Der Bettwäsche-Knigge:
Was Sie dazu wissen sollten

Bettwäsche muss regelmäßig gewaschen werden. Sie verbringen jede Nacht mehrere Stunden mit Ihrer Bettwäsche und schwitzen bleibt nicht aus. Dadurch entsteht ein feuchtwarmes Klima, in welchem sich Keime, Milben und Bakterien optimal vermehren. Zudem verlieren Sie jede Nacht unzählige Hautschuppen und Haare im Bettzeug, die einen optimalen Nährboden für ungebetene Gäste bieten. Wie oft die Bettwäsche gewaschen werden soll, hängt von den persönlichen Umständen und auch von den Jahreszeiten ab.

Nachhaltigkeit und Hygiene

Heutzutage wird Nachhaltigkeit immer wichtiger, wodurch viele namhafte Hersteller von Bettwäsche an der Better Cotton Initiative teilnehmen. Ziel des Programms ist die nachhaltige Produktion von Baumwolle zu fördern. Im Sinne der Nachhaltigkeit lautet die allgemeine Empfehlung beim Waschen eine möglichst niedrige Waschtemperatur zu wählen. Denn Energiekosten steigen gegenüber geringeren Waschtemperaturen deutlich an. Betrachtet man die Reinigung des Bettzeugs aus dem hygienischen Blickwinkel, ist mindestens der 60-Grad-Waschgang zu wählen. Nur ab dieser Temperatur werden die Bakterien und Milben in der Wäsche sicher abgetötet.

Mikrofaser und Baumwolle können Sie problemlos mit 60 Grad waschen. Helle Baumwolle könnte zwar mit 95 Grad gewaschen werden. Da alle Organismen bereits bei 60 Grad abgetötet werden, ist das normalerweise nicht notwendig. Nach einer ansteckenden Krankheit sollte die Wäsche nach Möglichkeit bei 95 Grad gewaschen werden. Zusätzliche Gewissheit, dass alle Keime vernichtet sind, bringt heißes Bügeln nach dem Trocknen. Anders stellt sich die Lage bei empfindlichen Materialien wie Seide dar. Hersteller empfehlen hier nur eine Waschtemperatur von 30 Grad. Zur Vernichtung aller Bakterien kann eine Hygienespülung verwendet werden.

Weichspüler vermindert die Saugfähigkeit der Bettwäsche und kann durch seinen intensiven Geruch auch zu allergischen Reaktionen führen. Kopfschmerzen und Übelkeit sind oftmals die Folgen einer stark riechenden Bettwäsche. Alternativ können Sie dem Waschgang Essig oder Stärke zusetzen. Der Essiggeruch verschwindet komplett und Stärke bewirkt, dass das Bettzeug griffiger wird. Es fühlt sich länger wie frisch gewaschen an.

Wie oft sollte Bettwäsche gewaschen werden?

Der Richtwert für den Wechsel der Bettwäsche liegt bei ein- bis zweimal im Monat. Das heißt im Normalfall reicht es aus, das Bettzeug alle zwei bis drei Wochen sein Bettzeug zu waschen. Aber wie bei jeder Regel gibt es auch hier Ausnahmen.

Das Waschintervall sollte an das Schwitzverhalten angepasst werden. Nicht jeder Mensch schwitzt gleich viel und dann sind auch noch die jahreszeitlichen Unterschiede zu beachten. In warmen Sommernächten neigt man tendenziell mehr zum Schwitzen als im kühlen Winter. Je mehr geschwitzt wird, desto kürzer sollte das Intervall sein. Nur so wird den Bakterien, Keimen und Milben kein Nährboden angeboten, um sich zu vermehren.

Schlafen Haustiere im Bett sollte die Bettwäsche wöchentlich gereinigt werden. Auch für Nacktschläfer ist ein kurzes Reinigungsintervall sinnvoll. Schweiß und Hautschuppen, die sonst vom Schlafanzug oder Nachthemd aufgenommen werden, landen hier in der Bettwäsche. Ebenfalls ein Grund für häufigeres Waschen der Bettwäsche ist Essen im Bett. Falls Sie gerne im Bett frühstücken oder auch mal eine Tüte Chips essen, ist das öftere Waschen sinnvoll.

Falls Sie an einer Hausstauballergie oder Milbenallergie leiden, ist es ratsam, das Bettzeug wöchentlich zu waschen. Zudem sollten Sie auf allergiefreundliche Bettwäsche zurückgreifen. Nach einer fiebrigen oder ansteckenden Erkrankung ist es wichtig, das Bettzeug bei möglichst hoher Temperatur zu waschen.

Waschanleitung beachten

Waschempfehlungen der Hersteller befinden sich auf allen Textilien und sind zu beachten. Die Pflegesymbole oder Pflegehinweise enthalten alle Informationen zum Waschen, Bleichen, Trocknen, Bügeln und zur chemischen Reinigung. Neue Bettwäsche sollte vor dem ersten Benutzen gewaschen werden. Restchemikalien des Produktionsprozesses werden durch das Waschen entfernt. Da beim ersten Waschgang sehr oft noch Farbe abgegeben wird, findet sich am Pflegeetikett meist der Hinweis separat waschen. Bettwäsche sollten Sie immer auf links waschen, um die Farben und den Druck zu schonen. Es ist auch nützlich den Reißverschluss oder die Knöpfe zu schließen. Ansonsten befindet Sie die ganze Waschmaschinenladung am Ende des Waschgangs im Überzug. Auch wenn Sie platzsparend leben, sollten Sie im Zweifel immer einen Ersatz parat haben.

Fazit

Die empfohlene Waschtemperatur liegt bei 60 Grad. Sauerstoff und UV-Licht reduzieren die Keimzahl zusätzlich. Neben der notwendigen Hygiene sorgt frische Bettwäsche für einen gemütlichen und damit auch besseren Schlaf.

Bildquellen: ndabcreativity / stock.adobe.com (Bild 1), Kostikova, iStock.com (Bild 2), Tekweni / stock.adobe.com (Bild 3). 

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