Platzsparende Möbel für kleine Häuser

So schön und praktisch Minihäuser auch sind, meistens stellen sie ihre Bewohner doch vor eine Herausforderung, mit der die Bewohner normaler Häuser nur selten zu kämpfen haben: Wo soll man auf dem kleinen Wohnraum nur alle notwendigen Möbel unterbringen?
Mit ein paar guten Ideen, etwas Geschick und natürlich den richtigen Möbeln lässt sich das Problem jedoch ohne Weiteres beheben.

Eine gute Möglichkeit, um Platz innerhalb der Wohnung einzusparen, sind einerseits Multifunktionsmöbel und andererseits die Nutzung ein und des selben Wohnbereichs für unterschiedliche Zwecke. Viele Designer feilen an funktionalen und ansprechenden Möbeln, einige haben darüber hinaus ein besonderes Faible für Multifunktionalität. Auf diese Weise entstehen Möbelstücke, die gerade für das Wohnen in einem Minihaus besonders praktisch sind, da sie die Eigenschaften verschiedener Möbel in einem Möbelstück vereinen und so Platz sparen helfen.

 

Klein aber oho – Viel Funktion in wenig Möbel

So hat es zum Beispiel der Designer Nils Holger Moormann geschafft, in einem einzigen, nur gut anderthalb Meter hohem, 1,22 Meter breiten und knapp 75 Zentimeter tiefen Möbelstück ein ganzen Lesezimmer unter zu bringen. „Lese+Lebe“ ist nicht nur eine Couch für zwei, an deren Rückwand sich ein ganzes Bücherregal befindet, sondern bietet den Lesern außerdem eine Fußablage, die sich in einer Schublade unter der Sitzfläche versteckt. Die Bücher kann man sowohl von hinten, als auch durch einen Klappe von vorne aus dem Regal nehmen.
Der „Bookinist“, ebenfalls von Nils Holger Moormann entworfen, ist ein etwas kleineres und ebenfalls pfiffiges Möbel für Leseratten: In den Sessel integriert sind Regale für Bücher, in den Armlehnen außerdem Stauraum für Notizblock, Stifte etc. Und, dank eines Rads lässt sich der Sessel, wenn er nicht gebraucht wird, ganz easy in eine Ecke schieben.

In der Moormann-Designmöbelkollektion finden sich u.a. auch die praktischen Betten zum Zusammenstecken von Christoffer Martens. Die Steckbetten „Spross“ und „Siebenschläfer“ können eine gute Alternative zu dem üblichen Gäste-Schlafsofa sein: schnell bei Bedarf zusammengesteckt und ebenso schnell wieder verstaut.

Wer keinen Platz für Regale an der Wand hat, für den mag der „Buchstapler“ des Designers Tom Fischer eine Lösung sein: In dem drehbaren Bücherturm kann man auf kleiner Fläche erstaunlich viele Bücher unterbringen. Die Designermöbel aus der Moormann-Kollektion sind über smow.de erhältlich.

Der Möbelgigant IKEA hatte mal eine praktische Kompaktküche namens VÄRDE in Schrankgröße im Programm. Die Betonung liegt aus „hatte“. Wer nach einer ähnlichen Küchenlösung für sein Minihaus sucht und nicht selber bauen will, wird bei Culshaw Bell in England fündig: Die Kitchenette ist in einen Küchenschrank im Landhausstil aus Eichenholz eingebaut. Alles drin: Platz für Geschirr und Kochzutaten, Arbeitsplatte aus Granit, Induktionskochfeld , Spüle, Mikrowelle, kleiner Kühlschrank.

Doch nicht nur platzsparende Möbel, auch die geschickte Kombination verschiedener Möbel und Wohnbereiche kann dabei helfen, den kleinen Wohnraum in kleinen Häusern optimal auszunutzen.

 

 

Wohnzwecke kombinieren

 

Das Wohnzimmer lässt sich zum Beispiel ohne weiteren Platzbedarf mit einem Arbeitsbereich ausstatten, indem die Loungemöbel um einen niedrigen Wohnzimmertisch mit großen Schubladen an den Seiten gruppiert werden. Der Tisch bietet Stauraum für einen Laptop, Schreibutensilien, Tacker, Locher und alles, was man sonst noch in einem kleinen Home Office braucht. Auch die Loungemöbel bieten optimalerweise Stauraum, zum Beispiel in den seitlichen Hohlräumen der Lehnen oder unter dem Sitz. Ein Schrank für Bücher, Akten und Drucker macht diesen Relax-/Arbeitsplatz dann komplett.
Mit einer Schlafcouch und einer Kitchenette im Geschirrschrank entsteht daraus eine wunderbare Komplettlösung z.B. für kleine ausgebaute Seecontainer oder andere Ein-Zimmer-Minihäuser.