Vision "Tiny House": Mit "Idea Boards" vom Traum zur Realität

Wohnen auf kleinstem Raum: Für immer mehr Menschen ist das keine Einschränkung mehr, sondern eine regelrechte Befreiung von gesellschaftlichen Zwängen und finanzieller Überbelastung. Soll der Traum vom Tiny House erfüllt werden, gehen mit der Realisierung einige Herausforderungen einher. Mit Hilfe eines „Idea Boards“ – auch unter der Bezeichnung „Inspiration Board“ oder „Mood Board“ bekannt – lassen sich Ideen rund um die Vision zum Eigenheim im Kleinstformat visuell zusammenstellen, um die eigenen Wünsche und Ansprüche zu konkretisieren. Tipps zur Verwendung einer solchen „Ideentafel“ stehen hier nun im Fokus …

Sinn und Zweck des „Idea Boards“

Bei einer Ideentafel geht es nicht darum, sofort ein fertiges Konzept zu kreieren, sondern vielmehr um den kreativen Schaffensprozess. Es handelt es sich um eine Technik, um zahlreiche Ideen visuell darzustellen und sich so einen Überblick zu verschaffen. Dazu können beispielsweise Bildmaterial, Notizen oder Flyer zu Anbietern oder Produkten an einer physischen Wand platziert werden. Eine große Pinnwand wäre ein Beispiel.

 
Im Zusammenhang mit dem Traum vom Tiny House könnte das „Idea Board“ beispielsweise über mehrere Wochen oder Monate nach und nach mit allen Informationen bestückt werden, die während der Recherche und Planungsphase zusammenkommen. Möglicherweise werden einige Fotos oder Post-its nach gewisser Zeit wieder entfernt, durch andere ersetzt oder ergänzt. Eine Ideentafel soll die Fantasie anregen und dient in erster Linie dazu, die Vorstellungen zum künftigen Tiny House optisch zu verdeutlichen. Am „Idea Board“ nimmt der Traum Gestalt an.

Festliche Geschenkidee für Tiny-House-Liebhaber

Angesichts der bevorstehenden Weihnachtszeit würde sich ein individuell gestaltetes, beziehungsweise zur praktischen Verwendung vorbereitetes „Idea Board“ hervorragend als Präsent für Tiny-House-Fans eignen. Ist die Realisierung dieses Wohntraums geplant, wird die Begeisterung bei Beschenkten über diese kreative Art der Planung sicherlich groß sein. Neben farblich gestalteten Pinnwänden oder Magnettafeln könnte ein personalisierter Adventskalender, wie sie bei der Onlinedruckerei unter familiensache.com erhältlich sind, eine besonders festliche Variante sein. Mit individuell ausgewählten Fotos von Tiny Houses und potenziellen Ausstattungsmerkmalen, die in den Adventskalender integriert werden, wird die Vorfreude auf das neue Zuhause gesteigert.

 

Anregungen zur Nutzung der Ideentafel

Die folgende Liste ist als Orientierung und Inspiration zur Nutzung einer Ideentafel in Bezug auf die Tiny House Planung zu verstehen und keinesfalls als fixe Vorgabe:

  • Materialien: Der Charakter eines Hauses wird maßgeblich von den verwendeten Materialien beeinflusst. Ob künftige Besitzer eher natürliche Materialien bevorzugen oder Alternativen in Betracht ziehen, bleibt jedem selbst überlassen. Das „Idea Board“ lädt dazu ein, Farben und Oberflächenstrukturen in Form von Mustern anzupinnen, um sich der Unterschiede und Eigenheiten bewusst zu werden.
  • Autarkie: Eine zentrale Frage, die bei der Planung aufkommen wird, lautet: Soll das Tiny House stationär platziert sein oder wird eine autarke Form auf einem Fahrgestell angestrebt? Letztere lässt sich unabhängig von der Wasser- oder Energieversorgung gestalten. Die Ideentafel hilft beim Arrangieren der Vor- und Nachteile und kann die Entscheidungsfindung beschleunigen.
  • Platzverhältnisse: Wie viele Quadratmeter zum Leben reichen, hängt vom persönlichen Anspruch ab. Um sich an das Minimum heranzutasten, ist es vorteilhaft alle Elemente an der Ideentafel zu sammeln, die zum aktuellen Zeitpunkt als unverzichtbar erscheinen. Was soll das Tiny House bieten? Welche Funktionen muss es aufweisen und wären gewohnte Dinge womöglich entbehrlich? Fragen, die es zu beantworten gilt.
  • Sanitär: Auf eine komfortable Dusche möchten viele nicht verzichten, gehört sie doch zu den Wohlfühlfaktoren in den eigenen vier Wänden. Gleichermaßen bedeutend, ist die Toilette. Trockentoiletten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Wartungsarme Technik, kompostierbare Lösungen und geruchlose Funktion begeistern. Auch zu sanitären Anlagen sollten Ideen gesammelt werden, um auf Alternativen aufmerksam zu werden und die bestmögliche Lösung zu finden.
  • Schlafplatz: Wie es sich im Tiny House später schläft, hat massiven Einfluss auf die Lebensqualität. Deshalb sollte diesem Bereich die maximale Aufmerksamkeit geschenkt werden. Fläche, Ausstattung, Funktion und Platzierung gehören zu den zentralen Punkten.
  • Gemütlichkeit: Ob ein Tiny House einladend wirkt und für Bewohner zum gemütlichen Rückzugsort avanciert, hängt stark vom Interieur ab. Doch welche Möbel sollen es sein? Welche Farben sind gewünscht und was stellen sich die künftigen Besitzer unter Gemütlichkeit eigentlich konkret vor? Die Tatsache, dass selbst der Einbau eines Kamins denkbar ist, verdeutlicht die vielfältigen Möglichkeiten.

 

Inspiration durch Messen, Dokumentationen und Co.

Zu Beginn der Planung fällt es vielen Tiny-House-Interessenten schwer ein Gefühl für das Leben auf engstem Raum zu entwickeln. Es fehlt an Eindrücken, greifbaren Objekten und Information. Damit das Idea Board mit jeder Menge Ideen gefüllt werden kann, sind Besuche auf Messen, das Anschauen von Dokumentationen und das Lesen authentischer Erfahrungsberichte wertvoll. Durch die intensive Auseinandersetzung mit der Thematik entstehen die ersten Bilder im Kopf und der kreative Planungsprozess beginnt. Messen und Ausstellungen gibt es in Deutschland inzwischen reichlich. Unter anderem veranstalten Hersteller eigene Ausstellungen, um ihre Produkte zu vermarkten.

Noch wirkungsvoller kann sich ein Urlaub im Tiny-House auf die persönliche Fantasie auswirken. Schließlich ist nichts effektiver zum Ankurbeln der Vorstellungkraft, als die praktische Erfahrung. Die Onlineplattform utopia.de zum Thema nachhaltiger Konsum, hat im vergangenen Jahr einige Tiny Houses aufgeführt, die sich mieten lassen. Ein Blick in die Bildergalerie zu den Objekten macht Lust auf den Aufenthalt und beweist gleichzeitig, wie facettenreich Kleinsthäuser sein können. Und auch unsere Buch- und Surf-Tipps können zur weiteren Ideenfindung dienen.

Bilderquelle: Houzz.de

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