Das Baumhaus in der Königslinde

König Ludwig II. von Bayern (1845-1886), im Volksmund als der “Märchenkönig” bezeichnet, hatte bekanntermaßen ein Faible für Traumwelten, Mythen und die Natur. Fern vom Hof in München ließ er neben Schloss Herrenchiemsee, Schloss Neuschwanstein, das Königshaus am Schachen und Schloss Linderhof bauen.

Bild Schloss Linderhof

Weitere geplante Bauprojekte, die aufgrund des frühen Todes des Königs nie realisiert wurden, waren der Neuaufbau der Burg Falkenstein nahe Hohenschwangau, ein chinesisches Sommerschloss, das dem Pekinger Winterpalast nachempfunden und vermutlich am Plansee in Tirol entstehen sollte, sowie ein großer byzantinischer Palast in der Nähe von Linderhof.

Bei all dem märchenhaften Ambiente, das Ludwig II. um sich herum schuf, suchte er auch immer die Abgeschiedenheit in der Natur. Auf Schloss Linderhof schuf er sich dieses Stück Abgeschiedenheit durch das sogenannte “Baumhaus” in der Königslinde. Es handelte sich hier nicht wirklich um ein Baumhaus, sondern vielmehr um einen Freisitz, auf dem sich der König bei schönem Wetter das Frühstück servieren ließ.

Baumhaus Königslinde

Das Baumhaus in der Königslinde gibt es nicht mehr, aber die 28 m hohe Linde am Rand der Brunnenanlage kann immer noch bewundert werden.

Brunnenanlage Schloss Linderhof