Minihäuser aus aller Welt … ein Blick nach Spanien

Ein Traumhaus muss heutzutage mehr können als nur schön aussehen! Es sollte energieeffizient sein, technisch die neusten Anforderungen erfüllen und sich unseren Lebensumständen anpassen. Doch eine der wichtigsten Grundvoraussetzung ist Flexibilität. Daher hat das spanische Architekturbüro ÁBATON Arquitectura den Prototypen eines Hauses entwickelt, das an keinen Ort gebunden ist.

Casa Transportable ÁPH80 kann aus mehreren Modulen zusammengesetzt werden, sodass die Wohnfläche je nach Kombination zwischen 13,5 m² und 27 m² beträgt. Schon innerhalb eines Tages kann das kleine, transportable Haus am jeweiligen Wunschort aufgebaut werden.

Auf der Architektur- und Designplattform homify können sich weltweit Experten wie das spanische Architekturbüro ÁBATON Arquitectura anmelden und ihre Projekte vorstellen. Dort finden sich viele weitere Inspirationen rund um die Themen Hausbau, Garten und Einrichtung sowie Tipps und Tricks, mit denen sich kleine Wohnungen optisch ganz einfach vergrößern lassen.

Wie eine geringe Wohnfläche optimal genutzt wird, zeigt das kleine, transportable Traumhaus auf besonders kreative Weise:

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Traumhaus zum Mitnehmen

Vom Maisfeld über den abgelegenen Fleck im Wald bis hin zum Seegrundstück – sind die gewünschten Module ausgewählt, kann das flexible Traumhaus schon acht Wochen später am Ort der Wahl aufgebaut werden. Während die Tiefe des Hauses immer 3,5 Meter breit ist, kann die Länge je nach Bedürfnissen variieren, wodurch sich auch der Grundriss leicht verändert. Ob als Eigenheim für Singles oder Ferienhaus für Pärchen – das unkomplizierte Konzept eignet sich für viele Lebenssituationen.

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Die Materialien des Hauses sind recycelbar: Das Gerüst besteht aus Massivholz und wurde mit Spanholzzement beschichtet. Da die Außenwandkonstruktion mehrschichtig ist, kann die Luft im Zwischenraum problemlos zirkulieren, wodurch sowohl Wetterschutz als auch Wärmedämmung gewährleistet sind. Je nach Größe betragen die Kosten für das transportable Eigenheim zwischen 22.000 € und 42.800 €. Was vor allem dann nicht viel ist, wenn man bedenkt, dass sich diese Konstruktion wie ein Zelt an jedem beliebigen Ort aufschlagen lässt.

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Im Einklang mit der Natur

Verglichen mit einem Zelt, ist das Innere des Hauses jedoch um einiges komfortabler. Durch die Schiebetüren lässt sich die komplette Längsseite des Wohnraums öffnen, wodurch die Bewohner hier im steten Einklang mit der Natur leben. Weil der Dachfirst bei 3,5 Metern liegt, wirkt der Raum trotz der geringen Grundfläche um einiges größer als er tatsächlich ist. Die Einrichtung unterstützt diese Wirkung zusätzlich: Statt greller Farben wurde zu Pastelltönen und natürlichen Materialien gegriffen. Während der Holztisch im Vintage-Stil die natürliche Umgebung aufgreift, bringen der Teppich mit seinem verblassten Ethno-Muster und die Blumen Frische in das kleine Häuschen.

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Durch die einheitliche Verwendung der Materialien entsteht ein ruhiges Gesamtbild: Sowohl die Wände als auch der Boden und die Decke wurden aus spanischer Tanne gefertigt. Um Privatsphäre zu gewährleisten, lassen sich das Bad sowie das Schlafzimmer abtrennen. Während die Dachschräge dem Schlafraum Gemütlichkeit verleiht, sorgt das Fenster dafür, dass hier keineswegs ein beengtes Raumgefühl entsteht und man seinen Wunschort schon beim Aufwachen im Blickfeld haben kann.

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Design trifft Funktion

Aufgrund der geradlinigen Konturen entsteht ein minimalistisches Gesamtbild. Die Seitenansicht verdeutlicht die Kompaktheit des kleinen Hauses nochmal. Aus Transportgründen lassen sich alle Fenster und Türen schließen, sodass sich die Bewohner bei Bedarf von der Außenwelt abkapseln und in einer Art schattenspendendem Kokon leben können. Weil Funktion und Design bei diesem Konzept bis ins Detail im Gleichgewicht sind, verkörpert das transportable Mini-Haus trotz der geringen Größe ein durch und durch freiheitliches Wohngefühl.

Bildquelle: Ábaton/homify.de