Bild Modulhaus rostige Cortenstahl-Fassade

Dreh- und Angelpunkt:
5 Tipps zur Auswahl der Fenster für Ihr Minihaus

Minihäuser sind im Trend: Durch gezieltes „Ballastabwerfen“ ist eine minimalistische Wohnform möglich, die uns auch innerlich befreien kann – zudem spart eine genügsame Lebensweise Geld. Aufgrund der reduzierten Wohnfläche werden Anschaffungen bewusster getätigt und alle Einrichtungsgegenstände mit Bedacht ausgewählt. Multifunktionalität ist von Vorteil, die Ausstattung muss aber vor allem eines sein: platzsparend. Große Bewegungsradien müssen vermieden werden – das gilt auch für Fenster. Welche Fenster sich am besten für ein Minihaus eignen und welche weiteren Auswahlkriterien wichtig sind, haben wir in diesem Artikel zusammengefasst.

Tipp #1: Dachfenster

Um so viel Tageslicht wie möglich in das Minihaus zu bekommen, sind Dachfenster ideal geeignet. Ein heller Raum wirkt größer, einladender und gemütlicher. Dachfenster schränken keine anderen Funktionen im Haus ein und sind eine gute, natürliche Lichtquelle. Man kann sogar Förderungen erhalten für Dachfenster, was die Kosten enorm senkt.

Tipp #2: Schiebefenster

Schiebefenster sind ebenfalls eine Überlegung wert: Sie sind platzsparend und haben quasi keinen Bewegungsradius.

Im Minihaus dienen Fensterbretter oftmals als Ablagefläche für Küchenutensilien, Pflanzen, Kräuter oder andere Gegenstände. Daher ist es empfehlenswert, eine Fensterart zu wählen, die sich trotzdem problemlos öffnen lässt. Immerhin sollte mehrmals täglich gelüftet werden – vor allem auf kleinem Raum wird es schnell stickig. Jedes Mal die Fensterbretter freiräumen zu müssen, widerspräche dem Traum vom einfacheren Wohnen. Vertikale Schiebefenster, wie man sie zum Beispiel aus England und den USA kennt, sind daher eine praktische Lösung.

Tipp #3: Nach außen öffnende Fenster

Wem Schiebefenster nicht zusagen, dem raten wir zu Fenstern, die nach außen öffnen. Die Küstenregion ausgenommen, sind diese im deutschsprachigen Raum eher unbekannt, jedoch platzsparend und wartungsarm: Flügel, die nach außen öffnen, werden bei starkem Wind nur fester gegen den Rahmen gedrückt. Dies führt dazu, dass sie dauerhaft winddicht abschließen. Die gesamte Konstruktion wird dadurch weniger strapaziert und ist langlebiger.

Tipp #4: Festverglasung

Festverglasung, also Fenster, die sich nicht öffnen lassen, sind die günstigste und wartungsärmste Variante. Sie bietet sich zum Beispiel an allen Stellen an, zu denen man nicht ohne Weiteres hinauf reichen kann, um das Fenster zu öffnen – zum Querlüften lassen sich dann in aller Regel praktischere Alternativen finden.

Aus dem modernen Geschossbau kennen wir auch Kombinationen aus Festverglasung mit schmalen, nach außen öffnenden Drehflügeln. Diese verbinden mehrere Vorteile: Stellfläche vor dem Fenster, Lüftungsmöglichkeit, Erreichbarkeit der Außenseite der Festverglasung zum Fensterputzen, Langlebigkeit und der günstigere Preis im Vergleich zu großen Dreh-, Kipp- oder Dreh-/Kippfenstern.

Tipp #5: Wichtige Auswahlkriterien bei der Fensterplanung

Wer auf der Suche nach den perfekten Fenstern für sein Minihaus ist, sollte auf folgende Kriterien wert legen:

  • Isolierung: Fenster und Rahmen sollten gut gegen Kälte, Hitze und Lärm isolieren. Doppelt verglaste Fenster sind im Anschaffungspreis teurer, sparen aber auf Dauer Heizkosten. Qualitativ hochwertige Fenster schonen somit langfristig den Geldbeutel. Von einer Dreifach-Verglasung ist im Wohnungsbau übrigens abzuraten, denn: je mehr Glasscheiben, desto weniger Lichtausbeute im Innenraum.
  • Sicherheit: Bei der Wahl der Fenster ist ein hoher Sicherheitsstandard ebenfalls wichtig, damit wir uns in unserem Zuhause behütet fühlen können. Dazu gehören Fenster, die sich nicht einfach aufbrechen lassen und vor Einbrechern schützen. Zusätzlich kann man Alarm-Sensoren oder Bewegungsmelder an den Fenstern anbringen.
  • Qualität: Eine hohe Qualität – sowohl was den Rahmen, wie auch die Verglasung betrifft – ist entscheidend, damit das Fenster eine möglichst lange Lebensdauer hat. Kunststoff, Holz und Aluminium sind die gängigsten Materialien für Fensterrahmen. Holz ist aufgrund seiner Natürlichkeit und Nachhaltigkeit bei vielen BauherrInnen besonders beliebt. Kunststoff und Aluminium sind hingegen um einiges pflegeleichter als Holz. Holz-Alu-Fenster verbinden – durch die Holzoberfläche zum Innenraum hin und die Aluverkleidung auf der Wetterseite – Pflegeleichtigkeit mit natürlichem Look. Sie liegen preislich jedoch höher als reine Holz-, Alu- und natürlich auch als Kunststoffenster.
  • Optik: Der persönliche Geschmack ist letztendlich entscheidend bei der Wahl des passenden Fensters. Es muss dem Besitzer gefallen und gut ins Gesamtbild passen. Wer lieber ein Holz-Fenster verbauen (oder ganz einfach nur Kosten sparen) möchte, sollte sich von der zusätzlichen Pflege nicht abschrecken lassen.

Fazit

Beim Fenster-Kauf für das Minihaus gibt es mehrere wichtige Punkte zu beachten. So kann eine professionelle Fensterplanung sowohl Materialkosten wie auch Energiekosten sparen. Unser Tipp: Lassen Sie sich umfassend individuell beraten!

Bildquellen: Enrique Hoyos / Pexels (Bild 1), Andrea Davis / Unsplash (Bild 2), Bench Accounting / Unsplash (Bild 3).