Sicherheit für Minihäuser:
Fernüberwachung & Alarmsyteme

Was ist das Schlimmste an Einbrüchen? Der Wertverlust? Das Gefühl, dass jemand im Haus war? Nein, das größte Problem ist fast immer die Angst, dass etwas passieren könnte. Rein statistisch ist ein Haus in Deutschland nämlich vergleichsweise sicher. Im Jahr 2018 lag die Wahrscheinlichkeit, Opfer eines Einbruchdiebstahls zu werden, bei knapp über 0,1 Prozent. Doch beruhigender als diese reinen Zahlen sind für die meisten Menschen konkrete Maßnahmen zum Einbruchschutz. Auf technischer Seite gibt es dafür vor allem zwei Möglichkeiten: Alarmanlagen und Fernüberwachung. Wann sind sie sinnvoll?

Wichtige Vorüberlegung: Wie verlockend ist der Einbruch?

Ob ein Einbruch zu befürchten ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Entscheidend ist unter anderem, wie verlockend das Haus auf potentielle Einbrecher wirkt. Wegen der meist geringen Sachwerte sind Minihäuser und Tiny Houses in der Regel wenig begehrte Ziele. Handelt es sich allerdings um eine nur sporadisch bewohnte Ferienimmobilie, kann dies die Attraktivität unter Kriminellen wiederum steigern, denn ein Einbruch könnte lange unbemerkt bleiben.

Fernüberwachung: immer informiert, aber auch beobachtet

Ist zu Hause alles in Ordnung? Das lässt sich seit einiger Zeit sogar am Strand unter Palmen beantworten – und umgekehrt ist die Überwachung des Ferienhauses vom Arbeitszimmer aus möglich. Es genügt jeweils ein Blick auf das Smartphone.

Zur Fernüberwachung werden im Haus Kameras und Bewegungsmelder installiert, die dann über WLAN oder das Handynetz mit dem Internet verbunden sind. Ein Klick genügt, schon erscheint das heimische Wohnzimmer live in der App. Sollte die Technik etwas Ungewöhnliches entdecken, gibt es eine Push-Nachricht. Viele empfinden diese Sicherheit als angenehm und investieren gern vergleichsweise geringe Summen ab 250 € in die Technik.

Wer mehr Geld ausgibt, kann sein Haus auch von einer Firma überwachen lassen – wahlweise dauerhaft oder in der Zeit der eigenen Abwesenheit. Sobald ein Alarm eingeht, prüfen die Mitarbeiter mögliche Maßnahmen und können, je nach installierter Technik, die Einbrecher sogar direkt per Videochat ansprechen.

Darüber hinaus eröffnen die Apps in Zusammenarbeit mit Installationen im Haus einige weitere Möglichkeiten. So können Hausbesitzer zum Beispiel per Fernsteuerung das Licht ein- und ausschalten. Ebenso wie Fernseh-Simulatoren soll das vortäuschen, dass jemand im Haus ist und Einbrecher dadurch abschrecken.

Ob dieser technische und finanzielle Aufwand zum Einbruchschutz nötig ist, hängt stark vom individuellen Sicherheitsbedürfnis ab. Eine kleine und damit günstige Anlage zur Fernüberwachung ist für das Minihaus oft interessant. Ein zweites Einsatzgebiet sind Wohnhäuser von Senioren. Wer ein älteres Familienmitglied pflegt, kann mit Hilfe der Technik ebenfalls nach dem Rechten sehen oder sich von unterwegs per Videochat vergewissern, dass die Angehörigen wohlauf sind.

Damit sind die individuellen Vorteile einer Fernüberwachung je nach Bedarf recht vielfältig. Allerdings sind sie immer mit einer Überwachung der eigenen Wohnräume verbunden: Die Daten müssen unweigerlich den Weg über das Internet gehen. Ob das Sicherheitsgefühl oder der Schutz der Privatsphäre wichtiger ist, bleibt abzuwägen.

Alarmanlagen: Abschreckung als Prinzip

Die Alarmanlage funktioniert weniger interaktiv als die Fernüberwachung. Auch wenn die Ausgestaltung sehr unterschiedlich ausfallen kann, ist das Prinzip doch immer gleich: Das Haus wird mit Bewegungssensoren ausgestattet. Wenn sie etwas registrieren, geben sie eine Meldung an die Zentralanlage weiter, die dann einen Alarm auslöst. Der schrille Ton soll Passanten, Nachbarn oder Polizisten aufmerksam machen und die Einbrecher zugleich vertreiben. Wichtig ist, dass es für Privathäuser keine Standleitung zur Polizei gibt und dass der Alarm zeitlich begrenzt ertönt. Moderne Anlagen binden oft Elemente wie den Videochat oder die Fernüberwachung ein.

Damit es nicht zu Fehlalarmen kommt, muss die Alarmanlage „scharfgemacht“ werden. Die Aktivierung kann zum Beispiel über einen Handsender oder ein Bedienfeld am Eingang erfolgen. So ist sichergestellt, dass der schrille Ton nur bei einem echten Einbruch ertönt. Zum Alarm soll es im Idealfall allerdings gar nicht erst kommen. Die Anwender setzen darauf, dass allein eine sichtbar installierte Alarmanlage Einbrecher von ihrem Vorhaben abhält.

Die Technik selbst kann wahlweise verkabelt oder drahtlos verbunden werden. Kabel haben den Vorteil, dass sie ohne WiFi auskommen. Dadurch sind sie weniger anfällig für Störungen und erzeugen keinen Elektrosmog durch WLAN-Strahlung. Dafür ist die Installation aufwendiger und teurer.

Möchten Sie eine Alarmanlage installieren? Dann sollten Sie sich mit den verschiedenen Modellen genauer vertraut machen. Auf der Website Ihr-sicheres.haus steht dafür ein kostenloses eBook zu Alarmanlagen zum Download bereit.

 


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