So plant ihr die perfekte Küche im Miniformat

Die Planung von normalen Häusern ist bereits aufwändig, wenn das Haus aber nur eine Wohnfläche von 15 m² hat, braucht es eine besonders sorgfältige und durchdachte Planung, damit später im Alltag reibungslose Abläufe möglich sind. Die Küche ist ein elementarer Bereich jedes offenen Grundrisses und sollte nicht nur geschmackvoll, sondern auch effizient gestaltet sein. Bei Tiny Houses bietet es sich also ganz besonders an, individuell angepasste Lösungen zu nutzen.

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Innenraumplanung mit 3D-CAD-Software

Um die Planung einer Küche möglichst flexibel und effizient zu gestalten, bietet sich die Nutzung von 3D-CAD-Programmen. Wenn das Projekt nicht zu komplex ist, reichen Online-CAD-Programme wie Roomeon völlig aus. Mit derlei intuitiv bedienbaren Programmen zur Innenraumgestaltung erreichen auch Anfänger schnell gute Ergebnisse und bekommen eine realistische Vorstellung nicht nur davon, wie praktikabel diese oder jene Aufteilung der Küchenzeile wäre, sondern auch welche Stellen ggf. einer zusätzlichen Ausleuchtung bedürfen. Die meisten Programme beinhalten Archive mit echten Möbeln und Einrichtungsgegenständen, die bei Bedarf online bestellt werden können. Das bedeutet, dass man sich einen Hersteller bzw. die Wunschküche aus dem Archiv heraus suchen kann, die Planung auf die Maße der Kochnische und die der Küchenmodule aufbaut und hinterher die benötigten Teile kauft. Nicht nur mit der Anordnung der Küchenmöbel lässt sich so experiementieren, sondern auch mit Küchenfronten und sogar mit Küchenrückwänden, wie sie beispielsweise style-your-castle anbietet. Wenn die Küche auf diese Weise auf den Raum zugeschnitten wird, lässt sich auch trotz kleiner Fläche genügend Stauraum und Arbeitsfläche verwirklichen.

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Individuelle Küchenplanung – Das gilt es zu beachten:

Zu allererst sollte gut durchdacht sein, welchen Bedürfnisse die Küche gerecht werden soll. Dabei muss man berücksichtigen, ob man alleine oder zu zweit im Tiny House lebt – wie viel Bewegungsfreiheit also um einen selbst herum noch einzuplanen ist – und wie viel die Küche genutzt werden soll. Wenn beispielsweise zwei Erwachsene, die nicht oft auswärts essen gehen und zudem gerne kochen, in dem Haus leben, ist eine gut ausgestattet Küche ein absolutes Muss. Außerdem sollte man sich bewusst sein, was für eine Art von Koch man ist. Manche bevorzugen es, bereits während des Kochens aufzuräumen und abzuwaschen, wohingegen andere erst einmal alles ins Spülbecken stellen. Dementsprechend sollte das Spülbecken dann ausreichend groß sein. Im Hinblick darauf, sollte man sich Gedanken machen, welche Küchenutensilien absolut notwendig sind und auf welche man getrost verzichten kann. Dadurch kann man sehr viel wertvollen Platz einsparen. Wenn es um Kühlschrank und Stauraum für Lebensmittel geht, sollte man bedenken wofür man mehr Platz braucht und dementsprechend die richtigen Größenverhältnisse wählen. Auch die Wahrscheinlichkeit, mit der man Gäste zum Essen einlädt, sollte in die Grundrissplanung mit einbezogen werden.

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Wieviel Technik soll es sein? Der Küchengeräte-Check:

Eine sinnvolle Auswahl von Küchengeräten beeinflusst den Platzbedarf natürlich wesentlich: Oftmals wird behauptet, dass Spülmaschinen ein Luxus sind, auf den man gut und gerne verzichten kann. Aber wenn wenig Platz für das Sammeln von dreckigem Geschirr vorhanden ist, ist eine Spülmaschine eine effiziente Lösung. So kann dreckiges Geschirr an einem Platz gesammelt und effizient in einem Schwung gereinigt werden. Für Minihäuser bietet es sich dabei an, kleine und energieeffiziente Geräte auszusuchen. Um Platz und Gewicht zu sparen, kann es Sinn machen, ein separates Kochfeld und eine Mikrowelle mit Backofenfunktion anzuschaffen.

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Fazit: Zusammenfassend ist das Planen und das Designen der eigenen Küche in Miniaturform ein spannender Prozess, der viel Kreativität erfordert. Bei Tiny Houses on Wheels ist bei der Planung jedoch nicht nur der kleine Grundriss eine Herausforderung, sondern auch die Gewichtsgrenze, bis zu der das Häuschen mit der eigenen Zugmaschine auf die Straße gebracht werden darf – die Marmor-Arbeitsplatten unten im Bild werden daher vermutlich nur mit Folie beklebte Pressspanplatten sein 😉 Es gibt also viele flexible und individuelle Lösungsmöglichkeiten, damit die Küche perfekt zu den eigenen Bedürfnissen passt.

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Bildquellen: Liberation Tiny Homes (Bild 1), Tumbleweed Tiny House Company (Bild 2), Tiny Heirloom (Bild 3 + 5),  New Frontier Tiny Homes (Bild 4).

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