Klein- und Minihäuser, der Immobilientrend

Wer würde nicht von einem eigenen Dach über dem Kopf träumen?! Ein eigenes Haus zu bauen oder zu kaufen, das gehört – sofern nicht das Anwesen der Vorfahren übernommen werden kann – seit Jahrhunderten zum Lebensplan der Menschen. In den letzten Jahren haben sich jedoch gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen ergeben, die die Herangehensweise an das Thema “Hausbau oder Hauskauf” verändert haben: Immer mehr – auch junge – Menschen leben alleine; Familiengründung ist nicht mehr oberstes Ziel. Der Anspruch an Mobilität und Flexibilität – auch in der Arbeitswelt – widerspricht einem Sesshaftwerden und Wurzelnschlagen “auf Lebenszeit”. Wozu sich also durch ein Haus festlegen lassen? Und nicht zuletzt: Wer möchte schon in der heutigen Zeit einen hohen Kredit für den Hausbau aufnehmen, wo doch nichts mehr Bestand hat wie früher? Dennoch: Viele Menschen zieht es aus den stressigen Großstädten raus aufs Land. Und dorthin passt dann wieder der Traum von einem Häuschen – und sei es auch nur ganz klein.

Der Traum vom Eigenheim

haeuschen-auf-dem-landSowohl viele junge Paare als auch Singles wollen sich nach und nach vom – normalen – Stadtleben abkoppeln und lieber einen ruhigeren, naturverbundenen Alltag genießen. Viele Interessenten schauen sich deshalb nach kleinen Häuschen auf dem Land um. Die Suche nach einem älteren Häuschen, das den eigenen Vorstellungen entspricht, kann recht langwierig sein. Wichtig ist deshalb, dass man ganz konkrete Vorstellungen davon hat, wie das neue Zuhause sein soll und in welchem Umkreis es liegen soll. Mit diesen Eckdaten lässt sich planvoll suchen: Soll es ein altes – eventuell renovierbedürftiges – Häuschen sein oder ein Stellplatz für ein transportables Modulhaus, oder gar ein Tiny House auf Rädern? Die kleinsten Häuschen, deren Fläche nicht einmal 10 Quadratmeter beträgt, verfügen im Regelfall über lediglich ein Zimmer und ein Schlafloft. Dies wird für die meisten Menschen hierzulande für einen Hauptwohnsitz nicht in Frage kommen. Ganz anders sieht es bei Modul- und Kleinhäusern mit einer Wohnfläche zwischen 40 und 80 Quadratmetern aus.

Preise für die Immobilien

Wegen der steigenden Nachfrage in dieser Immobilien-Nische sind natürlich Eigentümer solcher kleinen Häuschen klar im Vorteil: Wenn kein Eigenbedarf besteht, können sie ihre Immobilie – sofern die Bausubstanz in Ordnung ist – problemlos verkaufen oder vermieten. Die zu erzielenden Preise hängen dabei natürlich stark von der Lage und Ausstattung des Objekts ab und die Bandbreite ist immens: angefangen bei sehr günstigen, alten Siedlungshäusern, bis hin zu hochwertigen Luxushäuschen in Toplage. Wer eine Idee vom Wert seiner Immobilie bekommen möchte, sollte für die Einschätzung des Preises die Bewertungsmöglichkeiten im Internet nutzen: Einige Anbieter haben sich auf die Hilfe bei der Immobilienbewertung unterschiedlichster Objekte spezialisiert. So erfährt man den exakten und vor allem fairen Wert seines Eigentums. Dabei ist es wichtig, bei der Anfrage die richtige Bezeichnung zu nutzen: In Deutschland werden Häuser unter 100 qm Wohnfläche meist Kleinhaus, Minihaus oder Singlehaus genannt.

Vorteile moderner Modulhäuser

Im Vergleich zu kleinen, alten Siedlungshäusern, deren Wärmedämmung meist zu wünschen übrig lässt, weisen moderne Modulhäuser einen hohen Energiestandard auf. Das bedeutet, dass man im Schnitt weniger Geld für die Energieversorgung ausgeben muss und gleichzeitig einen kleineren ökologischen Fußabdruck hinterlässt. Dies ist um so mehr der Fall, wenn beim Bau umweltfreundliche Materialien eingesetzt werden – also z. B. Holzfaserdämmung statt Mineralwolle, Holzböden statt Laminat und ökologische Fugendichtungen statt Montageschäume. Wenn man also an eine gute Wärmedämmung und eventuell auch an eine PV-Anlage denkt, werden die Energiekosten im gesamten Jahr sehr niedrig gehalten. Ökologisch errichtete Kleinhäuser liegen voll im Trend. Besonders begehrt sind in diesem Bereich die Massivholzhäuser: Diese haben zwar einen höheren Anschaffungspreis als z. B. Holzrahmenhäuser, sind aber auch konkurrenzlos wertbeständig: Die Lebensdauer von Massivholzhäusern beträgt im Schnitt 80 – 100 Jahre. Aus diesem Grund ist der Wiederverkaufswert auch entsprechend hoch.

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