Fenster und Türen:
Holz, Holz/Alu oder Kunststoff?

terrassentuere-kleinhausWelches Material für die Fenster und Terrassentüren gewählt wird, hängt in vielen Fällen vom Budget ab. Kunststofffenster sind meist kostengünstiger und punkten auch durch die weitgehende Wartungsfreiheit. Holzfenster dagegen sind langlebiger, können aufgearbeitet werden und verleihen Fassade wie Innenräumen eine heimeligere Atmosphäre.

Augen auf beim Fensterkauf!

Es gibt verschiedene Punkte, auf die man bei der Auswahl von Fenster und Türen unbedingt achten sollte, ganz unabhängig davon, welches Material verwendet wird. An oberster Stelle steht die Qualität, deshalb sollten Fenster stets von Markenherstellern bezogen werden. Hochwertige Beschläge, die sich leicht öffnen und schließen lassen und nicht ausleiern, eine Wärmeschutzverglasung nach den aktuellen Anforderungen, wie auch Dichtigkeit und Einbruchschutz sind wichtige Kriterien. Soll ein Passivhaus errichtet werden, müssen Profile mit geschäumten Kammern gewählt werden.

Die Wahl des Materials

Je nachdem, ob die Fenster aus Holz, Holz/Alu oder Kunststoff gefertigt werden, muss auf unterschiedliche Komponenten besonders geachtet werden:

Kunststoffprofile – denen bei einem begrenzten Budget häufig der Vorzug gegeben wird – müssen UV-beständig sein, die Kammern des Profils sind bei modernen Fenstern dreiteilig und mit Stahl ausgesteift. Die Aussteifung ist bei hochwertigen Fenstern zusätzlich korrosionsgeschützt. Kunststofffenster sind – sofern beim Kauf auf gute Qualität geachtet wurde – wartungsfrei.

velux_pflege_holzfensterHolzfenster werden meist als Leimholz-Profile gefertigt und sollten unbedingt über abgerundete Kanten verfügen. Dadurch wird die Entwässerung beschleunigt und beim Farbauftrag kommt es nicht zu Schwund. Eine thermisch getrennte Wetterschutzschiene schützt das Profil. Das Holz ist in der Regel ab Werk imprägniert und endbehandelt. Neben einer gelegentlichen Reinigung mit handelsüblichen Reinigungsmitteln muss das Holz mindestensns alle vier Jahre nachbehandelt werden. Bei Bedarf – also bei Fenstern, die starker Hitze, starkem Sonnenlicht und/oder hoher Luftfeuchtigkeit ausgesetzt sind – muss häufiger nachbehandelt werden. Werden die Fenster gestrichen, ist eine offenporige Dickbeschichtung die ideale Wahl.

Holz/Alu-Fenster sind der Mercedes unter den Fenstern – auch was den Preis betrifft. Im Inneren ein Holzfenster, außen ein Schutzschild aus Aluminium, stellen sie eine robuste und relativ pflegeleichte Lösung dar. In der Regel müssen Holz-Alu-Fenster nicht nachbehandelt werden – aber auch hier: Wenn die Fenster auf der unverkleideten Innenseite starker Hitze und/oder hoher Luftfeuchtigkeit wie z. B. in Küche oder Bad ausgesetzt sind, kann eine Nachbehandlung notwendig werden. Für alle Bauherren, die ihr Haus gegen hochfrequente Strahlung (ausgehend z.B. von Mobilfunkmasten) schützen möchten, ist Holz/Alu das Material der Wahl: Das Metall schirmt im Rahmenbereich ab, einem Bereich in dem es ansonsten trotz guter Abschirmung im Wandbereich und durch metallbedampfte Wärmeschutzverglasung zu einem ungehinderten Eintritt kommen kann.

Kriterien der Dichtigkeit

Durch die neue Energieeinsparverordnung sind die Anforderungen an die Dichtheit von Fenstern und Türen noch erhöht worden. Deshalb ist auf hohe Aufkantungen im Flügelfalz und ein sicheres Anliegen der Anschlagdichtungen zu achten. Durch eine Mitteldichtung wird eine Trockenzone für die Beschläge geschaffen, der Einbau sollte nach den Richtlinien der RAL-Fenstermontage erfolgen. Austauschbare Dichtungen erhöhen die Lebensdauer des gesamten Fensters.

Achtung Kleinhaus-Eigentümer!

Gemeinsam mit VELUX suchen wir Eigentümer von Kleinhäusern, die sich ein Dachfenster einbauen und dabei für eine Dokumentation begleiten lassen möchten. Also: Wer ein fotogenes kleines Haus sein eigen nennt und gerne mehr Licht im Dachbereich haben möchte, kann sich bei uns gerne melden. Bewerbungen nehmen wir per Mail entgegen.

Bildquelle: © istock.com/JodiJacobson (Bild 1), VELUX (Bild 2)