedliche Stromerzeuger für verschiedene Verwendungszwecke

Da sich die unterschiedlichen Modelle in Größe, Leistung und Eigenschaften sehr stark unterscheiden, ist es wichtig sich vor der Anschaffung entsprechend zu informieren. So dürfen mobile Stromerzeuger nicht an den Hausstrom angeschlossen werden. Generell gilt, dass alle Generatoren nur im Freien verwendet werden dürfen, da bei ihrem Betrieb Kohlenmonoxid entsteht. Die Abgase können in geschlossenen Räumen lebensgefährlich sein. Anders sieht es bei Brennstoffzellen aus.

Je nach Verwendungszweck kommen unterschiedliche Stromerzeuger zum Einsatz. Bei gewöhnlichen Stromgeneratoren kann es immer wieder zu Stromschwankungen kommen. Inverter-Aggregate, spezielle Generatoren, zeichnen sich dagegen durch die Erzeugung einer sehr stabilen Stromfrequenz aus, eignen sich also zum Betrieb von Computern und anderen elektronischen Geräten. Ein Inverter ist meistens auch leiser als ein gewöhnlicher Generator.

Größere Elektromotoren, wie beispielsweise Kreissägen oder Hochdruckreiniger, benötigen mehr Anlaufleistung. Hierfür eignen sich die größeren mobilen Stromgeneratoren, die ausreichend elektrische Energie zur Verfügung stellen. Mit ihnen lassen sich Baustellen genauso wie Veranstaltungen im Freien mit Strom versorgen. Es empfiehlt sich daher, vor Kauf eines Stromerzeugers genau zu überlegen, welche Verbraucher angeschlossen werden sollen und wieviel Leistung benötigt wird.

Wie laut ist ein Stromaggregat?

Da die Stromerzeuger meist mit Diesel oder Benzin betrieben werden, verursachen sie neben Abgasen auch Lärm. Meist erhöht sich die Lautstärke mit der Leistung. Die auf dem Markt angebotenen Modelle unterscheiden sich in Bauart, verwendeten Materialien und Dämmung. Ein Stromaggregat mit 70 Dezibel – was in etwa einem Rasenmäher entspricht – gilt als leise. Größere Aggregate können bis zu 95 Dezibel erzeugen, erreichen somit die Lautstärke von vorbeifahrenden Lastkraftwagen. Dagegen sind Inverter mit etwa 55 Dezibel vergleichsweise leise. Um das Risiko einer Geräuschbelästigung zu reduzieren, können Stromaggregate etwas weiter weg aufgestellt oder mit einer gedämmten Schallschutzkiste überbaut werden. Hecken, Zäune oder Erdwälle hinter denen der Stromerzeuger aufgestellt wird, können die Lärmentwicklung zusätzlich dämpfen.

Bildquellen: Rob Kennedy (Bild 2; CC-BY-2.0), Thiemo Schuff (Bild 3; CC BY-SA 3.0)

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