Ihr Hausnummerschild: DAS müssen Sie beachten

Jedes Haus muss mit einer Hausnummer ausgestattet sein, damit das Gebäude von außen eindeutig gekennzeichnet ist. Hausnummern dienen der Adressierung, unterstützen bei der Orientierung und vereinfachen die Auffindbarkeit eines Gebäudes. Die Hausnummer selbst wird von amtlicher Seite vergeben und wird dann in den Unterlagen über das Gebäude – wie dem Grundbuch oder den Verzeichnissen des Katasteramts – festgehalten. Sie sollte deutlich sichtbar an der Außenwand des Hauses (oder an der Einfahrt zum Grundstück) angebracht werden, und auch groß genug sein, um vom Postboten, dem Fahrer eines Rettungswagens oder Besuchern schnell erkannt werden zu können.

 

Die Nummerierung von Häusern

Heutzutage werden Schilder mit der Hausnummer als nützlich und verpflichtend erachtet – doch dies war nicht immer so. Nach der Einführung der Hausnummern in deutschen Städten Mitte des 18. Jahrhunderts fühlten sich viele Bewohner durch den Staat kontrolliert, besteht doch der Zweck einer solchen amtlichen Lagebeschreibung nicht zuletzt in der Auffindbarkeit von Wohnsitzen und auch deren Besteuerung. Die Ausschilderung selbst war auch anfänglich nicht einheitlich gestaltet, zumal die Vergabe der Hausnummern damals noch nicht durch offizielle Stellen durchgeführt wurde. Eine allgemeine Akzeptanz der Hausnummern erfolgte erst nach und nach im 19. Jahrhundert.

Wie muss ein Hausnummernschild heute aussehen?

Wenn Sie ein Haus bauen, werden Sie eher früher als später eine Hausnummer benötigen. Das Baugesetz verpflichtet durch Paragraph 126 Absatz 3 alle Hauseigentümer, die von der Gemeinde zugewiesene Hausnummer am eigenen Grundstück anzubringen. Wie die Beschilderung auszusehen hat bezüglich Größe, Farbe, Form, Material und Beleuchtung, kann wiederum von den Städten und Gemeinden selbst festgelegt werden. Kommunale oder (bei älteren Häusern) den Denkmalschutz betreffende Vorschriften haben zumeist eine gewisse Konformität zum Ziel und lassen, wenn man Pech hat, wenig bis keinen Gestaltungsspielraum. Die betreffenden Verordnungen heißen je nach Stadt oder Kommune Hausnummernverordnung, Nummerierungsverordnung, Straßen- und Hausnummernsatzung und dergleichen mehr.

In manchen Kommunen wird Ihnen, was die Gestaltung und Anbringung am Haus betrifft, freie Hand gelassen, in anderen gibt es sehr rigide Vorgaben. Erkundigen Sie sich also vor einer Bestellung Ihres Hausnummernschildes unbedingt beim Bauamt Ihrer Geminde nach den Bestimmungen bzw. nach folgenden Punkten:

  • Größe
  • Material
  • Farbe
  • Schriftart
  • Randeinfassung
  • Höhe der Anbringung
  • Ort der Anbringung
  • Beleuchtung

 
Sofern Sie diese Punkte abgeklärt haben, sind die weiteren Schritte einfach: Erstellen Sie Ihr eigenes Hausnummernschild einfach über das Internet! So können Sie in Ruhe Ihr Schild im Rahmen der für Ihren Wohnort geltenden Bestimmungen ganz individuell gestalten.

Wenn das Design des Hausnummernschilds erstellt und (falls nötig vom Familienrat) für gut befunden wurde, braucht es nur noch einen Mausklick, um den Entwurf an den Produzenten zu übermitteln. Er setzt Ihren Entwurf 1 zu 1 um, und schon wenige Tage später erhalten Sie das fertige Produkt. Im Anschluss können Sie Ihr Hausnummernschild – eventuell im Rahmen einer kleinen Zeremonie – am vorgesehenen Platz anbringen.
 

Hausnummerndesign passend zur Architektur

Sofern die bestehenden Vorgaben der Gemeinde nicht zu eng gefasst sind, lässt sich das Schild mit der Hausnummer eines Privathauses ganz nach Wunsch der Bewohner gestalten: Für viele Bauherren reicht es vollkommen aus, wenn nur die Nummer des Gebäudes auf das Schild geprägt wird, andere ziehen es vor, dass auch der Name der Straße, an der das Gebäude steht, oder der eigene Familienname auf dem Schild zu lesen ist. Wie auch immer: Den stimmigsten Eindruck kreieren Sie mit einem Schild, das vom Stil her zur Architektur des Hauses passt. Vielleicht hat Ihr Architekt auch bereits an alles gedacht und Sie erhalten Ihr schlüsselfertiges Haus mit bereits installierter Hausnummer.

 
Schreibt die für Sie zuständige Kommune eine wie auch immer beleuchtete Hausnummer vor, dann gibt es verschiedene Ausführungsmöglichkeiten:

 
Bei großen Häusern oder Gebäudekomplexen sind neben der Nummer oftmals auch andere Symbole, beispielsweise ein Pfeil, ein zusätzlicher Buchstabe oder besondere Prägungen – wie eine Grenzlinie innerhalb des Schildes – Bestandteile der Kennzeichnung. Bei Mehrparteienhäusern und Gebäudekomplexen sind es in der Regel die Hausverwaltungen, die sich um die Bestellung der einzelnen Hausnummernschilder kümmern. Dadurch ist gewährleistet, das das Erscheinungsbild der Beschilderung einheitlich – und bei Neubauten idealerweise auch passend zur Architektur –  ist. Bei einem Einfamilien- oder Singlehaus können Sie Ihr Hausnummernschild im Rahmen der oben erwähnten Vorgaben nach eigenem Geschmack gestalten (lassen).

Bildquellen: houzz.de (Bild 1+4), Stefan Korbion / Pixabay (Bild 2), Marten Bjork / Unsplash (Bild 3).

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