Nachhaltigkeit: Ökologische Materialien für die Inneneinrichtung

Wer sich für energieeffizientes Wohnen in einem Minihaus entscheidet, sollte nicht bei der Inneneinrichtung an Umweltverträglichkeit und ökologischen, schadstoffarmen Möbeln sparen. Die Investition lohnt sich und lässt sich zudem unkompliziert umsetzen, denn: Nachhaltigkeit liegt im Trend.

Ökologische Materialien: nachhaltig, hochwertig, hochpreisig

Möbel aus ökologischen Materialien bieten im Vergleich zu den herkömmlichen Billigmöbeln vom Fließband einige entscheidende Vorteile. Sie überzeugen neben Langlebigkeit und der Herstellung aus nachwachsenden Rohstoffen auch durch eine überwiegend metallfreie Verarbeitung, gefahrlose Entsorgung und natürlichen Wachsen, Ölen und Lasuren. Das Beste daran: weder Design noch Qualität müssen dabei vernachlässigt werden, wie Naturehome zum Beispiel mit seinen Holz-Tritthockern beweist. Einziger Nachteil ist der Kostenfaktor, der sich durch höhere Material- & Produktionskosten sowie faire Bezahlung der Arbeiter ergibt.

Möbel werden streng geprüft

Großen Stellenwert hat bei ökologischen Möbeln vor allem die Prüfung auf Schadstoffe und Allergieauslöser. Besonders in kleinen Wohnräumen wie Mikrohäusern können solche „unsichtbaren Gefahren“ nicht nur bei empfindlichen Menschen Beschwerden aller Art auslösen. Dazu gehören z.B. Rötungen, Kopfschmerzen, Husten usw. Hervorgerufen werden können diese Symptome durch Formaldehyd, das häufig als Kleber in Holzspanplatten verwendet wird und in Deutschland als krebserregend eingestuft wird.

Auch Holz ist nicht ganz frei von Schadstoffen

Zugegeben, vollkommen schadstofffreie Materialen existieren nur sehr wenige, denn selbst in den Harzen und Ölen einiger Holzsorten sind Substanzen wie Terpene und Essigsäuren enthalten, die nach und nach freigesetzt werden und den Schadstoffen zuzuordnen sind. Allerdings sollte dabei nicht unerwähnt bleiben, dass sie weit unterhalb des offiziell angesetzten Grenzwertes bleiben und somit Möbel aus ökologischen Materialien erwiesenermaßen um ein Vielfaches weniger kunststoff- und schadstoffbelastet sind als herkömmliche. Allergiker und von MCS betroffene Personen sollten statt Holzmöbeln, sofern möglich, Oberflächen aus Glas oder Edelstahl wählen.

Schadstoffkonzentration senken durch weniger Möbel

Eine erhöhte Schadstoffkonzentration vor allem durch Billigmöbel kommt insbesondere dann zustande, wenn sich zu viele solcher in einem kleinen Zimmer befinden oder ein Raum komplett mit neuen Möbeln bestückt wurde. Anstatt deshalb in Panik zu verfallen, sollte neben regelmäßigem Lüften lieber bei der Einrichtung auf unnötige Möbel zu verzichtet und ökologische Materialien geachtet werden. Dadurch wird gleichzeitig optisch mehr Raum geschaffen und das Schadstoffpotenzial insgesamt verringert.

Beim Kauf auf Gütesiegel achten

Um Verbraucher auf eine besonders niedrige Schadstoffkonzentration aufmerksam zu machen, sind viele nachhaltig produzierte, ökologische Möbel mit speziellen Gütesiegeln gekennzeichnet. Zu den führenden und bekanntesten gehören:

  • Der „Blaue Engel“
  • Das „LGA-schadstoffgeprüft“-Siegel
  • Das „ÖkoControl“-Siegel
  • Das „Goldene M“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V.

 

blauerengel  lga-label oekocontrol ral-guetezeichen

Die DGM hat darüber hinaus ein Emissionslabel für Möbel entwickelt, das optisch stark den Energieeffizienzklassen bei Elektrogeräten ähnelt. Es unterscheidet zwischen vier Klassen (A-D), wobei Klasse D den gesetzlichen vorgegebenen Standards entspricht:

emissionslabel

Kleine Wohnfläche, hohe Qualität

Wer sich für nachhaltig produzierte Möbel für sein Mini- oder Baumhaus entscheidet, unterstützt damit nicht nur die Umwelt und die lokale Wirtschaft, sondern erweist durch die Vermeidung von Schadstoffen auch der eigenen Gesundheit einen großen Gefallen. Besonders junge Familien mit Neugeborenen sollten Stiftung Warentest zufolge besser erst ein Jahr nach der Geburt Renovierungsarbeiten angehen, da bei den Kleinsten sonst Atemwegsprobleme auftreten können. Bei geringem Raumvolumen ist es umso wichtiger, auf beste Qualität zu setzen.

Nachhaltig produzierte Möbel erhöhen Lebensqualität

Bei der Auswahl der Möbel helfen die zuvor genannten Gütesiegel, die höchste Qualität und Nachhaltigkeit garantieren. Damit wird der eigene Wohnraum extrem schadstoffarm gestaltet und einem energieeffizienten, umweltverträglichen und nachhaltigen Lebensstil steht letztendlich nichts mehr im Weg.

Ein Kommentar
  1. Alexander Potthoff 13. Juli 2016 at 16:33

    Auch der Einsatz von gebrauchten wiederverwerteten Möbeln und Stühlen kann für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen stehen. Durch die Wiedereinbringung in den Nutzungskreislauf kann hier gegenüber dem Einsatz eines Neumöbels erheblich an CO2-Emissionen eingespart werden. Wir leben dieses Modell schon seit Jahren und haben dafür ein eigenes LCA (Life Cycle Assessment)-Label entwickelt und sind stolz darauf, dass dieses Modell bei immer mehr Büromöbel-Beschaffern in deutschen Unternehmen Gehör findet.

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