5 Tipps:
Wie Minimalismus in der Küche gelingt

Minimalismus ist ein Lebensstil. Immer mehr Menschen merken, dass der Überfluss an Dingen uns weder reicher noch glücklicher macht. Im Gegenteil, wenn wir zu viel Kleidungsstücke, Dekorationen, Geschirr, Bücher usw. besitzen, werden die Gegenstände zum Ballast.

Kann Minimalismus in der Küche unser Leben erleichtern?

Auf dem Weg zu einer minimalistischen Lebensweise im Minihaus spielt die Küche eine bedeutende Rolle. Minimalismus in der Küche können Sie auf die unterschiedlichsten Arten umsetzen:

– bei der Raumgestaltung
– bei der Wahl von Küchenutensilien, Geschirr und Geräten
– beim Kochen und beim Essen
– beim Ordnen
– beim Dekorieren

Tipp #1: Die Raumgestaltung

Setzen Sie bei der Gestaltung der Küche auf natürliche Materialien. Holz, Lehm oder Beton passt perfekt zur minimalistischen Raumgestaltung. Wenige schlichte Farben ergänzen den Stil. Bevorzugen Sie Möbel und Lampen in klaren Formen und zeitlosen Designs.

Tipp #2: Küchenutensilien und Geräte

Es ist unglaublich, was es alles für die Küche gibt: Nicht nur Tassen, Teller, Schüsseln und Töpfe in diversen Größen, auch eine Vielzahl verschiedener Elektrogeräte sollen die Küchenarbeit erleichtern. Nach anfänglicher Begeisterung sind diese Dinge häufig nur noch Staubfänger. Der Nachteil ungenutzter Utensilien in der Küche ist vor allem, dass wertvoller Platz fehlt.

Benötigen Sie wirklich ein Porzellan Geschirr-Set in Cremeweiß für besondere Anlässe, eins in Bunt für den Alltag und weil es gerade modern ist, noch ein Service in Pazifikblau? Zusätzlich steht da das Geschirr mit dem Goldrand, ein Erbstück von Tante Mariechen. Wenn Sie ehrlich sind, könnten Sie mindestens auf die Hälfte verzichten, oder?

Fragen Sie sich vor dem Kauf, ob Sie wirklich regelmäßig einen Dampfgarer, einen Sandwichmaker, ein Waffeleisen oder einen Pizzaofen benutzen. Wenn nicht, verzichten Sie darauf! Eine gute Alternative zum Kauf ist, sich die Geräte bei der Nachbarin oder bei Bekannten auszuleihen. Wenn Sie merken, dass Sie Geräte, Geschirr oder Küchenutensilien besitzen, die Sie nicht benötigen, dann verkaufen, spenden oder verschenken Sie diese. So können Sie jemandem eine Freude bereiten und gleichzeitig Platz schaffen.

Tipp #3: Kochen und Genießen

Minimalismus ist bereits beim Einkaufen möglich. Bevorzugen Sie saisonales Obst und Gemüse aus der Region sowie gesunde Vollkornprodukte. Bereiten Sie möglichst viele Speisen selbst zu, so wissen Sie genau, was drin ist. Probieren Sie Gerichte, die mit wenigen Zutaten auskommen. Leckere Eintöpfe und Gemüsepfannen sind schnell zubereitet, schmackhaft und gesund.
Beachten Sie beim Einkauf die Menge, die Sie benötigen. So gelingt es, der Lebensmittelverschwendung ein Schnippchen zu schlagen.

Essen Sie achtsam und nehmen Sie sich genug Zeit. Essen Sie nicht nebenbei und verzichten Sie bei den Mahlzeiten auf das Lesen von Handy-Nachrichten oder Zeitschriften.
Genießen Sie einfach nur den Geschmack!

Tipp #4: Ordnung mit System

Schaffen Sie Ordnung in Ihrer Küche. Bewahren Sie Lebensmittel so auf, dass Sie auf einen Blick erkennen, was vorrätig ist. So vermeiden Sie Fehlkäufe.
Überlegen Sie sich ein Ordnungssystem. Platzieren Sie die Utensilien möglichst dort, wo sie am häufigsten gebraucht werden.

Tipp #5: Dekorieren mit Augenmaß

Farbenfrohe Bilder an den Wänden, bunte Blumen auf dem Tisch, dazu noch Kerzen, ein Gesteck, gemusterte Geschirrtücher und Gardinen, so sehen viele Küchen aus. Keines der dekorativen Accessoires können Sie bewusst wahrnehmen. Verzichten Sie auf die Vielzahl der Farben und Muster. Wählen Sie schlichte Designs bei Geschirrtüchern und Tischdecken. Stellen Sie einen schönen Blumenstrauß auf den Tisch und freuen Sie sich über die Schönheit der Blumen.

Die ersten Schritte zur Veränderung

Wo fängt man an und wie gelingt es, die Küche minimalistisch umzugestalten? Nutzen Sie den Frühjahrsputz oder einen freien Tag, an dem Sie sich nur Ihrer Küche widmen. Räumen Sie die Schränke aus und entscheiden Sie mithilfe der Korbmethode, was Sie benötigen. Was Sie regelmäßig verwenden, kommt in Korb 1. Was defekt oder nicht mehr verwendbar ist, wird in Korb 2 gelegt. Gut erhaltene Dinge, die Sie nicht mehr brauchen, die aber zu wertvoll zum Wegwerfen sind, werden in Korb 3 sortiert. Sie werden zum Verkauf oder zum Verschenken vorbereitet. Ganz schnell schaffen Sie auf diese Weise Platz in Ihren Schränken. Eventuell können Sie sogar auf einen Schrank verzichten.

Minimalismus gleich Verzicht?

Minimalismus bedeutet zunächst Verzicht, das stimmt. Doch dieser Verzicht bezieht sich vor allem auf das, was wir ohnehin nicht benötigen. Keine Angst: Durch die neue Lebensweise werden Sie garantiert nichts vermissen. Erleben Sie, wie Minimalismus zu einem Gewinn in Ihrem Leben wird!

Bildquellen: puhimec / iStock.com (Bild 1), didecs / iStock.com (Bild 2), Switlana Symonenko / iStock.com (Bild 3).

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