Schwimmendes Minihaus aus Lettland

Die Buchstaben, aus denen sich der Name des lettischen Architekturbüros NRJA zusammensetzt, stehen für das Motto “No Rules, Just Architecture” („keine Regeln, nur Architektur“). NRJA wurde 2005 von dem jungen Architekten Uldis Luksevics gegründet. Inzwischen haben sich unter dem Dach von NRJA elf junge, ambitionierte Architekten zusammengeschlossen, deren Durchschnittsalter bei 25 liegt. Entsprechend ist die Herangehensweise an Projekte sehr frisch und offen für kreative Einflüsse. Die überwiegende Mehrzahl der Aufträge erhält das Büro durch Ausschreibungen, bei denen NRJA das erklärte Ziel hat, über den Tellerrand zu schauen und mehr zu liefern, als gefordert oder benötigt wird.  Das bekannteste Projekt von NRJA ist das „House of Ruins„, ein Wohnhaus, das in die Ruine einer lettischen Scheune aus dem 19. Jahrhundert gebaut wurde.

Ein von der traditionellen Architektur, den Bootshäusern an der lettischen Küste beeinflusstes neueres Projekt ist der „Floating Barn„:

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Das Minihaus ist auf einen Ponton gesetzt, was das Wohnen vom Ufer auf das Wasser transferiert. Im Inneren ist es mit einem Wohn-/Essbereich mit Einbauschränken, Badezimmer und Terrasse ausgestattet, sowie mit einer Schlafempore. Der Ponton dient hier nicht ausschließlich dem Auftrieb, sondern enthält auch die Tanks für Frischwasser, das Grauwasser (d.h. gefiltertes Abwasser) und Treibstoff.
Der „Floating Barn“ kommt in einem ansprechenden homogenen Look daher, was durch die einheitliche Holzverschalung für Wände und Dach erreicht wurde, ähnlich wie auch die Minihäuser von Dwelle konzipiert sind. Im Unterschied zu diesen stellt der „Floating Barn“ durch Fenster an den Seiten mehr Bezug zur Umgebung her.

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Infos und Bildquelle: www.nrja.lv