Lesetipp:
„Einfach anders wohnen“

Der Ideengeber „Einfach anders wohnen“ von Daniel Fuhrhop* stellt Wohnideen für die kreative Nutzung von Wohnraum vor. Eingeteilt ist das Buch in 66 Tipps, die vom Autor selbst als „Raumwunder“ bezeichnet werden – Tipps zur Gestaltung und Nutzung einzelner Räume in Wohnungen, von Häusern, und letztendlich werden ganze Wohnviertel und Städte thematisiert. Die Grundidee Raum zu schaffen und diesen optimal zu nutzen, zieht sich durch das ganze Buch.

Wohnungen, Häuser, Dörfer: die intelligente Nutzung von Raum

Im ersten Themenblock „Wohnung“ geht es vor allem darum, Platz zu schaffen. Einleitend werden Ratschläge zum Entrümpeln gegeben aber auch das Thema „Platzsparende Möbel“ und die raffinierte Inneneinrichtung von kleinen Räumen wird ausführlich behandelt. Auch Tiny Houses werden in diesem Zusammenhang als alternative Wohnform vorgestellt.

Das zweite Kapitel befasst sich nicht mehr nur mit einzelnen Räumen sondern mit ganzen Häusern. Hierbei wird vorgeschlagen, diese auch mit anderen zu teilen. Angefangen bei der klassischen Wohngemeinschaft oder Wohnen für Hilfe bis zu der Idee, Pflegekräfte im Haus aufzunehmen oder einfach nur unbekannte Gäste zu beherbergen. Das soziale Miteinander steht hier eindeutig im Vordergrund.

Daran anschließend geht es im dritten Abschnitt um ganze Wohnviertel, bei denen sich die Nachbarn zu Zweckgemeinschaften zusammen schließen. Hier werden Mehrgenerationenhäuser genauso wie Kommunen und Ökodörfer angesprochen.

Im letzten großen Kapitel stehen ganze Städte insbesondere Dörfer und Kleinstädte im Fokus. Gerade letztere verwaisen oft, da der Zuzug in die Städte nach wie vor ungebrochen ist. Schwerpunkt in diesem Kapitel sind leerstehende Häuser und wie diese wieder bewohnbar gemacht werden können, zum Beispiel durch Kollektiveigentum.

Abgerundet wird das Werk mit Ideen zu alternativem Wohnraum auf Reisen und einem umfassenden Serviceteil mit zahlreichen Internetadressen.

Denkanstöße zum (nachhaltigen) Wohnen der Zukunft

Beim ersten Hinsehen könnte man auf die Idee kommen, dass es sich hier um ein weiteres Exemplar der Werke zum Thema „Entrümpeln, Magic Cleaning etc.“ handelt, die in letzter Zeit vermehrt in Buchläden zu finden sind. Schnell wird aber klar, dass es Daniel Fuhrhop mehr um ein Gesamtkonzept zum Thema Wohnen geht. Aus verschiedenen Blickwinkeln werden Denkanstöße gegeben, wie das Thema Wohnen sich in der Zukunft entwickeln könnte. Der Autor hat dabei seine eigenen idealistischen Vorstellungen, die auf Nachhaltigkeit, Ökologie und dem sozialen Miteinander basieren. Doch viele der vorgestellten Raumwunder sind bereits umgesetzt, was bedeutet, dass er mit seinen Ideen keinen unrealistischen Weg verfolgt.


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Die 66 Tipps sind übersichtlich und kompakt gehalten. Viele stehen für sich allein, anderen folgt gleich eine Reihe von weiterführenden Ratschlägen, die das angesprochene Thema etwas ausführlicher beleuchten. Dazu gibt es auch immer mal wieder Querverweise auf andere Raumwunder, so dass man keiner festen Reihenfolge folgen muss. Das Buch lädt eher zum entspannten Schmökern ein, das durch zahlreiches farbiges Bildmaterial zudem sehr ansprechend gestaltet ist.

Die einzelnen Raumwunder sind sehr abwechslungsreich gehalten: Auf eine etwas trockenere Liste mit Tipps zum Entrümpeln folgt beispielsweise ein unterhaltsames Praxisbeispiel. Ein kleiner Psychotest „Rümpler oder Entrümpler“ soll den Leser zum Nachdenken über sich und seine Gewohnheiten animieren. Dabei wird schnell klar, dass man den Autor nicht immer allzu wörtlich nehmen darf und die Tipps oft auch mit einem Augenzwinkern geschrieben sind. Zum Beispiel verleiten die Raumwunder „Weniger besitzen – weniger putzen“ oder die Sicherheitshinweise unter „Hürden abbauen“ doch eher zum Schmunzeln.

Nicht jeder Tipp ist für jeden umsetzbar, aber das ist auch gar nicht Ziel des Autors. Vielmehr sollen Impulse zum Nachdenken gegeben werden, seine eigene Wohnsituation zu überdenken und neue Impulse für Veränderung zu finden. Ganz egal ob man sich vergrößern, verkleinern oder sozial zusammen rücken möchte, es ist für jeden etwas dabei. Deshalb: Empfehlenswert!

Bildquelle: oekom Verlag

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