Tiny House Movement. Bauprojekte weltweit (3)

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Shaye & Tom, NZ
www.diyhousebuilding.com

Kyle & Jessica, CDN
www.tinyhouseontheprairies.wordpress.com

Andrew Morrison, US
www.tinyhousebuild.com
Bild Minihaus von Dee Williams
Dee Williams, US
www.padtinyhouses.com

Helena Mattsson, SE
www.off-grid.se

Esther & Kenny, US
www.kennyandestherstinyhouse.blogspot.de

Aldo Lavaggi, US
www.goldthreadtinyhouse.blogspot.de

Candice Ding, US
www.littletinyhouse.com

Kiva & Jake, CDN
www.youtube.com

John Labovitz, US
www.polymecca.com


Joe Weissbeck, US
www.unlikelylives.com

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Spitzdach, Pultdach, Flachdach? In Bezug auf die Form eines Tiny Houses gibt es viele Möglichkeiten. Dabei ist die Grundfläche fast immer rechteckig, denn das ist durch den verwendeten Trailer vorgegeben.

Die einfachste Lösung ist es nun, die Wände hochzuziehen und ein Flachdach aufzusetzen (in Deutschland ist eine Gesamthöhe von vier Metern limitierend, wenn das Haus als Anhänger zugelassen werden soll). Dafür sind noch nicht einmal intensive Bauarbeiten nötig, ein ausgemusterter Container erfüllt den Zweck. Es fehlen nur noch Fenster, Türen und eine ansprechende Verkleidung, fertig ist der Tiny-House-Rohbau.

Aber Vorsicht: Aus bauphysikalischer Sicht ist es empfehlenswert, das Dach zu neigen. Der Grund ist einfach: So läuft Regenwasser von sich aus ab und belastet die Bausubstanz nicht. Hier gibt es wiederum verschiedene Optionen. Ein Pultdach ist an einer Seite höher als an der gegenüberliegenden und es gibt nur eine Dachfläche. Ein Vorteil ist, dass dadurch zumindest einseitig viel Platz im Obergeschoss gewonnen wird. Hier bietet sich ein Schlafalkoven an.

Wer es hingegen lieber klassisch haben möchte, entscheidet sich für das Satteldach. Es ist die hierzulande am häufigsten gewählte Dachform und auch bei Minihäusern ist sie beliebt, wie die Übersicht auf dieser Seite zeigt. Ein Grund ist ihr einfacher Aufbau, da die Flächen zu beiden Seiten symmetrisch abfallen. Zudem schätzen viele Bewohner die Gemütlichkeit, die von Dachschrägen ausgeht. Drüber hinaus ist ein Satteldach am Tiny House auch finanziell attraktiv, denn es ist günstig zu bauen.

Das alles heißt jedoch nicht, dass ein Tiny House eine einfache Gestaltung haben muss. Es gibt auch Hausbauer und Hausbauerinnen, die sich raffinierte Elemente ausdenken. Das können zum Beispiel Überstände oder Erker sein. Manche realisieren sogar ausgefallene Bauformen, die moderner Architektur entsprechen. Wer einen entsprechenden Entwurf umsetzen möchte, sollte dabei jedoch an die Bauphysik denken. Es können zum Beispiel ungünstige Wärmebrücken entstehen. Auch die Luftzirkulation kann unter einem Querschnitt mit vielen Ecken leiden. Wer sich unsicher ist, sollte vor der Bauphase einen Experten befragen oder einen Blick in die erfolgreichen Umsetzungen werfen, die hier zusammengestellt sind.