Tiny House Movement. Bauprojekte weltweit (4)

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Travis & Dannilee Marttinen, CDN
Bild Minihaus von Tammy Strobel
Tammy Strobel, US
www.rowdykittens.com

Macy Miller, US
www.minimotives.com

Mitchell Mast & Nicholette Codding, US
www.ourtinyhome.us

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Bleibt nur noch eine Frage: Wie wird es gemütlich im Tiny House? Klar, einen wesentlichen Teil trägt dazu die Inneneinrichtung bei. Hier entscheiden sich viele ebenso wie beim Aufbau für Holz, helle Farben und Naturmaterialien. Aber es gibt auch einen ganz wichtigen gestalterischen Aspekt beim Bau des Tiny Houses, der über die spätere Gemütlichkeit oder Wohnlichkeit entscheidet.

Als besonders gemütlich gelten zum Beispiel Dachfenster, Erker und Fensternischen. Sie lassen sich bautechnisch recht einfach realisieren. Entscheidend ist, dass sie kleine geschützte (Teil-)Räume schaffen, die selbst im Minihaus Rückzugsorte darstellen.

Gerade im Sommer ist es außerdem ein Gewinn an Wohnqualität, wenn der Wohnraum sich nach draußen hin erweitert. Das ist auch im Tiny House kein Problem. Manche bauen sich sogar eine eigene Mini-Veranda oder eine Terrasse. Ebenso ist es möglich, mit einer kleinen Treppe den Zugang zum Garten direkt zu ermöglichen.

Wenn es hingegen kalt und ungemütlich wird draußen, dann schafft Wärme viel Behaglichkeit. Ein entsprechender Ofen sollte ebenfalls bereits in der ersten Planungsphase berücksichtigt werden. Schließlich benötigt das Minihaus dafür einen Kamin oder ein geeignetes Ofenrohr. Ebenso sind Vorschriften zum Brandschutz einzuhalten, wenn es sich um einen Holzofen handelt.

Als weiteres Element in Sachen Gemütlichkeit dient die Beleuchtung. Dabei geht es zum einen darum, das passende Licht auszuwählen. Möglichst warm und diffus sollten die Lichtquellen sein. Zum anderen ist es wichtig, die Verkabelung so zu planen, dass an jedem Ort Licht zur Verfügung steht, an dem Helligkeit benötigt wird. Dazu gehört neben den Wohnräumen auch der Außenbereich. Licht an der Fassade sorgt nämlich nicht nur nach außen hin für einen hübschen Eindruck – auch im Inneren steigt die Gemütlichkeit, wenn die Umgebung in der Nacht nicht komplett dunkel ist.

Ein wichtiger Hinweis in Bezug auf die Beleuchtung betrifft die Stromversorgung. Wer einen Anschluss an das Netz hat, muss hier keine Engpässe befürchten. Wer autark lebt und seinen Strom aus Solarmodulen oder einem Akku bezieht, kann mit der richtigen Leuchten-Auswahl Energie sparen. Am besten eignen sich LEDs – das ist mittlerweile allgemein bekannt. Ansonsten gilt: Gemütlichkeit empfindet jeder individuell. Die Beispiele der Tiny Houses weltweit zeigen, wie Gemütlichkeit jeweils nach eigenem Geschmack realisiert wurde. Viele Ideen lassen sich gut für das eigene Projekt nutzen.

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