Hell und luftig: Minihäuser in Japan

Die moderne japanische Architektur ist bekannt für Entwürfe, die die Nutzung kleinster Baulücken ermöglichen, zugleich aber dennoch luftig wirken. Wo Baufläche rar und teuer ist, wird verschachtelt in die Höhe gebaut. Wir stellen Ihnen hier drei beeindruckende Entwürfe japanischer Architekten vor:

Moriyama House, Tokyo

Ein in vieler Hinsicht interessantes Objekt ist das Moriyama House, das in einem Außenbezirk von Tokyo errichtet wurde. Der Architekt Ryue Nishizawa entwarf für seinen Kunden Yasuo Moriyama einen Miniwohnkomplex aus Stahl-Kuben:

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Das Moriyama House besteht aus zehn Elementen, ein- bis dreistöckig, welche so auf dem Grundstück angeordnet sind, dass sich Wege und Plätze dazwischen ergeben. Vier der Elemente werden vom Eigentümer genutzt: ein Objekt für den Schlafraum und das Arbeitszimmer, ein Objekt für Küche und Vorratsraum, ein Kubus als Wohnzimmer und einer als Badezimmer. Ein weiteres Objekt dient den Hausangestellten, die fünf restlichen Objekte werden vermietet.

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Bildquelle: Japan Architecture + Urbanism; Weitere Infos und Bilder auf OpenBuildings.

Tokyo Apartment, Tokyo

Aus aufeinandergestapelten Häuschen besteht das Tokyo Apartment des japanischen Architekten Sou Fujimoto:

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tokyo-apartment-innenBildquelle: Japan Architecture + Urbanism.

House O, Mie-ken

Ein kleines Haus, mit dem jedoch verhältnismäßig viel Grundfläche verbaut wurde, ist das “House O”, das aus der Schmiede des japanischen Architektur-Studios Stands-Architects kommt.
Das “House O” zeichnet sich durch ein minimalistisches Design aus. Zu den Seiten kommt das Haus sehr reserviert daher, für ausreichend Lichteinfall sorgen Fenster im Schlafloft, sowie Fenster und Glastüren zum Atrium.
Ein Feature des „House O“ ist die integrierte Garage, die lediglich durch eine Glaswand vom Wohnraum getrennt ist, wodurch sich die Hausbewohner jederzeit am Anblick ihres Autos ergötzen können.

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Bildquelle: standsweb.jp