Raumluftqualität:
So ist und bleibt sie gut

Bei der Konzeption eines Minihauses – ganz gleich, ob als Wohn- oder Büroraum genutzt – sollte von vorneherein daran gedacht werden so zu bauen, dass eine angenehme Raumluftqualität garantiert ist. Immerhin kann schlechte Luft nicht nur Unbehagen hervorrufen, sondern auf Dauer auch der Gesundheit abträglich sein.

Durch verschiedene Faktoren, wie Baumaterialien, Einrichtungsgegenstände und auch die Abatmung der Bewohner wird die Raumluft negativ beeinflusst. Bei kleinen Räumen kann dies schnell einen Zustand erreichen, der einen längeren Aufenthalt im Raum unangenehm macht. Um in einem Minihaus eine gute Raumluftqualität zu erhalten, gibt es viele Möglichkeiten: Neben dem (zumindest bei leidlich guter Außenluft empfehlenswerten) regelmäßigen Lüften ist es auch sinnvoll, schon bei der Auswahl der Baustoffe Wert darauf zu legen, möglichst emissionsfreie Materialien einzusetzen.

Vorsorge treffen – bereits in der Bauphase

Wenn Sie Ihr Minihaus selbst planen und realisieren wollen, empfehlen wir Ihnen unbedingt den Einbau einer dezentralen Wohnraumlüftung, durch deren Wärmerückgewinnung sich häufig auch Heizkosten einsparen lassen. Auch wenn Sie ein vorgefertigtes Minihaus erwerben möchten, sollten Sie darauf achten, dass das jeweilige Modell nicht nur aus unbedenklichen Baustoffen besteht, sondern ebenfalls über ein solches Lüftungsssystem verfügt. In vielen Fällen kann eine solche kleine Lüftungsanlage jedoch auch nachträglich eingebaut werden, ohne viel Aufwand und hohe Kosten zu verursachen.

Wichtig für das Wohlbefinden – die Raumluftqualität

Die häufigsten Ursachen für schlechte Raumluft sind auf alltägliche Aktivitäten zurückzuführen. Aber – wie bereits erwähnt – auch Baustoffe und Ausstattung tragen ihren Teil zu einer verminderten Luftqualität bei:

  • Durch Tätigkeiten in der Küche, durch den Einsatz von Reinigungsmitteln, durch die bloße Atmung und andere Körperausdünstungen wird die Qualität der Raumluft bereits reduziert.
  • Verarbeitete Lacke, Farben und Klebstoffe dünsten oft unbemerkt aus und beeinflussen auf die Weise die Raumluftqualität ebenfalls sehr stark.
  • In Möbeln, in Dekorationselementen und nicht zu vergessen in Büchern können ebenfalls Stoffe enthalten sein, die der Raumluftqualität abträglich sind.

Die durch den Menschen verursachten Gründe für schlechte Raumluft können teilweise durch ein verändertes Verhalten abgestellt werden. Um schlechte Luft durch verbaute Materialien zu vermeiden, ist es am effektivsten von Beginn an nur unbelastete Materialien zu verwenden und auf den übermäßigen Einsatz von Farben und Lacken zu verzichten – dasselbe gilt auch für Einrichtungsgegenstände. Wenn dies im Nachhinein nicht möglich ist, helfen verschiedene Hygienekonzepte dabei die Raumluft zu verbessern.

Welche Parameter gelten für die Luftqualität?

Die Raumluftqualität wird umso besser empfunden, umso weniger Partikel in der Luft sind. Gemessen wird dies mit dem Wert ppm (Parts per Million). Reine Waldluft verfügt zum Beispiel über einen Wert von 360 ppm und normale Außenluft in einer Stadt über circa 500 ppm. Eine gute Raumluftqualität in geschlossenen Räumen liegt vor, wenn 700 bis 800 ppm gemessen werden. Ab 1000 ppm in einem Minihaus, wird die Raumluft spürbar schlechter.

Luftreiniger: die Lösung für „geschlossene Systeme“

Falls der Einbau einer Lüftungsanlage in einem bestehenden Minihaus mit allzuviel Aufwand verbunden wäre (oder aus anderen Gründen nicht möglich ist), können Luftreiniger gute Dienste leisten und für frische Luft sorgen – die man übrigens tatsächlich als solche wahrnimmt. Die meisten Luftreiniger sind entweder mit einem Filter aus Aktivkohle oder einem sogenannten HEPA-Filter ausgestattet. Insbesondere HEPA-Filter sind in der Lage verschiedenste Partikelgrößen zuverlässig herauszufiltern und die Raumluftqualität dadurch zu verbessern. Andere Luftreiniger, sogenannte Ionisatoren, arbeiten elektrostatisch und geben darüber hinaus Ionen ab, was der Raumluftqualität zuträglich ist. Des Weiteren zeichnen sich diese Geräte durch eine sehr einfache Handhabung aus und arbeiten darüber hinaus geräuschlos. Eine weitere Alternative sind Geräte zur Luftreinigung, die mit UV-Licht arbeiten. Diese gelten als sehr zuverlässig, was die Abtötung von Viren und Bakterien angeht, können aber schädliches Ozon freigeben, sofern das Gerät nicht mit einer separaten Kammer für diesen Reinigungsschritt ausgestattet ist.

Frische Luft ohne Pollen, Bakterien und Viren

Planen Sie ein Büromodul und haben Sie Kundenverkehr? Dann empfehlen wir Ihnen, die Anschaffung eines Luftreinigers in Betracht zu ziehen. Im Rahmen der Corona-Hygieneregeln ist die Raumlüftung essentiell. Was sich während der warmen Zeit noch problemlos durch Öffnen der Fenster bewerkstelligen ließ, kann jetzt zu unbehaglichen Arbeitsbedingungen führen. Bei der Wahl des Luftreinigers sollten Sie vor allem auf folgende Features achten:

  • Was wird gefiltert (Pollen, Staubpartikel, Schimmelsporen, Bakterien, Viren …)?
  • Ist der Filter für das betreffende Raumvolumen ausgelegt?
  • Wie schnell erfolgt der Luftwechsel?
  • Wie ist die Führung des Luftstroms aus dem Gebläse?
  • Welche Lautstärke entwickelt das Gerät im Betrieb?
  • Wie energieeffizient arbeitet es?

Die Bandbreite der angebotenen Luftreiniger ist schier unüberschaubar. Wir selbst haben uns für die Ausstattung unserer Beratungsräume – in denen aufgrund des historischen Gemäuers kein Einbau einer Lüftungsanlage infrage kam – im ersten Schritt auf Geräte mit einer Kombination aus mechanischer und elektrostatischer Filterung konzentriert. Dann haben wir nach Testergebnissen für Geräte dieser Kategorie gesucht und uns auf dieser Basis relativ rasch für den Testsieger entschieden. Wir erfreuen uns nun eines leisen und energieeffizienten Luftreinigers und merklich frischer Luft.

Bildquellen: Jomkwan/iStock (Bild 1), THCUG (Bild 2)

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