Alte Bauwagen ausbauen – Tipps & Tricks

Wer nach einem Tiny Home sucht, das sich bei Bedarf auch bewegen lässt, wird sich vermutlich auch einmal Gedanken darüber gemacht haben, ob der Ausbau eines alten Bau- oder Zirkuswagens eine Option sein könnte. Daher möchten wir in diesem Artikel ein paar Gedankenanstöße und Tipps dazu geben, was es beim Ausbau eines alten Holzwagens zum Minihaus zu beachten gilt …

Bevor man es sich wie einst Peter Lustig im liebevoll ausgebauten Bauwagen gemütlich machen kann, steht zunächst einiges an Arbeit auf dem Programm: Neben der Suche nach dem passenden gebrauchten Wagen – einem einfachen Bauwagen oder einem gediegenen Oberlichtwagen, auch Zirkuswagen genannt – gilt es den Ausbau zu planen und später dann natürlich auch umzusetzen.

Diese Vorbereitungen sollten Sie treffen

Bevor es an den Kauf und anschließenden Ausbau eines alten Holzwagens zum Tiny Home geht, müssen zunächst einige Vorbereitungen getroffen werden: Auch, wenn ein Bau- oder Zirkuswagen grundsätzlich mobil ist, braucht er einen genehmigungsfähigen Standplatz.
Das passende Grundstück sollte neben genügend Platz für den Wagen selbst auch über eine Zufahrt verfügen, die breit genug ist, sodass der Wagen durchpasst und problemlos rangiert werden kann. Was die baurechtlichen Voraussetzungen betrifft, kommt nur ein Standplatz infrage, an dem prinzipiell ein – wenn auch nur kleines – Wohngebäude errichtet werden dürfte. Dazu gehört, dass der Standplatz erschlossen werden muss.

Um die Voraussetzung für eine Baugenehmigung zu klären, ist es unter anderem wichtig zu entscheiden, wie der Wagen später genutzt werden soll: Soll er gewerblich als Gästeunterkunft für einen Urlaub im Tiny House genutzt werden? Wollen Sie ihn selber als Ferienhaus nutzen oder aber als Hauptwohnsitz? Soll der ausgebaute Bauwagen – gegebenenfalls zusätzlich zum Anschluss ans Netz – autark versorgt werden? Ist nur eine Nutzung im Sommer oder auch – mit der nötigen Dämmung und Wärmeversorgung – im Winter geplant? …

Sind all diese Punkte geklärt geht es ans Eingemachte: an den Kauf und anschließenden Ausbau des Bau- oder Oberlichtwagens.

Mit diesen Kosten sollten Sie rechnen

Zunächst einmal muss natürlich eine stabile Basis für das Tiny Home gefunden werden. Die Preise für einen gebrauchten Bau- oder Oberlichtwagen variieren je nach Zustand des Wagens zwischen 500 und 20.000 Euro. Dabei gilt: je günstiger der Holzwagen in der Anschaffung, desto teurer und aufwändiger die Restaurierung.

Alternativ kann man auch einen neuen Holzwohnwagen kaufen. Dafür sollte man zwischen 20.000 und 50.000 einplanen. Eine Übersicht über neue Holzwohnwagen mit verschiedenen Angeboten für unterschiedliche Bedürfnisse haben wir hier zusammengestellt.

Wer sich für die Aufbereitung und den anschließenden Ausbau eines gebrauchten Bau-, Zirkus- oder Schäferwagens entscheidet, muss zusätzlich zu den Kosten für den Wagen noch die Kosten für den Innenausbau einplanen. Diese sind natürlich abhängig von den konkreten Vorstellungen für den Ausbau: Wie soll die Inneneinrichtung aussehen? Soll der Wagen autark agieren können? Wie viel Luxus darf es sein?

Grundsätzlich sollte man mit den folgenden Kosten rechnen:

  • Außenverkleidung aufbereiten oder erneuern (je nach Zustand): 1.000 bis 10.000 Euro
  • Dach abdichten und gegebenenfalls reparieren: 1.000 bis 8.000 Euro
  • Holzwagen dämmen und isolieren: 3.000 bis 6.000 Euro
  • Innenausbau: nach oben offen, mindestens jedoch 2.000 bis 5.000 Euro

 

Damit landet man alleine für die Aufbereitung bei Gesamtkosten zwischen 7.000 und 29.000 Euro – je nachdem, wie viel Luxus man sich bei der Innenausstattung erlauben möchte auch mehr.

Wenn Sie den Ausbau in die eigene Hand nehmen und Ihnen eine schlichte Innenausstattung gerade recht ist, können Sie die Kosten natürlich deutlich senken. Wer regelmäßig in Baumärkten oder Kleinanzeigen nach guten Angeboten für Baustoffe Ausschau hält, kann nochmals sparen.

Neben dem Stöbern in Online-Kleinanzeigen, kann es sich dafür lohnen, regelmäßig die Websites verschiedener Anbieter zu prüfen und auch entsprechende Newsletter zu abonnieren. Schnäppchen findet man aber auch außerhalb des Internets: so informieren wöchentlich verschiedene Prospekte über die neuesten toom, Hornbach oder Bauhaus Angebote, mit denen man beim Umbau eines alten Holzwagens einiges an Geld sparen kann.

So wird ein Bauwagen zum kuscheligen Tiny Home

Unabhängig davon, wie man den genauen Stil der Einrichtung plant, gibt es einige Punkte, die man beim Ausbau eines alten Holzwagens zum Tiny House unbedingt beachten sollte:

  • Dämmung: Damit es sich auch im Winter gemütlich im Bauwagen wohnen lässt, sollte dieser sorgfältig und komplett gedämmt werden – inklusive Dach und Fußboden.
  • Fenster: Bauwagen verfügen in der Regel nur über ein Fenster. Daher sollte man über den Einbau weiterer Fenster nachdenken, um für mehr Licht und Durchlüftung zu sorgen.
  • Möbel: Der Innenausbau sollte möglichst funktional – also mit speziellen Einbauten und nicht mit freistehenden Möbelstücken – erfolgen, um den zur Verfügung stehenden Platz ideal zu nutzen.

 

Beachtet man all diese Punkte, kann ein alter Bauwagen tatsächlich zu einem kuscheligen Tiny Home ausgebaut werden.

Bildquellen: analogicus / Pixabay (Bild 1), Timbo84 / Pixabay (Bild 2).

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