Autark wohnenWohnwagon macht’s möglich

Im Wohnwagon sorgt modernste Biotechnologie für Unabhängigkeit von externen Anschlüssen – bei gewohnt hohem Standard! Vollkommen autarkes Wohnen, reduziert auf das Wesentliche wird möglich. Das junge Start-up aus Wien hat eine mobile Wohneinheit entwickelt, die sich dank Biotoilette, PV-Inselanlage und Wasserkreislaufsystem völlig selbst versorgt.

wohnwagon

Gastartikel von Theresa SteiningerDer Wohnwagon macht Autarkie erstmals greifbar und verständlich. Der 25 bis 33 qm große Wagen besteht aus natürlichen Rohstoffen: Holz, mit natürlichen Ölen behandelt, Schafwolle und Lehmputz sorgen für ein gesundes Raumklima. Dank Photovoltaik, Grünkläranlage, Biotoilette und der eigenen kleinen Solar-Holz-Zentralheizung ist der ressourcenschonende Wohnwagon in einem geschlossenen Kreislauf völlig autark und braucht keine externen Anschlüsse. Der Wohnwagon ist die ideale Lösung für Menschen, die eine flexible Kleinwohnung, einen Zweitwohnsitz, eine Wohnraumerweiterung oder ein Büro im Garten suchen. Wir wollten erstmals zeigen, dass ein autarker Kreislauf ohne externe Anschlüsse möglich ist – und man beim Lebensstandard dafür kaum Abstriche machen muss! Wir verzichten auf Gas, externe Strom- oder Wasserzuleitung und bieten erstmals eine vollautarke Wohneinheit.

wohnwagon-wasserkreislauf

Was brauchst du eigentlich für ein gutes Leben? Mit dem Wohnwagon wird die Reduktion auf das Wesentliche zum eigentlichen Luxus.

Der Wohnwagon wird nach den Wünschen der Kunden individuell in regionalem Handwerk in Niederösterreich gefertigt. Die intelligente Möbelgestaltung im Innenraum schafft funktionalere Raum-Definitionen, die sich den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. So entsteht ein mobiles Heim mit Loft-Charakter, direkt in der Natur.

Wohnwagon-innen-Wohnbereich

Wohnwagon-innen-Multifunktion

Wie die Autarkie genau funktioniert?

Das Team rund um Ideengeber Christian Frantal hat verschiedene Teilsysteme gemeinsam mit professionellen Partner und Forschungseinrichtungen entwickelt. Eine Führung gefällig? Die Autarkie beginnt am Klo. Um einen geschlossenen Wasserkreislauf zu erzeugen ist wichtig, dass das Toilettenabwasser nicht Teil des Spiels ist. Darum verwendet man im Wohnwagon eine Bio-Toilette mit Trockentrennsystem. Urin und Fäkalien werden getrennt gesammelt und kompostiert. So können die Nährstoffe zurückgewonnen werden. Sie stehen als Dünger wieder für den natürlichen Kreislauf zur Verfügung. Die Lüftung und hochwertige Ausführung sorgen für höchsten Komfort, meilenweit entfernt von Plumpsklo oder Camping-Chemietoilette.

Das übrige Abwasser von Dusche und Abwasch ist dank der Verwendung der separaten Biotoilette relativ gering verschmutzt und kann in der Grünkläranlage des Wohnwagons gereinigt werden. Am Dach des Wagens sorgen Sumpfpflanzen für die Aufbereitung des Wassers, das im Anschluss wieder als Brauchwasser verwendet werden kann. Um Trinkwasserqualität zu erhalten wird ein zusätzlicher Filter verwendet.

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Sonnenstrom mit intelligentem Batteriespeicher

Für die Stromversorgung steht eine Photovoltaik-Anlage mit großem Batteriespeicher im doppelten Boden bereit. Auch hier setzt man im Wohnwagon auf modernste Technik. Sensoren im Wagen sorgen für eine automatische Steuerung und optimale Be- und Entladung. Sie messen auch was im Wagen los ist: Füllstand der Tanks, Temperatur, Wetter. Eine Anzeige zeigt die verfügbare Energie und den Verbrauch der letzten Tage an. Wer autark sein will muss vor allem auch über Energieproduktion und Verbrauch Bescheid wissen!

Heizen mit Sonne & Holz

Das Problem kennt wahrscheinlich jeder, der schon mal in einer kleinen Holzhütte oder einem Tiny House mit Holzofen geschlafen hat: Man heizt den Holzofen am Abend ein, es wird sehr schnell sehr heiß, doch auf die Sauna folgt schon ein paar Stunden später wieder der Kälteschock. Damit konnte sich das Wohnwagon-Team nicht zufrieden geben und entwickelte eine nachhaltige Zentralheizung für Tiny Houses. Ein 200 Liter Wärme- und Warmwasserspeicher wird über die Solaranlage gespeist. Scheint zu wenig Sonne kann man mit einem wassergeführten Holzofen zuheizen. Über zwei Heizkörper wird die Wärme in den Raum abgegeben und verteilt. Eine Anzeige verrät ob du vor der warmen Dusche noch schnell ein Feuer machen solltest oder ob die Sonne das Aufheizen bereits erledigt hat.

Mach dich auf den Weg zur Unabhängigkeit!

Wer sich schrittweise auf den Weg zur Autarkie machen will kann sich entweder einen ganzen Wohnwagon kaufen oder bekommt vom Team auch Unterstützung bei der Umrüstung seines eigenen Tiny House! Die einzelnen Autarkie-Systeme sind im Webshop verfügbar und können auch individuell geplant und ausgeführt werden. Der Wohnwagon-Blog bietet Anregungen, Erklärungen und Do-it-Yourself Anleitungen für mehr Unabhängigkeit – im Einklang mit der Natur. Schau doch mal vorbei!

Bilderquelle: Wohnwagon.at

Über die Gastautorin

theresa-steiningerTheresa Steininger ist die Geschäftsführerin der WW Wohnwagon GmbH, die sie zusammen mit Christian Frantal, der für Design und technische Entwicklung zuständig ist, im März 2013 gegründet hat. Die Startfinanzierung erfolgte über Crowdinvesting. Über 100 Kleininvestoren beteiligten sich und sind mit Beträgen zwischen € 100 und € 3000 am Firmenwert und am Gewinn beteiligt. Auf www.wohnwagon.at gibt es nicht nur umfassende Infos zum Wohnwagon, sondern auch den erwähnten Autarkieshop, der Produkte anbietet, mit denen sich auch andere bestehende kleine Wohneinheiten nachrüsten und autark machen lassen.

 

 

6 Kommentare
  1. Ammermann- Bolle, Ute 22. Januar 2016 at 07:55

    Super Sache, so möchte ich auch wohnen ,unabhängig und frei!

  2. Frank 3. März 2016 at 23:54

    Unser Team von http://klip.ch beglückwunscht Frau Steiniger für ihren Erfolg.
    Sicher kein leichter Weg. Jedoch haben sich hier Kreativität und der Wille, Neues zu schaffen durch gesetzt. Vielen Dank für die inovative Wohn-Idee.
    Sauber gesund frei und unabhängig wohnen…Wer möchte das nicht.

  3. Pingback: Das eigene Dach über dem Kopf: 3 Mini-Lösungen | Tiny Houses

  4. Petra Röwekamp 12. April 2016 at 16:38

    Fantastisch ! Alle Achtung ! Ich würde gerne Kontakt aufnehmen mit Menschen, die schon in einem Wohnwagon leben und bereit sind, über ihre Erfahrungen zu reden oder sogar mal einen Kurzbesuch zulassen würden.
    Außerdem würde mich interessieren, ob zu erwarten ist, dass der Preis für einen Wohnwagon in naher Zukunft eventuell reduziert wird ?

  5. Monika Pfeffer 5. Juli 2016 at 10:37

    Die Idee der kleinen Häuschen, am besten noch auf Rädern finde ich super. Wirklich meine einzige Sorge ist, dass ich auf mein wöchentliches Bad verzichten müsste, was für mich eine Katastrophe wäre. Blöd, ich weiss, aber ist so.
    Gibt es Tiny-Houses mit Badewanne? Wie sieht es da mit dem Wasser aus?

    • Team TH 5. Juli 2016 at 11:24

      Nun ja, um Platz (und Wasser) zu sparen werden Tiny Houses für gewöhnlich mit Dusche geplant, aber es ist nur eine Frage von Kreativität, ob und wie sich auf so begrenztem Raum eine Badewanne unterbringen lässt. Eine Möglichkeit wäre, sie unter der Sitzbank zu verstecken, wie in diesem Mikroapartment in Barcelona: https://www.youtube.com/watch?v=cWnFgpiCrQo. Wenn du Autarkie anstrebst, verbraucht ein Wannenbad entschieden zuviel Wasser, aber wenn du einen Stellplatz mit Wasseranschluss und einen Durchlauferhitzer hast, dann sollte sich das realisieren lassen. Die Statik müsste bei der Planung noch im Auge behalten werden: Eine gefüllte Badewanne mit Mensch wiegt schon was 😉

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