Praktische Ergänzung zum Modulhaus: die Fertiggarage

 
Vieles hat mehr als nur einen Nutzen und Zweck – das könnte die Devise eines Minihauses sein: In einem Minihaus wird ein Tisch schnell einmal zum Gästebett umfunktioniert und die Küche versteckt sich in der Schrankwand. So lässt sie auch den Essbereich bei Bedarf zum gemütlichen Wohnbereich werden. Auf wenigen Quadratmetern findet man alle Annehmlichkeiten, die zum funktionalen Wohnen benötigt werden. Doch nicht alles, was zum Wohnglück fehlt, muss sich im Minihaus befinden. Im Rahmen des modularen Bauens können weitere Räume wie ein Gartenhäuschen, eine Werkstatt oder eine Garage auch zusätzlich auf der Außenfläche ergänzt und durch eine übergreifende Fassadenverkleidung sogar so verbunden werden, dass eine Einheit entsteht.

Im Handumdrehen zur Fertiggarage

Am Reißbrett kann eine Fertiggarage im Nu geplant werden. Bei den einschlägigen Anbietern, wie z.B. Kemmler Garage, stehen verschiedene Materialien und Designs zur Verfügung. Außerdem gibt es viele weitere Möglichkeiten, wie eine Fertiggarage auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten werden kann. Das kann den Look betreffen, aber auch Erweiterungen – zum Beispiel durch einen zusätzlichen Carport, um mehr als nur einen PKW unterzubringen oder durch die Kombination von Fertiggarage und Gartenhäuschen. Da zumeist sowohl für die Garage als auch für ein Gartenhäuschen eine Baugenehmigung benötigt wird, kann eine weitsichtige Planung die Prozesse beschleunigen und den bürokratischen Aufwand in Grenzen halten.

Folgende Vorteile bieten Fertiggaragen:

  • Unabhängig vom Hausbau planbar
  • Schnelle Anlieferung und Montage
  • Kostengünstig in der Anschaffung

 

Die Wahl des passenden Materials

Am naheliegendsten ist es, die Fertiggarage aus demselben Material wie das Haupthaus zu bauen. Somit ergibt sich eine harmonische Einheit. Viele verschiedene Materialien und Designs stehen für den Bau zur Verfügung und bringen die verschiedensten Vorteile mit:

Beton

Am robustesten sind Fertiggaragen aus Beton – sie stehen für Langlebigkeit und Sicherheit. Beton-Fertiggaragen können komplett im Werk vorgefertigt werden, brauchen für die Anlieferung dann allerdings eine Zuwegung, die von einem Schwerlasttransporter befahren werden kann und ausreichend Platz zum Aufstellen eines Krans. Diese Punkte können jedoch auf Minihaus-Grundstücken nicht unbedingt erfüllt werden. Auch ist Beton aus ökologischer Sicht kritisch zu betrachten, da für die Herstellung Sand benötigt wird, welcher – das wird viele Leser erstaunen – eine nicht unendlich verfügbare Ressource darstellt. Weltweit wird beim Abbau von Sand bereits Raubbau betrieben.

Anlieferung von Beton-Fertiggaragen

Stahl

Das Material Stahl hat ein viel geringeres Eigengewicht, weshalb für die Anlieferung einer Garage aus Stahl kein Schwerlasttransport benötigt wird. Meist bestehen die Wände aus einfachen Stahlblech-Platten. Für Bauherren, die die Stahl-Optik vermeiden wollen, gibt es Ausführungen bei denen nach dem Aufbau ein Außenputz aufgetragen wird. Für Laien ist es im Anschluss kaum möglich, eine verputzte Stahl-Garage von einer verputzten Betongarage zu unterscheiden. Wer die Fertiggarage allerdings nur für bestimmte Dauer am Grundstück einsetzen will, wird auf ein Verputzen verzichten wollen und stattdessen eher eine Lackierung nach eigenem Geschmack (bzw. dem des Bebauungsplans oder der Nachbarn) wählen. Eine lediglich lackierte Stahlgarage kann später problemlos abgebaut und an einen anderen Standort versetzt werden.

Holz

Holz bietet sich natürlich nicht nur für Häuser, sondern auch für Garagen als Baustoff an. Einer der größten Vorteile von Holz ist, dass es sich um einen nachwachsenden Rohstoff handelt, weshalb einer Garage aus Holz aus ökologischer Sicht der Vorzug gegeben werden sollte. Bei Holzgaragen von der Stange handelt es sich selten um komplett vorgefertigte Garagen, sondern um Bausätze – meist aus Blockbohlen. Vorteile einer Garage aus Holz ist der bereits erwähnte ökologische Aspekt, eine individueller realisierbare Grundform als bei Beton- und Stahlgaragen und der feuchtigkeitsregulierende Charakter von Holz: Wird ein nasses Auto in einer Holzgarage abgestellt, können die Wände – anders als Beton und vor allem Stahl – die Feuchtigkeit aufnehmen bzw. diffundieren lassen. Der Nachteil einer Holzgarage liegt in der Pflegebedürftigkeit in Bezug auf den Holzschutz.

 

Garagen mit Mehrwert

Eine Garage kann so viel mehr sein als nur die Standfläche des eigenen Autos oder die Räumlichkeit für Hobby-Handwerksarbeiten. Bei der Planung kann insbesondere das Dach verschiedene Funktionen erfüllen: Satteldächer mit Zwischenboden können Stauraum für Sportutensilien bieten, auf dem Flachdach einer Garage kann eine gemütliche Dachterrasse oder eine Grünfläche entstehen. Durch eine Dachbegrünung kann sich der Bau harmonischer in die Umgebung integrieren, außerdem können Erde und Pflanzen für einen kühlenden Effekt im Sommer sorgen. Wer Energiekosten sparen will, kann darüberhinaus die Installation einer PV-Anlage auf dem Garagendach in Erwägung ziehen, um mit dem Solarstrom sein E-Mobil zu speisen  – wobei auch hier das Baurecht im Auge behalten werden sollte.

Bildquellen: houzz.de (Bild 1,3+4), Cschirp (Bild 2; CC BY-SA 3.0 de)

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