Ein stylisches Zuhause auf 25 qm – so geht’s!

Entweder handelt es sich um die erste eigene Wohnung nach dem Abitur, den Neuanfang nach einer schmerzhaften Trennung oder ganz einfach um das Bedürfnis Ressourcen zu schonen und dabei gleichzeitig Geld zu sparen: Wohnen, Arbeiten, Essen und Schlafen auf nur 25–30 Quadratmetern …? Wohnen auf kleinem Raum muss keinen Verzicht bedeuten, wichtig sind eine geschickte Planung, einige clevere Ideen sowie die geeigneten Möbel.

Kein Zuhause “von der Stange”

Gerade in den Städten steigen die Preise für Mietwohnungen teilweise ins Astronomische. Dabei verhält es sich bei Wohnungen genauso wie bei Häusern: die kleinsten haben den höchsten Quadratmeterpreis, unterm Strich sind sie aber noch die erschwinglichste Lösung. Ob man nun eine kleine Bleibe in der Stadt sucht oder sich ein Modulhaus ins Grüne setzen möchte, ist neben einer erfolgreichen Strategie bei der Wohnungs- oder Grundstücksuche auch eine Frage persönlicher Vorlieben.
Wer nicht in den Außenbereich einer Stadt ausweichen, sondern möglichst urban mit Wohneigentum leben möchte, kann von kreativem Input durch einen Architekten profitieren, denn dass man sich auf kleinstem Raum sehr komfortabel einrichten kann, haben wir hier im Blog schon des Öfteren anhand der Ausbauten von vermeintlich nicht nutzbaren Räumen in verschiedenen Metropolen gezeigt – zuletzt am Beispiel eines 10-Quadratmeter Apartments in Rom.

Auch Kirsten Dirksen präsentiert in ihrem Youtune-Channel immer wieder eindrückliche Beispiele dafür, was durch Sanierung von Altbestand und intelligenten Ausbau kreiert werden kann und liefert damit viel Inspiration, auch für den Ausbau kleiner Modulhäuser. Hier der Ausbau eines ehemaligen Taubenschlags in Barcelona:

Anregungen und Lösungen zur Sanierung und den Ausbau von Altbestand bekommt man nicht nur von Baupartnern in Ballungsräumen, sondern wie am Beispiel von Idea Casa Plan, einem der führenden Anbieter auf dem Gebiet von Umbau und Renovierung in Südtirol zu sehen ist, auch im ländlicheren Raum.

Reduzierte Einrichtung

Wie am Beispiel des im Video vorgestellten 24 Quadratmeter großen Rooftop-Apartments zu sehen, gewinnen kleine Wohneinheiten durch eine bewusst reduzierte Einrichtung. Auf keinen Fall dürfen ohnehin schon kleine Räume mit Möbeln überfrachtet werden. Richten Sie solche Räume lieber stilvoll und reduziert ein! So bietet sich zum Beispiel – gerade wenn die Aussicht gut ist oder Pflanzen vor dem Fenster wachsen – ein Sitzfenster als geniale Lösung an. Es ist wesentlich platzsparender als eine Sitzgruppe mit Sesseln und kann bei entsprechender Länge und Breite auch zum Gästebett umfunktioniert werden.

Schrank, Tisch und Kommode können weitere Verwandlungskünstler sein und aus einem Wohnraum ein Arbeitszimmer oder vielleicht ein großzügiges Esszimmer machen. Mit der Hilfe von Sichtblenden oder Klappelementen lassen sich viele Regale problemlos zu einem Arbeitsplatz mit Schreibtisch umwandeln.

Flexible Möblierung

Flexible und multifunktionale Möbel sind bei kleinen Wohneinheiten ganz entscheidend. Ein großer Esstisch braucht enorm viel an Platz, hierfür sind Klapp- und Ausziehvarianten die weitaus besseren Lösungen. Im Trockenbauverfahren lassen sich zum Einbau eines Bades oder zur Trennung von Räumen sehr einfach Zwischenwände einziehen. Idealerweise sind das dann keine einfachen Wände, sondern sie beinhalten Schränke, Regale und Küchenfunktionen und wirken durch die passgenaue Anfertigung natürlich wesentlich eleganter, als wenn Schränke und Regal zur Raumtrennung in den Raum gestellt werden würden.

Farbakzente für kleine Räume

Natürlich können die Räume in kleinen Wohnungen nicht nur funktional zu klein sein, sondern auch in optischer Hinsicht. Wenn alle Möbel den optimalen Platz gefunden haben und sich dennoch beim Betreten des Zimmers ein erdrückendes Gefühl einstellt, liegt das möglicherweise an der unpassenden Farbgebung. Grundsätzlich gilt es mit hellen Tönen zu arbeiten, um Räume größer erscheinen zu lassen.

Natürlich sind auch intensive Farben erlaubt, allerdings nur dann, wenn man sie vorsichtig und als Akzent einsetzt. Wenn Sie Wände farbig gestalten möchten, sollten Sie sich auf einen begrenzten Bereich beschränken, zum Beispiel eine einzelne Wand. Sind alle Wände in einem Zimmer farbig akzentuiert, sollten Sie keinesfalls den weißen Abschluss im Deckenbereich vergessen. Dieser streckt den Raum deutlich in die Höhe.

Bildquellen: Kirsten Dirksen/Faircompanies.com (Video), Houzz.de (Fotos)

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