Gesunde Möbel: 5 Tipps für die erfolgreiche Suche

Beim Einrichten von Tiny Houses und Minihäusern sollte es nicht nur um platzsparende und funktionale Lösungen gehen. Auch der gesundheitliche Aspekt des Interieurs ist elementar, um dauerhaft Freude daran zu haben und keine negativen Folgen in Kauf nehmen zu müssen. Worauf beim Kauf von Möbeln zu achten ist, um Wohngifte zu meiden, verraten die folgenden Verbrauchertipps.

 1. Zertifikate prüfen

essecke

Für Laien ist es teilweise sehr schwierig das riesige Angebot an Möbeln auf potenzielle Schadstoffe zu prüfen. Allein die Optik gibt schließlich keinerlei Auskunft darüber, weshalb sich Verbraucher nicht von äußeren Eindrücken beeinflussen lassen sollten. Selbst exklusive Möbel für viel Geld können schadstoffbelastet sein. Der Preis ist keine Garantie für gesundheitliche Unbedenklichkeit. Eine hilfreiche Erleichterung sind seriöse Zertifikate von unabhängigen Institutionen. Folgende Qualitätssiegel sind empfehlenswert:

  • Der Blaue Engel
  • natureplus
  • EMICODE®
  • LGA-schadstoffgeprüft
  • ECO Institut
  • Toxproof-Zertifikat (TÜV Rheinland)
  • Das Goldene M

 
Doch von einem Gedanken sollten sich Verbraucher lösen: Völlig schadstofffreie Möbel gibt es laut Experten nicht. Doch die genannten Siegel wie Das Goldene M oder LGA-schadstoffgeprüft gewährleisten zumindest, dass der Schadstoffgehalt gering ist. Als besonders streng in Sachen Grenzwerte gilt das ÖkoControl-Siegel des ECO Instituts.

2. Massivholz bevorzugen

kommode

Egal ob Wohnzimmerschrank, Bett, Badmöbel oder Küchenschränke: In jedem Möbelstück können Formaldehyd, Weichmacher, Terpene oder sonstige Wohngifte enthalten sein, welche der Gesundheit schaden. Möbel mit Schadstoffen geben diese über die Raumluft über Monate, oft sogar Jahre ab. Wer dem vorbeugen und von einem gesunden Raumklima profitieren möchte, muss sorgfältig auf die Qualität der Materialien achten. Da insbesondere bei Möbeln, die zu Dumpingpreisen angeboten werden, minderwertige Holzwerkstoffe zum Einsatz kommen, welche zusätzlich über bedenkliche Verklebungen verfügen, ist der Griff zu Massivholzmöbeln fast immer die bessere Wahl. Der Qualitätsbegriff Massivholz ist nach DIN 68871 geschützt. Um ihn benutzen zu dürfen, müssen Möbelhersteller und Anbieter fixe Vorgaben einhalten. Sperrholz, Faserplatten oder furnierte Elemente sind nicht erlaubt. Lediglich bei Rückwänden und Schubladenböden wird eine Ausnahme gemacht. Alle anderen Elemente müssen aus massivem, also natürlich gewachsenem Holz gefertigt werden. Obwohl Massivholzmobiliar teurer ist, als Billigmöbel, lohnt sich die Investition aus folgenden Gründen:

  • Langlebigkeit: Aufgrund der Robustheit können Massivholzmöbel Generationen überstehen
  • Wertigkeit: Das Mobiliar wirkt dank seiner Qualität optisch attraktiver
  • Nutzung: Massivholz ist robust und lässt sich vom Alltag wenig beeindrucken
  • Raumklima: Feuchtigkeitsregulierende Eigenschaften unbehandelter Hölzer fördern das gesunde Raumklima

 
Erhältlich sind massive Holzmöbel in vielen Möbelhäusern und im Internet. Im Onlineshop Restyle24 sind Massivholzmöbel in verschiedensten Stilrichtungen erhältlich, von rustikalem Landhaus über romantischen Shabby Chic bis hin zu recyceltem Teak. Hinsichtlich der persönlichen Vorstellungen müssen daher keinerlei Abstriche gemacht werden.

3. Oberflächenbehandlung kritisch begutachten

Das Risiko für eine Einrichtung mit Schadstoffen sinkt, wenn unbehandelte Holzmöbel verwendet werden. Denn sobald Oberflächen mit Lacken oder Lasuren bearbeitet sind, können auch über diese Zusätze wiederum Wohngifte in das Eigenheim wandern. Hinzu kommt, dass insbesondere Lacke die raumklimafördernden Eigenschaften des Naturmaterials Holz beeinträchtigen. Lasuren, Wachs und Öle mit natürlichen Bestandteilen sind die bessere Alternative. Auch in diesem Segment gibt es inzwischen eine große Auswahl an schadstoffgeprüften Substanzen. Marken wie Auro oder Osmo gehören auf dem Markt der ökologischen Produkte zur Holzveredelung zu den führenden Unternehmen. Öko-Test hat 20 Holzlasuren getestet und stellt die Ergebnisse online bereit.

4. Polster ohne Mottenschutz

sofa

Bei Polstermöbeln mit Wollanteil kommen oft Mottenschutzmittel zum Einsatz, damit Motten dem Material nichts anhaben können. Von derartigen Produkten sollten Verbraucher besser Abstand nehmen. Auch hier lauern gesundheitliche Risiken. Solange Sofas oder sonstige Polstermöbel nicht direkt an einer Wand stehen, besteht für einen Schaden, verursacht durch Larven, keine Gefahr und die Behandlung der Stoffe mit abwehrenden Substanzen wäre unnötig.

5. Nachhaltigkeit fördern

holzstaemme

Hölzer für Möbel sollten aus Deutschland und Europa stammen. Um ausschließlich Möbel aus nachhaltiger und verantwortungsvoller Fortwirtschaft zu erwerben, dient das FSC-Siegel als Orientierung. Weltweite Anerkennung genießt außerdem das Zertifizierungssystem PEFC, das auf der offiziellen Internetpräsenz ausführlich vorgestellt wird. Vorteilhaft sind Möbel, dessen Rohstoffe keine langen Transportwege erfordern. Das schont die Umwelt zusätzlich.

Mehr Wissenswertes zum Thema lässt sich in unserem Beitrag „Gesund bauen“ nachlesen.

Bildquellen: StockSnap / Leo_65 / StockSnap / Foto-Rabe (jeweils über pixabay.com)

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