Hubtechnik für zuhause: viel Funktionalität auf wenig Raum

Wer sich für ein Minihaus entscheidet, der entscheidet sich für maximale Freiheit bei einem minimalen ökologischen Fußabdruck. Gleichzeitig lässt er sich auf ein Leben auf engstem Raum ein. Auf einer Fläche weniger Quadratmeter spielt sich fortan das gesamte häusliche Leben ab. Dieser Raum sollte also optimal genutzt werden, um alle lebensnotwendigen Bedürfnisse zu erfüllen. Meist wird im gleichen Raum gekocht, gegessen, gearbeitet, geschlafen, gelebt. Aber geht das überhaupt? Und ob! Multifunktionale Hubmöbel machen es möglich, aus einer begrenzten Quadratmeterzahl das Beste herauszuholen.
 

 

Die Funktionsweise von Hubmöbeln

Grundsätzlich versteht man unter Hubtechnik, dass Möbel so konzipiert werden, dass sie im Alltag unkompliziert höhenverstellbar sind. Ein Hub- oder Liftbett beispielsweise kann anhand von zwei Schienen, die vertikal an die Wand gebaut werden, hoch- und heruntergefahren werden. Dies kann ein eingebauter elektrischer Motor übernehmen. Andernfalls gibt es auch Modelle die mit einer Handseilwinde funktionieren – ohne Strom, jedoch mit etwas Muskelkraft.

Ähnliche Lösungen gibt es für höhenverstellbare Tischgestelle. Diese sind individuell zusammenstellbar: Indem Sie unterschiedliche Tischgestelle und Tischplatten miteinander kombinieren, können Sie Größe und Form leicht an Ihre Bedürfnisse anpassen. Höhenverstellbare Tischplatten ermöglichen es, ein einzelnes Möbelstück für eine Vielzahl an Funktionen zu nutzen: Auf niedriger Höhe als Couchtisch, auf mittlerer Höhe als Ess- oder Arbeitstisch, weiter oben wird eine Arbeitsplatte oder ein Stehtisch für besonders ergonimisches, rückenschonendes Arbeiten daraus.

Die Vorteile der praktischen Hubtechnik

  • Platzsparende Raumnutzung: Hubbetten schaffen zusätzlichen Stauraum. Sie werden beispielsweise an die Decke gefahren, wenn sie nicht in Gebrauch sind, sodass der Platz darunter zum alltäglichen Leben genutzt werden kann. Alternativ können sie auch wie ein zusätzliches Gästebett gebraucht werden, das nur bei Bedarf heruntergelassen wird.

    Wie in der Präsentation der Zirbenbox im folgenden Video zu sehen, kommen aus dem Wohnmobilbereich sogar Lösungen, bei denen die Betten bis auf die Höhe der Dachoberfläche gehoben werden. Dort werden sie durch einen gläsernen Überbau geschützt. Bei schönem Wetter lässt sich dieser als Hubdach über das Bett heben, sodass man vom Bett aus einen 360-Grad-Rundumblick genießen kann. In der Zirbenbox kann übrigens nicht nur das Bett und das Glasdach angehoben und abgesenkt werden, sondern auch der Tisch der Sitzgruppe – durch das Absenken entsteht dort eine weitere Liegefläche.

  • Ergonomie: Schreibtische und Stühle, die höhenverstellbar sind, ermöglichen es, dass die Sitzposition öfter gewechselt werden kann. Auf diese Weise kommt es weniger zu haltungsbedingten Verspannungen und Rückenschmerzen.
  • Nachhaltigkeit: Dadurch, dass Hubmöbel so vielfältig einsetzbar sind, werden insgesamt weniger Möbel für die Ausstattung gekauft, was in der Produktion auch weniger Ressourcen verbraucht.
  • Optik: Der Raum kann, je nach Wunsch, innerhalb weniger Minuten vollkommen umgebaut werden. So wird aus einem Schlafzimmer schnell ein Büro und aus einem Aufenthaltsraum ein Esszimmer. Innovative multifunktionale Möbelideen sorgen dafür, dass es selbst auf engstem Raum nie langweilig wird.

 

 

Möbel kaufen oder selber bauen?

Insbesondere in der Tiny-House-Community haben viele Menschen eine Affinität zu DIY-Projekten. So findet man auch online schnell eine Vielzahl an Anleitungen für das Selbstbauen cleverer Möbel-Lösungen. Ob Sie Ihre Möbel selbst bauen oder nicht, ist letztendlich eine sehr individuelle Entscheidung, die insbesondere von Motivation, Budget und Zeitkapazitäten bestimmt wird.

Das Selbstmachen hat den Vorteil, dass Sie hundertprozentige Freiheit dabei genießen, wie Sie Ihr Zuhause gestalten – Farbe, Form, Funktionsweise und Struktur der Möbel können ganz individuell gewählt werden. Zudem ist der Stolz, den man selbstgebauten Dingen gegenüber fühlt, oft unbezahlbar. Unterschätzt wird dabei jedoch von vielen der tatsächliche Zeitaufwand. Möglicherweise funktioniert das Projekt nicht auf Anhieb, es müssen Teile neu erworben und gegebenenfalls noch zusätzliche Kosten für Werkzeug einkalkuliert werden. Dahingegen ist der Kauf zwar weniger individuell, dafür sind Zeit und Kosten jedoch vorab absehbarer. Wer etwas Erfahrung hat, kann das DIY-Projekt also problemlos wagen. Mit zwei linken Händen und wenig Know-How ist es empfehlenswerter, sich einfach im Fachhandel einzudecken.

Bildquellen: Anete Lusina / Pexels (Bild 1), Tiny House Tour (Video 1), CamperStyle.tv (Video 2), Deagreez / iStock (Bild 2).

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