Energieeffizient & gesund: Leuchtmittel im Vergleich

Licht hat einen entscheidenden Einfluss auf unser Wohlbefinden. Da wir einen Großteil des Tages in beleuchteten Räumen verbringen, ist es wichtig, die Zusammenhänge zwischen Licht und Gesundheit zu kennen. Mit der passenden Beleuchtung fühlen wir uns nicht nur besser, wir sind auch leistungsfähiger und wacher. Gleichzeitig spielt die Beleuchtung bei der Frage des Energiesparens eine wichtige Rolle.


Die Leuchtmittel – ein Überblick

Glühbirnen

Glühbirnen sind inzwischen vom Markt verschwunden. Ihr Licht gilt jedoch im privaten Bereich als sehr gesund. Denn das von Glühbirnen abgegebene Licht ist dem natürlichen Sonnenlicht ähnlich. So überzeugt es mit einer guten Farbwiedergabe und einer konstanten Leuchtkraft. Es wird als angenehm empfunden und hat keinen negativen Einfluss auf den Schlaf.
Aus ökologischer Sicht jedoch ist das Glühlampen-Verbot verständlich. Zum Einen sind Glühlampen nicht lange haltbar. Zum Anderen verbrauchen sie viel Energie. Lediglich fünf Prozent der Energie wird in Licht umgewandelt, der Rest verpufft in Form von Wärme.

Halogenlampen

Halogenlampen sind etwa 20 bis 30 Prozent sparsamer als Glühlampen. Sie sind ebenso wie Glühlampen sofort hell wenn sie angeschaltet werden. Sie halten doppelt so lange und können nach Bedarf gedimmt werden. Der Verkauf von Hoch-Volt-Halogenlampen (230 Volt) mit den Sockeln E14, E27 ist allerdings aus ökologischen Gründen auch seit 2018 verboten.

Das tageslichtähnliche Licht der Halogenlampe wird als angenehm empfunden. Es kommt vor allem dort zum Einsatz, wo große Räume gut ausgeleuchtet werden müssen.

Energiesparlampen

Energiesparlampen sind die energie- effizientere Alternative zu Glühbirnen und Halogenstrahlern. Sie überzeugen mit einer sehr hohen Lebensdauer von etwa 10.000 Stunden und der Energieverbrauch ist gering. Allerdings werden Energiesparlampen im Betrieb sehr heiß, sodass auch hier ein großer Teil der Energie als Wärmeenergie verpufft. Moderne Energiesparlampen sind in den verschiedensten Lichtfarben erhältlich.
Nachteilig wirkt sich aber die lange Reaktionszeit der Lampen aus. Energiesparlampen sind zerbrechlich. Wenn sie zerbrechen, können sie gesundheitsgefährdende Stoffe, wie zum Beispiel Quecksilber, an die Raumluft abgeben. Darum dürfen sie auf keinen Fall im Hausmüll entsorgt werden. Auch unbeschädigte Energiesparlampen dünsten gesundheitsschädliche Stoffe aus. Daher sollten Sie besser darauf verzichten, wenn Sie in einem Minihaus leben.

LEDs

Die Abkürzung LED steht für – Light Emitting Diode (Lichtemittierende Diode).
LEDs überzeugen durch ihre hohe Energieeffizienz. Es muss kein Glühfaden erhitzt werden, sodass Energie nicht in Form von Wärme verloren gehen kann. Bis zu 80 Prozent Energieeinsparung sind möglich. Die höheren Anschaffungskosten haben sich durch die Reduzierung der Stromkosten in kurzer Zeit amortisiert. Ein Vorteil moderner LEDs ist, dass sie mehr als 40.000 Stunden Lebenszeit haben. Das ist das Vierzigfache herkömmlicher Glühbirnen. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass LEDs  keine giftigen Stoffe enthalten. Aus ökologischer Sicht gibt es also ein deutlicher Pluspunkt für die LED-Beleuchtung. Wie werden LEDs aus medizinischer Sicht bewertet?
Das eher kalte Licht der ersten LED-Beleuchtungen wurde häufig kritisiert. Hochwertige moderne LEDs sind in verschiedenen Lichtfarben erhältlich und können diesen Nachteil gut ausgleichen.

Ökologische und medizinische Bewertung der verschiedenen Leuchtmittel

Wir brauchen eine gute Beleuchtung, um gesund und leistungsfähig zu bleiben. Während es im Büro und in der Werkstatt vor allem auf Helligkeit ankommt, muss das Licht in Wohnräumen viele verschiedene Aspekte absichern. Zum Arbeiten, zum Lesen, Schreiben und Hausaufgaben machen wird Helligkeit benötigt. Punktuell eingesetzte LEDs sind hier perfekt.
Um abends gemütlich zusammen zu sitzen, wird Licht mit einer warmen Lichtfarbe gebraucht. Wer noch eine Glühbirne besitzt, kann diese dazu verwenden. Wählen Sie jedoch ansonsten eine LED mit einer niedrigen Farbtemperatur. Denn auch dieses Licht ist warm und behaglich. Vermeiden Sie vor der Nachtruhe das kalte Licht von Laptop, Smartphone und Co.
Kritisch gesehen wird das Flackern bei LEDs – es kann zu Kopfschmerzen führen. Empfindliche Personen sollten daher vermeiden LEDs zu dimmen, da diese dann langsamer flackern. Noch nicht abschließend erforscht ist ebenso der Einfluss des LED-Lichtes auf die Makuladegeneration.
Beachten Sie daher bei der Auswahl und Planung der Beleuchtungssysteme aus welchen Materialien die Leuchtmittel bestehen. Eine Energiesparlampe gehört aufgrund der gesundheitsschädlichen Stoffe, die sie enthält, auf keinen Fall ins Schlaf- oder Kinderzimmer. Bezüglich der Energieeffizienz sind LEDs und Energiesparlampen den Glühbirnen und Halogen Strahlern auf jeden Fall überlegen.

Wenn Sie all diese Tipps beachten, werden sie im wahrsten Sinne des Wortes alles ins rechte Licht setzten.

Bildquellen: ycko/istock.com (Bild 1),  Matt Seymour /unsplash.com (Bild 2). 

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