5 Tipps für die Gestaltung kleiner Gärten

Wenn sich der Traum vom eigenen Garten erfüllt, sind viele mit dessen Gestaltung heillos überfordert. Besonders kleine Gärten müssen jedoch gut geplant sein, um sie zu echten Erholungs-Oasen zu machen. Beachtet man ein paar Tricks, wirken kleine Gärten gleich viel großzügiger und werden zu echten Hinguckern …

Islington Garden project

Tipp #1: Räume gestalten

So paradox es klingt: Gerade bei kleinen Grundstücken ist es sinnvoll, den Garten in verschiedene Räume zu unterteilen. Das können Funktionsräume sein wie z.B. Ruheraum, Nutzpflanzenbereich und Spielbereich oder einfach verschiedene Gestaltungsräume. Wichtig dabei ist, dass der Garten nicht von einem Standpunkt aus komplett überblickt werden kann. Die Räume werden optisch getrennt und die Durchgänge zwischen den Räumen versetzt angeordnet. Hierzu eignen sich Rabatten, Sichtschutzwände, Hecken und Mauern aber auch durch Sträucher und hohe Gräser. Der Effekt ist ganz einfach: Da man nicht sieht, was sich hinter der nächsten Ecke befindet, wirkt der Garten größer und lädt zum Entdecken ein. Bereits durch einfache Mittel, wie den Wechsel des Bodenbelags, entsteht ein neuer Raum. Auch eine offene Pergola, ein Rosebogen oder Blumenbeete dienen der Raumaufteilung. Unterschiedliche Ebenen  eignen sich ebenfalls hervorragend zur Raumteilung. Ganz Mutige können auch einen Pool oder Schwimmteich einplanen.

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Tipp #2: Geometrische Formen und Muster

Ein kleiner Garten mit vielen Pflanzen wirkt schnell überladen. Weniger ist hier häufig mehr. Versuchen sie etwas Ruhe in Ihre Gartengestaltung zu bringen. Das erreichen Sie, indem Sie regelmäßige Muster und geometrische Formen verwenden. Auch spiegelbildlich angeordnete Gärten wirken beruhigend auf den Betrachter. Eye-Catcher wie ein Springbrunnen oder eine Skulptur in der Mitte der Anordnung verstärken diesen Effekt.

Tipp #3: Sichtachsen erzeugen Weite

Mit einem einfachen Trick können sie ihren Garten optisch in die Länge ziehen: Planen Sie Sichtachsen ein. Der Blick wird dabei auf einen bestimmten Gegenstand, z.B. eine Figur oder eine Gartenbank am anderen Ende des Garten gelenkt. Je schmäler der Weg dorthin ist, desto stärker wirkt der Tunnelblick. Die Sichtachse sollte an einem häufig genutzten Platz beginnen, dem Gartentor oder der Terrassentür.

magic garden

Tipp #4: Wege und Ruheplätze geschickt planen

Gartenwege sind ein bewährtes Mittel, um Gärten größer erscheinen zu lassen und ihnen mehr Tiefe zu geben. Dabei gibt es ganz einfache Gestaltungsregeln: Ist der Garten schmal, sollte der Weg sanft in der Länge geschwungen sein. Für einen quadratischen Garten eignet sich ein diagonaler Weg am besten. Mit einem runden Sitzplatz wirkt der Garten größer als mit einem rechteckigen.

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Tipp #5: Mit Farben viel erreichen

Wer hätte das gedacht: Auch im Garten spielen Farben eine nicht unerhebliche Rolle bei der Größenwahrnehmung. Besonders geeignet sind weiße und blaue Blütenpflanzen. Ihr Garten wirkt dadurch großzügiger und tiefer. Rote und gelbe Blüten dagegen haben einen beengenden Effekt und der Garten wirkt kleiner. Im hinteren Teil des Gartens sollten Sie dunklere, kräftige Pflanzen verwenden. Im vorderen Teil helle, leichte Blumen und filigrane Gewächse. Dadurch verstärkt sich die Tiefenwirkung. Generell sollte man den Garten nicht mit Pflanzen überfrachten. Ideal sind Pflanzen, die gleich mehrmals im Jahr auffallen. Im Frühling durch eine schöne Blüte und im Herbst mit einer dekorativen Frucht oder buntem Blattwerk. Bei Platzmangel bieten sich Pflanzen an, die in die Höhe wachsen bzw. dorthin geleitet werden können wie Clematis, Weinreben oder Kletterrosen.

Bildquellen: APD Interiors (Bild 1), valentinarr/clipdealer.de (Bild 2), landscape design-zivgarden (Bild 3), THC (Bild 4)

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